KI Daten Voraussetzungen Fertigung.
Welche Daten Ihr MES liefern muss.
KI Daten Voraussetzungen Fertigung lassen sich auf eine Frage bringen: Kann ein Modell jedes Ereignis einer Maschine, einem Auftrag, einem Zeitpunkt und einem Ergebnis eindeutig zuordnen? Das MES (Manufacturing Execution System, Software zwischen ERP und Anlage) liefert diesen Kontext aus Maschinen-, Betriebs- und Stammdaten. Für Fertigungs-IT, Produktion und Qualität zeigen Messgrößen und Demo-Testfälle, ob die Daten KI-fähig sind.
Welche Daten braucht KI in der Fertigung,
und was liefert das MES davon?
Ein Modell lernt aus Ereignissen mit Kontext, nicht aus Datenmengen. Wie groß die Lücke ist, zeigt die Bitkom-Befragung vom Mai 2026: 57 Prozent der Industrieunternehmen meinen, die nötigen Daten für digitale Zwillinge fehlen, 48 Prozent sehen Mängel in der IT-Infrastruktur als häufigen Grund für das Scheitern. Die sechs Schritte vor dem ersten Modell stehen unter KI im MES, das Gesamtvorgehen im KI im MES Leitfaden. Hier geht es eine Ebene tiefer: Datenobjekte, Maße, Wege.
Das MES liefert typischerweise
- Maschinenzustände und Zählwerte aus der Maschinendatenerfassung (MDE), mit Bezug zu Maschine und Zeitpunkt.
- Rückmeldungen aus der Betriebsdatenerfassung (BDE): Gutmenge, Ausschuss, Stillstandsgrund, Rüstzeit. Der Unterschied steht unter MDE und BDE im MES.
- Den Bezug zu Fertigungsauftrag, Charge und Seriennummer, der Prozessdaten mit Ergebnissen verknüpft.
- Stammdaten wie Arbeitsplan, Soll-Taktzeit und Rüstmatrix, dazu Änderungsprotokolle, sofern das System sie führt.
Das MES liefert nicht von selbst
- Hochfrequente Sensordaten wie Schwingung oder Strom. Dafür braucht es Sensorik neben der MDE.
- Bilder und Messwerte eines Prüfsystems, die erst über eine Schnittstelle ankommen.
- Instandhaltungsereignisse mit Ursache, wenn das Instandhaltungssystem getrennt läuft.
- Ein verbindliches Datenmodell für Kennzahlen, zum Beispiel über ISO 22400 Kennzahlen.
- Eindeutige Zielgrößen, wenn niemand Fehler einheitlich bucht.
Einordnung von Find-Your-MES. Zahlen: Bitkom, Pressemitteilung vom 05.05.2026 zu digitalen Zwillingen (555 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten, telefonisch befragt), bitkom.org, abgerufen am 04.11.2026. Die Befragung betrifft digitale Zwillinge, nicht KI allgemein.
Welche zehn Datenobjekte
prüfen Sie vor dem ersten Modell?
Die Tabelle ordnet jedem Datenobjekt Quelle, KI-Nutzung und die erste Prüfung zu. Sie ist eine Einschätzung von Find-Your-MES, die Gewichtung unterscheidet sich je Anwendungsfall, siehe KI Anwendungsfälle MES.
| Datenobjekt | Quelle im Werk | Wofür KI es nutzt (Beispiele) | Das prüfen Sie zuerst |
|---|---|---|---|
| Maschinenzustandproduziert, steht, rüstet, gestört | MDE aus Steuerung, Signalleuchte oder Gateway | Anomalieerkennung, Verlustanalyse der OEE, Prognose von Stillständen | Gleiches Zustandsmodell je Maschinentyp, Lücken ohne Signal, Zeitstempel an der Quelle. |
| StillstandsgrundCode der Steuerung und Auswahl am Terminal | Steuerung und BDE-Terminal | Klassifikation von Ursachen, Ursachenanalyse | Anteil der Stillstände ohne Grund oder mit Sammelgrund, Stabilität des Katalogs. |
| Gut- und SchlechtmengenZählwerte und Rückmeldung | Zähler der Maschine und BDE-Rückmeldung | Ausschussprognose, Leistungsanalyse | Stimmt Gut plus Schlecht mit der Gesamtmenge, wie viele Mengen wurden nachträglich geändert. |
| ProzessparameterTemperatur, Druck, Drehmoment, Strom | SPS, Sensor, Edge-Gerät | Prozessmodelle, Anomalieerkennung, Parameterempfehlung | Abtastrate, Einheiten, Sensordrift, gemeinsame Zeitbasis mit den Ergebnisdaten. |
| Auftrags- und ChargenbezugFertigungsauftrag, Charge, Seriennummer | MES und ERP | Verknüpfung von Prozess und Ergebnis, Genealogie | Anteil der Ereignisse mit eindeutiger Auftrags- und Maschinen-ID. Hintergrund: Traceability im MES. |
| Arbeitsplan und StammdatenSoll-Taktzeit, Rüstmatrix, Stücklisten | ERP und MES | Feinplanung, Rüstzeitprognose, Durchlaufzeitprognose | Versionsstand, Abweichung zwischen Soll- und Ist-Zeiten, bleibt die Historie bei Änderungen erhalten. |
| Prüf- und QualitätsdatenMesswerte, Prüfurteile, Bilder | Computer Aided Quality (CAQ), Messmittel, Prüfsystem | Zielgröße für Fehlerprognosen, optische Prüfung | Bezug jedes Urteils zu Teil oder Charge, nachträgliche Korrekturen. |
| InstandhaltungsereignisseAusfall, Ursache, Maßnahme | Instandhaltungssystem (CMMS) | Predictive Maintenance, Restlebensdauer | Anlagen-ID wie im MES, dokumentierte Ursache, Zeitpunkt. Mehr: Predictive Maintenance im MES. |
| Material und WerkzeugVerbrauch, Standzeit, Los | Lager, Werkzeugverwaltung, MES | Verschleißprognose, Verbrauchsprognose | Zuordnung zum Auftrag, einheitliche IDs über alle Systeme. |
| Personal und QualifikationAnmeldung, Schicht, Einsatz | BDE, Schichtmodell, Zeitwirtschaft | Personaleinsatzplanung, Assistenzfunktionen | Personenbezug und Mitbestimmung, siehe Betriebsrat und MES. |
Einschätzung von Find-Your-MES. Zur Semantik: Die Revision von ISA-95 Teil 1 (ANSI/ISA-95.00.01-2025, ISA, 10.04.2025) betont laut ISA gemeinsame Ontologien und semantische Modelle sowie standardisierte Integrationsschnittstellen (isa.org, abgerufen am 04.11.2026). Einführung: ISA-95 erklärt. Anbieter finden Sie unter MES Anbieter und im MES-Katalog.
Wie messen Sie,
ob Ihre Daten gut genug sind?
Gut genug heißt: besser als eine vorher festgelegte Schwelle. Die Schwellen setzen Sie je Anwendungsfall selbst. Als Orientierung dient Art. 10 Abs. 3 der KI-Verordnung: Trainings-, Validierungs- und Testdaten von Hochrisiko-Systemen sollen relevant, hinreichend repräsentativ und, soweit möglich, fehlerfrei und im Hinblick auf den Zweck vollständig sein. Für die meisten MES-Anwendungen gilt das nicht unmittelbar, taugt aber als Prüfraster.
| Maß | Leitfrage | Messgröße (Beispiel) | Nachweis im System |
|---|---|---|---|
| Vollständigkeitfehlen Daten? | Wie viel Zeit liegt ohne Signal, obwohl die Maschine geplant lief? | Summe der Lücken ab einer Mindestdauer geteilt durch geplante Belegungszeit | Lückenbericht je Maschine und Schicht |
| Eindeutigkeitpassen die Schlüssel? | Lässt sich jedes Ereignis genau einem Auftrag und einer Maschine zuordnen? | Anzahl Ereignisse mit gültiger Auftrags-ID und Maschinen-ID geteilt durch alle Ereignisse, dazu Doppelte | Abfrage auf Ereignisse ohne Auftrag, Liste der Duplikate |
| Aktualitätwie schnell? | Wie viel Zeit vergeht zwischen Ereignis und Eintrag im MES? | Eingangszeit minus Ereigniszeit je Datensatz, Median und größter Wert | Beide Zeitstempel je Datensatz im Export |
| Zeitkonsistenzdieselbe Uhr? | Stimmen die Uhren von Steuerung, MES, Prüfmittel und Instandhaltung überein? | Versatz zwischen Maschinen- und MES-Zeit für dasselbe Ereignis in Sekunden | Vergleich eines Testsignals, Konfiguration der Zeitsynchronisation |
| Richtigkeitplausibel? | Liegen Werte im physikalisch möglichen Bereich, stimmen Summen? | Anteil Werte außerhalb des plausiblen Bereichs, Abweichung von Gut plus Schlecht zur Gesamtmenge | Plausibilitätsregeln im MES, Abweichungsliste |
| Repräsentativitätdeckt es den Betrieb ab? | Enthält der Zeitraum alle Produkte, Schichten und Maschinen, für die das Modell gelten soll? | Verteilung von Produkt, Schicht und Maschine im Trainingszeitraum gegenüber dem Plan, Zahl der Ereignisse je Zielklasse | Auswertung nach Produkt und Schicht, Liste ausgeschlossener Zeiträume |
| Label-Gütestimmt die Zielgröße? | Ist das Urteil gut oder schlecht eindeutig und unverändert? | Anteil der Labels, die nach der Erstbuchung geändert wurden, Anteil pauschaler Nachbuchungen | Änderungsprotokoll mit Originalwert, Benutzer und Zeitpunkt |
Maße und Formeln sind eine Einschätzung von Find-Your-MES, die Schwellen legen Sie fest. Quelle zu Art. 10 und Geltungsbeginn: KI-Verordnung (EU) 2024/1689 in der konsolidierten Fassung, AI Act Service Desk der Europäischen Kommission, ai-act-service-desk.ec.europa.eu, Art. 10 und Art. 113, abgerufen am 04.11.2026. Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme gelten ab 02.12.2027 (Anhang III) und ab 02.08.2028 (Anhang I). Rechtsfragen: KI Recht Fertigung. Ersetzt keine Rechtsberatung.
Auf welchem Weg kommen die Daten
von der Maschine zur KI?
Der Weg entscheidet über Zeitstempel, Kontext und Austauschbarkeit. Vier Wege kommen vor, oft nebeneinander. Vertiefung: OPC UA im MES, MQTT und Sparkplug im MES, Maschinenanbindung und Retrofit.
OPC UA, Maschinenprofile und IPC-CFX
- OPC UA ist laut OPC Foundation eine plattformunabhängige Architektur mit Informationsmodellen und über 150 Companion Specifications
- OPC UA for Machinery liefert laut OPC Foundation Bausteine für Identifikation und Maschinenstatus als Grundlage für Kennzahlen, koordiniert vom VDMA
- IPC-CFX (IPC-2591, Version 2.1 vom 01.06.2026) definiert laut IPC eine einheitliche Sprache zwischen Maschinen und Geschäftssystemen, vor allem in der Elektronik
MQTT, Sparkplug und Unified Namespace
- MQTT 5.0 ist ein OASIS-Standard (Stand 25.12.2017) für Publish/Subscribe in M2M- und IoT-Umgebungen
- Sparkplug 3.0 ergänzt laut Eclipse Working Group Geburts- und Todesmeldungen, damit Abonnenten die Gültigkeit der Daten beurteilen können
- Der Unified Namespace ist ein Architekturmuster, keine Norm: Unified Namespace im MES
API, Export und Datenmodell
- Für Modelle zählt der Zugriff auf Rohdaten mit Kontext, nicht nur auf Berichte
- MPDV nennt für die mApp zur Rüstzeitprognose historische Auftragsdaten und Daten der Virtual Production Reality (laut Hersteller)
- Offene Schnittstellen und Ausstieg: MES API, Exit und Datenhoheit
Wo das Modell rechnet
- Edge nahe der Maschine, wenn Antwortzeit oder Netzausfall zählen: Edge Computing im MES
- Im MES als Funktion des Anbieters, dann liegen Daten und Modell im Betriebsmodell des MES
- Auf einer Datenplattform neben dem MES, dann entscheiden Export und Datenmodell über den Aufwand
Abruf 04.11.2026: OPC Foundation (opcfoundation.org), IPC (electronics.org, dinmedia.de), OASIS (oasis-open.org), Eclipse Sparkplug (sparkplug.eclipse.org), MPDV (asia.mpdv.com). Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr.
Wie prüfen Sie Ihre Daten
in sechs Schritten?
Der Audit liefert eine Ja-Nein-Entscheidung je Anwendungsfall und entscheidet, ob ein KI-Projekt sinnvoll beginnt. Die Pilotlogik beschreibt KI Pilot MES.
Anwendungsfall und Zielgröße festlegen
Wählen Sie einen Fall aus der Datenlandkarte und schreiben Sie auf, welche Größe vorhergesagt wird und wer auf das Ergebnis reagiert.
Datenobjekte und Quellsysteme benennen
Listen Sie jedes benötigte Datenobjekt mit Quellsystem, Verantwortlichem und Erfassungsweg. Lücken sind der erste Befund.
Prüfzeitraum wählen
Nehmen Sie einen zusammenhängenden Zeitraum mit allen relevanten Produkten und Schichten und schließen Sie Umbauten ausdrücklich aus.
Sieben Maße messen
Rechnen Sie die Formeln auf dem Export und halten Sie je Maß Wert, Schwelle und Ergebnis fest.
Ursachen an der Quelle klären
Fragen Sie bei jeder Abweichung, wo sie entsteht: Sensor, Steuerung, Terminal, Schnittstelle oder Stammdatenpflege.
Entscheiden und nachmessen
Starten, erst beheben oder zurückstellen. Nach der Behebung messen Sie erneut mit demselben Verfahren.
Vorgehen von Find-Your-MES. Methodik der Bewertung in Demos: MES Demos bewerten. Reifegrad der Gesamtlandschaft: MES Reifegrad.
Was kostet die Datenbereinigung,
und wie rechnen Sie es?
Der Aufwand entsteht nicht im Modell, sondern in der Nacharbeit an den Daten. Das Rechenbeispiel von Find-Your-MES zeigt die Logik mit frei gewählten Annahmen, es ist keine Preisangabe und kein Marktwert. Ersetzen Sie jede Annahme durch Ihre eigene Messung aus dem Datenaudit. Formel je Zeile: Aufwand in Stunden = Anzahl × Anteil × Minuten je Fall ÷ 60, Kosten = Stunden × Stundensatz.
| Position | Annahme (frei gewählt) | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Stillstände nachklassifizierenohne oder mit Sammelgrund | 4.800 Stillstandsereignisse im Prüfzeitraum, davon 35 % ohne Grund, 2 Minuten je Fall | 4.800 × 0,35 = 1.680 Fälle; 1.680 × 2 ÷ 60 | 56 Stunden |
| Zeitstempel abgleichensechs Maschinen | 6 Maschinen, 4 Stunden je Maschine für Test und Korrektur | 6 × 4 | 24 Stunden |
| Stammdaten korrigierenArbeitsgänge | 900 Arbeitsgänge, davon 12 % fehlerhaft, 5 Minuten je Fall | 900 × 0,12 = 108 Fälle; 108 × 5 ÷ 60 | 9 Stunden |
| Summe StundenAufwand der Bereinigung | Summe der drei Positionen | 56 + 24 + 9 | 89 Stunden |
| Kostenbei angenommenem Stundensatz | 65 € je Stunde, Betrag aus Ihrer Kalkulation einsetzen | 89 × 65 € | 5.785 € |
Rechenbeispiel von Find-Your-MES: frei gewählte Annahme zur Rechenlogik, keine Preisangabe und kein Marktwert. Nicht enthalten sind Sensorik, Lizenzen, Schnittstellen und Modellentwicklung. Preisbestandteile eines MES: MES Kosten und TCO Rechner MES.
Acht Testfälle,
die Ihr MES in der Demo bestehen muss.
Senden Sie die Fälle vor der Demo mit einem Datenausschnitt und der Maschinenliste. Bewerten Sie nur, was live gezeigt wird. Verfahren: MES Demos bewerten, Anbieterfragen: KI Fragen MES Anbieter.
| Testfall | Aufbau und erwartetes Verhalten | Nachweis, den Sie verlangen | Warnsignal |
|---|---|---|---|
| 1 · Stillstand ohne GrundTerminal und Auswertung | Eine Maschine steht, niemand wählt einen Grund. Das System fragt nach und weist den Fall auswertbar aus. | Bericht der Stillstände ohne Grund mit Anteil je Schicht | Unbekannte Stillstände verschwinden in einem Sammelgrund. |
| 2 · Zeitstempel an der QuelleLatenz | Ein Signal wird an der Maschine ausgelöst. Das MES speichert Ereigniszeit und Eingangszeit getrennt. | Datensatz mit beiden Zeitstempeln, gemessener Versatz in Sekunden | Nur ein Zeitstempel, vom MES beim Eingang gesetzt. |
| 3 · Nachbuchung mit OriginalÄnderungsprotokoll | Die Gutmenge eines abgeschlossenen Auftrags wird geändert. Das System behält den Originalwert mit Benutzer und Zeitpunkt. | Protokollauszug mit Alt- und Neuwert, Export für den Zeitraum | Der alte Wert ist überschrieben und nicht mehr abrufbar. |
| 4 · NetzausfallPufferung | Die Verbindung zur Maschine fällt kurz aus. Danach fehlen keine Ereignisse und es entstehen keine Doppelten. | Vergleich der Zählerstände vor und nach dem Ausfall, Lückenbericht | Lücken ohne Hinweis oder doppelte Zählwerte. |
| 5 · AuftragswechselZuordnung | Ein Auftrag endet, ein neuer beginnt bei laufender Maschine. Ereignisse landen beim richtigen Auftrag. | Ereignisliste mit Auftrags-ID rund um den Wechsel | Ereignisse ohne Auftrag oder beim falschen Auftrag. |
| 6 · Änderung der Soll-TaktzeitStammdaten | Die Soll-Taktzeit eines Arbeitsgangs ändert sich. Frühere Aufträge behalten den damals gültigen Wert. | Auswertung desselben Arbeitsgangs vor und nach der Änderung mit Versionsstand | Die Historie rechnet rückwirkend mit dem neuen Wert. |
| 7 · Export von zwölf MonatenZugriff auf Rohdaten | Sie fordern Ereignisse mit Kontext für zwölf Monate an, ohne Hilfe des Herstellers, in dokumentiertem Format. | Exportdatei, Dokumentation des Datenmodells, benötigte Zeit | Nur Berichte als PDF oder Export nur durch den Hersteller. |
| 8 · Sicht ohne PersonenbezugPseudonymisierung | Der Export enthält keine Klarnamen oder Personalnummern, nur eine Pseudonym-ID, die nur befugte Stellen auflösen. | Exportsicht mit Rechtekonzept, Beschreibung der Auflösung | Personalnummer steht in jedem Datensatz des Exports. |
Vorschlag von Find-Your-MES. Personenbezug und Mitbestimmung: BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6 (technische Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen) und BDSG § 26 Abs. 6 (Beteiligungsrechte der Interessenvertretungen bleiben unberührt), gesetze-im-internet.de, abgerufen am 04.11.2026. Vertiefung: Betriebsvereinbarung MES. Ersetzt keine Rechtsberatung.
Wem gehören Daten und Modell,
und wo laufen sie?
Beim Training entsteht neben Ihren Rohdaten ein zweites Gut. Die sechs Punkte gehören vor der Beauftragung in den Vertrag. Sie sind eine Einschätzung von Find-Your-MES.
Eigenes Haus, Edge, Cloud oder externes Modell
Lassen Sie sich den Datenfluss je Funktion zeigen.
- Wo werden Rohdaten gespeichert, wo wird gerechnet, verlassen Daten bei externen Sprachmodellen das Haus?
- Funktioniert die Funktion bei Ausfall der Internetverbindung?
Wer darf Ihre Daten verwenden?
Die Antwort muss schriftlich im Vertrag stehen.
- Darf der Anbieter Ihre Daten oder abgeleitete Modelle für andere Kunden nutzen?
- Wie lange werden Daten nach Vertragsende gespeichert?
Rohdaten, Modell, Software
Trennen Sie die drei Güter im Vertrag.
- Bleibt das Modell nach Vertragsende nutzbar oder exportierbar?
- Wer trägt Pflege und Nachtraining zu welchen Bedingungen?
Beschäftigtendaten
Personalnummer, Anmeldung und Schichtdaten sind personenbezogen.
- Zweck und Rechtsgrundlage vor der Nutzung festhalten, Betriebsrat früh einbinden (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG)
- Pseudonymisierte Sicht für Trainingsdaten vorsehen, siehe Betriebsrat und MES
Data Act
Der Data Act ist laut Europäischer Kommission seit dem 12.09.2025 anwendbar.
- Nutzer vernetzter Produkte erhalten laut Kommission Zugang zu den Daten, die bei der Nutzung entstehen
- Pflichtenmatrix: MES Datenpflichten
Exit mit Kontext
Rohdaten ohne Kontext helfen beim Wechsel wenig.
- Export von Ereignissen mit Auftrags-, Chargen- und Maschinenbezug samt Datenmodell
- Vorgehen beim Wechsel: MES wechseln und Migration
Quellen: Europäische Kommission, digital-strategy.ec.europa.eu, Seite zum Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854), abgerufen am 04.11.2026. Gesetzestexte: BetrVG § 87 und BDSG § 26, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 04.11.2026. Ersetzt keine Rechtsberatung.
Sechs Fehler
bei der Datenvorbereitung für KI.
Die Fehler stammen aus der Logik der Datenkette. Jeder lässt sich mit den Testfällen vorab prüfen.
Sammeln ohne Zielgröße
- Ein Datensee ohne dokumentierte Ereignisse liefert keine Labels
- Legen Sie erst die Zielgröße fest, dann die Quellen
Zeitstempel beim Eingang statt an der Quelle
- Netzverzögerungen verschieben Ursache und Wirkung
- Prüfen Sie Testfall 2 vor dem Training
Historie rechnet mit neuen Werten
- Geänderte Soll-Taktzeiten verfälschen Vergleiche rückwirkend
- Verlangen Sie Versionsstände und Gültigkeitszeiträume
Nachbuchung löscht den Erstwert
- Ein Modell lernt dann aus geglätteten statt aus erfassten Werten
- Das Änderungsprotokoll ist Teil der Datenbasis
Der Fehler entsteht weiter
- Wer Daten im Notebook bereinigt, behebt die Quelle nicht
- Die nächste Charge bringt dieselben Lücken
Mitbestimmung nach dem Pilot klären
- Ein Pilot mit Beschäftigtendaten kann vor Beginn mitbestimmungspflichtig sein
- Rechtsfragen: KI Recht Fertigung
Einschätzung von Find-Your-MES. Weitere Fehlerbilder bei Piloten: KI Pilot MES. Ob eine Funktion hält, was sie verspricht, ordnet KI im MES Hype Check ein.
Häufige Fragen zu Daten für KI
direkt beantwortet.
Welche Daten braucht KI in der Fertigung mindestens?
KI braucht Ereignisse mit Kontext: Zeitpunkt, Maschine, Auftrag und Ergebnis, eindeutig zugeordnet. Je nach Anwendungsfall kommen Prozessparameter, Stillstandsgründe, Prüfurteile oder Instandhaltungsereignisse hinzu. Eine feste Mindestmenge gibt es nicht, entscheidend ist die Zahl der Ereignisse der Zielklasse in einem zusammenhängenden Zeitraum. Prüfen Sie zuerst die Datenlandkarte für Ihren Fall. Die Gesamtbewertung steht im KI im MES Leitfaden, die Datenschritte unter KI im MES. Fehlt eines dieser Elemente, muss das Modell raten, auch wenn die Datenmenge groß ist.
Was liefert ein MES an Daten für KI, und was nicht?
Ein MES liefert Maschinenzustände, Zählwerte, Rückmeldungen, Auftrags-, Chargen- und Seriennummernbezug sowie Stammdaten, jeweils mit Zeitbezug. Es liefert nicht von selbst hochfrequente Sensordaten, Bilder, Instandhaltungsereignisse aus getrennten Systemen oder eindeutige Zielgrößen, wenn Fehler uneinheitlich gebucht werden. Welche Funktionen im Einzelfall vorhanden sind, zeigt die Demo. Anbieter mit Datenerfassung finden Sie unter MES Anbieter und in der Übersicht MDE und BDE Software. Ein Betrieb sollte diese Grenzen vor der Auswahl kennen, damit die KI-Funktion nicht an der Datenlage scheitert.
Reicht die Maschinendatenerfassung allein für KI?
Maschinendaten allein reichen für KI selten aus, weil Menge, Grund und Auftragsbezug aus der Betriebsdatenerfassung stammen. Die MDE sagt, dass eine Maschine steht, die BDE oder das Terminal sagt in der Regel, warum. Für Anomalieerkennung auf Sensordaten genügt oft die MDE, für Ausschuss- und Stillstandsprognosen brauchen Sie beide Ströme mit gemeinsamem Auftragsbezug. Der Unterschied ist unter MDE und BDE im MES erklärt. Wer beide Ströme zusammenführen will, sollte schon im Lastenheft den gemeinsamen Schlüssel festlegen.
Wie viele Daten und wie viel Historie brauche ich?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, denn sie hängt vom Verfahren und der Seltenheit der Ereignisse ab. Ein Prognosemodell braucht ausreichend Ereignisse der Zielklasse, eine Anomalieerkennung braucht eine nachweislich störungsfreie Referenzperiode, eine Regel braucht gar keine Historie. Fragen Sie den Anbieter nach der Mindestzahl an Ereignissen je Fehlerbild und vereinbaren Sie eine Datenvorprüfung vor der Beauftragung. Die Verfahren ordnet KI im MES ein. Ohne diese Vorprüfung lässt sich der Aufwand nicht belastbar kalkulieren.
Wie prüfe ich die Qualität meiner Produktionsdaten?
Messen Sie sieben Maße auf einem Export: Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Aktualität, Zeitkonsistenz, Richtigkeit, Repräsentativität und Label-Güte. Legen Sie die Schwellen je Anwendungsfall vorher fest und halten Sie Wert, Schwelle und Ergebnis schriftlich fest. Beheben Sie Abweichungen an der Quelle und messen Sie erneut. Das Vorgehen in sechs Schritten steht im Abschnitt Datenaudit, die Bewertung in der Demo unter MES Demos bewerten. Wiederholen Sie die Messung vor jedem Rollout auf weitere Linien.
Wie genau müssen Zeitstempel sein?
Zeitstempel müssen so genau sein, dass Ursache und Wirkung in der richtigen Reihenfolge stehen, und das hängt vom Takt Ihres Prozesses ab. Bei Prozessen im Sekundentakt zählen Abweichungen von Sekunden, bei langsamen Chargen Minuten. Die Zeitprotokoll-Spezifikation NTP Version 4 (RFC 5905, IETF, Juni 2010) nennt für schnelle lokale Netze typische Abweichungen von einigen hundert Mikrosekunden. Größere Versätze entstehen daher meist durch fehlende Synchronisation oder durch Stempel beim Eingang statt an der Quelle. Prüfen Sie das mit Testfall 2 in der Demo.
Brauche ich einen Unified Namespace für KI?
Ein Unified Namespace ist keine Voraussetzung für KI. Er ist ein Architekturmuster auf Basis von MQTT und Sparkplug, keine Norm. Er kann den Datenzugriff vereinfachen, wenn viele Systeme dieselben Daten nutzen. Entscheidend bleibt, ob die Daten Kontext wie Auftrag, Charge und Maschine tragen und ob die Qualität stimmt. Ohne diese Basis liefert auch ein Broker nur schnellere schlechte Daten. Einordnung unter Unified Namespace im MES. Planen Sie ihn erst, wenn mehrere Systeme dieselben Daten brauchen.
OPC UA, MQTT oder IPC-CFX: was passt wofür?
OPC UA passt für den Zugriff auf Maschinen mit Informationsmodell, MQTT mit Sparkplug für Publish/Subscribe zwischen vielen Teilnehmern, IPC-CFX für die Elektronikfertigung mit standardisierten Ereignissen. Laut OPC Foundation gibt es über 150 Companion Specifications, MQTT 5.0 ist ein OASIS-Standard, IPC-2591 CFX liegt in Version 2.1 vom 01.06.2026 vor. Welche Ihrer Maschinen was sprechen, klären Sie vor der Auswahl. Details: OPC UA im MES und MQTT und Sparkplug im MES. Für gemischte Maschinenparks ist meist mehr als ein Weg nötig.
Wem gehören meine Daten und das trainierte Modell?
Rohdaten, trainiertes Modell und ausführende Software sind drei verschiedene Güter, und der Vertrag muss sie getrennt regeln. Klären Sie schriftlich, ob der Anbieter Ihre Daten oder abgeleitete Modelle für andere Kunden nutzen darf, was bei Vertragsende mit dem Modell geschieht und ob Sie es exportieren können. Der Data Act gilt laut Europäischer Kommission seit dem 12.09.2025 und stärkt den Datenzugang. Vertragsfragen: MES API, Exit und Datenhoheit. Lassen Sie diese Regelung vor dem Pilot unterschreiben, nicht danach.
Darf ich Beschäftigtendaten für KI nutzen?
Personenbezogene Beschäftigtendaten dürfen nur unter den Voraussetzungen des Datenschutzrechts verarbeitet werden, und der Betriebsrat hat bei Einrichtungen zur Überwachung von Verhalten oder Leistung ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. § 26 Abs. 6 BDSG stellt klar, dass die Beteiligungsrechte unberührt bleiben. Nutzen Sie pseudonymisierte Daten und binden Sie den Betriebsrat vor dem Pilot ein. Das ersetzt keine Rechtsberatung. Mehr unter Betriebsrat und MES. Fragen Sie außerdem, welche Daten wirklich personenbezogen sind und ob Pseudonyme genügen.
Gilt die KI-Verordnung für meine Trainingsdaten?
Art. 10 der KI-Verordnung stellt Anforderungen an Trainings-, Validierungs- und Testdaten, gilt aber für Hochrisiko-KI-Systeme. Die Pflichten für Systeme nach Anhang III gelten ab 02.12.2027, für Systeme nach Anhang I ab 02.08.2028. Ob eine MES-Anwendung hochriskant ist, hängt vom Einsatz ab, etwa bei Entscheidungen über Beschäftigte oder bei Sicherheitsfunktionen. Prüfen Sie das im Einzelfall, die Übersicht gibt KI Recht Fertigung. Das ersetzt keine Rechtsberatung. Dokumentieren Sie die Einstufung, auch wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass Hochrisiko nicht vorliegt.
Was kostet die Datenbereinigung vor einem KI-Projekt?
Die Kosten folgen der Rechenlogik Anzahl mal Anteil mal Minuten je Fall, geteilt durch 60, mal Stundensatz, und Sie müssen jede Größe aus eigener Messung einsetzen. Im Rechenbeispiel von Find-Your-MES ergeben frei gewählte Annahmen 89 Stunden und 5.785 Euro, das ist weder Preisangabe noch Marktwert. Sensorik, Lizenzen und Modellentwicklung kommen hinzu. Die Preisbestandteile eines MES finden Sie unter MES Kosten, einen Rechner unter TCO Rechner MES. Ergebnis und Annahmen gehören in Ihre Kalkulation, nicht in den Vergleich zwischen Anbietern.
Was sagen MES-Anbieter zur Datenbasis ihrer KI-Funktionen?
Anbieter beschreiben die Datenbasis unterschiedlich konkret. MPDV nennt für die mApp zur Rüstzeitprognose historische Auftragsdaten und die Daten der Virtual Production Reality (asia.mpdv.com, abgerufen am 04.11.2026), Aegis beschreibt, dass jedes eingehende Signal dem Produkt, Prozess, Material und Bediener zugeordnet wird (aiscorp.com, abgerufen am 04.11.2026). Beides sind Herstellerangaben ohne Gewähr. Fragen Sie jeden Anbieter nach Mindestdaten, Aufbereitungsaufwand und Referenz, siehe KI Fragen MES Anbieter. Verlangen Sie die Angaben schriftlich und prüfen Sie sie mit den Testfällen in der Demo.
Quellen und
Abrufdatum.
Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Erste Quelle ist die Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-MES (Sectorlens GmbH), dazu die folgenden Primärquellen, abgerufen am 04.11.2026.
| Quelle | Domain | Stand der Quelle |
|---|---|---|
| Bitkom, Industrie 4.0 und KI | bitkom.org | 14.04.2026 |
| Bitkom, digitale Zwillinge | bitkom.org | 05.05.2026 |
| KI-Verordnung Art. 10 und Art. 113 | ai-act-service-desk.ec.europa.eu | konsolidiert 27.07.2026 |
| OPC UA und OPC UA for Machinery | opcfoundation.org | ohne Datum |
| MQTT Version 5.0 | oasis-open.org | 25.12.2017 |
| Sparkplug | sparkplug.eclipse.org | Version 3.0 |
| IPC-2591 CFX | electronics.org, dinmedia.de | Version 2.1 vom 01.06.2026 |
| ISA-95 Teil 1 | isa.org | 10.04.2025 |
| NTP Version 4, RFC 5905 | rfc-editor.org | Juni 2010 |
| Data Act | digital-strategy.ec.europa.eu | anwendbar seit 12.09.2025 |
| BetrVG § 87 und BDSG § 26 | gesetze-im-internet.de | geltende Fassung |
| MPDV mApp Rüstzeitprognose | asia.mpdv.com | ohne Datum |
| Aegis Connectivity IIoT (Herstellerangabe) | aiscorp.com | ohne Datum |
Eigene Einschätzungen, Formeln und Rechenbeispiele sind als Einschätzung oder Rechenbeispiel von Find-Your-MES gekennzeichnet. Ersetzt keine Rechtsberatung.
Welches MES liefert
die Daten für Ihre KI?
Aus über 110 MES-Systemen im Katalog und über 80 Merkmalen entsteht in rund 6 Minuten eine begründete Shortlist. Im MES Selection Portal, dem Werkzeug für die Softwareauswahl, sammeln Sie danach Anforderungen wie Zeitstempel an der Quelle, Änderungsprotokoll und Datenexport, erhalten eine begründete Shortlist, planen Demos und Vertrag und halten alles nachvollziehbar dokumentiert fest.