Anbieterwechsel · Fit-Analyse · Provisionsfrei

iTAC Alternative: welche MES-Anbieter bei welcher Anforderung näher am Anwendungsfall liegen

Wer nach einer iTAC Alternative sucht, will meistens keine Abrechnung mit dem Anbieter, sondern eine Antwort auf eine sachliche Frage: Passt die iTAC.MOM.Suite noch zu dem, was die Fertigung heute braucht, oder wiegt der Konzernkontext schwerer als der Funktionsumfang? Diese Seite bewertet deshalb nicht, welches Manufacturing Execution System (MES) besser ist. Sie ordnet acht konkrete Anforderungsprofile aus dem DACH-Raum den Anbietern zu, deren öffentlich dokumentierter Funktionsumfang dem jeweiligen Anwendungsfall am nächsten kommt.

iTAC Software AG (MES/MOM-Hersteller mit Sitz in Montabaur, Rheinland-Pfalz, gegründet 1998 als Ausgründung aus der Bosch-Telekommunikationssparte, seit dem Closing am 3. Dezember 2015 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Maschinen- und Anlagenbaukonzerns Dürr AG, Kernprodukt iTAC.MOM.Suite, Herstellerangabe Stand 2026) positioniert sich mit historischem Schwerpunkt auf Traceability in der diskreten Fertigung, vor allem Automotive und Elektronik. Genau deshalb ist die Frage nach einer Alternative selten eine Frage nach Qualität und fast immer eine Frage nach Zuschnitt: Branche, Betriebsmodell, Unternehmensgröße und die gewünschte Eigentümerstruktur des Anbieters. Das vollständige Herstellerprofil steht auf unserer Seite iTAC Software im Profil.

Sectorlens erhält keine Provision von MES-Anbietern. Diese Seite verkauft kein Ranking und kein bezahltes Listing, sondern eine Zuordnung von Anforderung zu dokumentiertem Funktionsumfang.

1998
Gründung als Spin-off der Bosch-Telekommunikationssparte, Montabaur (Quelle: Dürr-Pressemitteilung, 4.12.2015)
2015
Closing der 100-%-Übernahme durch die Dürr AG, seither eigenständige Tochtergesellschaft (Quelle: Dürr-Pressemitteilung, 4.12.2015)
8
Anforderungsprofile, bei denen ein anderer Anbieter nach Herstellerdokumentation näher am Anwendungsfall liegt
0 €
Provision, die Sectorlens von MES-Anbietern erhält. Kein bezahltes Listing, kein Ranking gegen Gebühr
iTAC Alternative Alternative zu iTAC iTAC MOM Suite Alternative MES statt iTAC iTAC Konkurrenz iTAC Vergleich Anbieter Stand August 2026
Fairness zuerst

Wofür iTAC nach Herstellerdokumentation ausgelegt ist
und wann Bleiben die richtige Entscheidung ist

Eine Alternativenseite, die den bestehenden Anbieter nur schlechtredet, ist für eine Investitionsentscheidung wertlos. Deshalb steht am Anfang die andere Richtung: Für welche Profile deckt iTAC den Anwendungsfall nach eigener Produktdokumentation bereits ab? Wenn Sie sich in einer dieser drei Karten wiederfinden, ist die ehrlichste Antwort dieser Seite, dass ein Wechsel Ihr Problem vermutlich nicht löst.

Profil 01

Elektronik- und EMS-Fertigung mit Traceability-Anspruch

Traceability ist die historische Kernkompetenz von iTAC: Das Unternehmen positionierte sich in den ersten 25 Jahren seiner Geschichte laut eigener Darstellung primär als Traceability-Spezialist für diskrete Fertigungsprozesse, mit Process Interlocking gegen fehlerhafte Bauteile vor dem nächsten Arbeitsschritt.

Mit der 2021 vollständig übernommenen Cogiscan Inc. aus Bromont, Kanada, verfügt iTAC über einen Verbundpartner, der auf Maschinenkonnektivität in der Elektronikfertigung spezialisiert ist. Elektromobilität, Elektronik und Telekommunikation nennt iTAC ausdrücklich als Zielbranchen.

  • Traceability und Process Interlocking als dokumentierter Kernbaustein
  • Cogiscan im Verbund für SMT-Linienkonnektivität
  • Zertifiziert nach ISO 9001:2015 und ISO/IEC 27001:2017
Profil 02

Automotive-Zulieferer mit Konzern-Rückhalt

iTAC ist seit dem Closing am 3. Dezember 2015 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Dürr AG, eines weltweit tätigen Maschinen- und Anlagenbaukonzerns mit Schwerpunkt Automobilindustrie. Wer für die eigene Lieferkette einen Anbieter mit Konzern-Absicherung im Rücken sucht, findet hier eine dokumentierte Struktur.

Zusätzlich hat iTAC ein TISAX-Assessment nach dem VDA-ISA-Fragenkatalog der deutschen Automobilindustrie durchlaufen, geprüft durch die DQS GmbH. Das globale Vertriebs- und Servicenetzwerk läuft über Dürr-Landesgesellschaften.

  • 100-%-Tochter der Dürr AG, eigener Vorstand
  • TISAX-Assessment nach VDA ISA, Audit DQS GmbH
  • Zugang zu Dürr-Landesgesellschaften in zwölf Ländern
Profil 03

Multi-Site-Rollout mit modularer Microservices-Architektur

Zum 25-jährigen Bestehen 2023 benannte iTAC die frühere iTAC.MES.Suite in iTAC.MOM.Suite um und stellte die Architektur auf Microservices um, um Funktionen bedarfsgerecht je Werk bereitstellen zu können. Ergänzt wird das Portfolio um die iTAC.MA.Suite für Analysen auf Maschinen-, Linien- und Fabrikebene.

Für standardisierte Rollouts über mehrere Länder hinweg ist diese Kombination aus internationaler Konzernstruktur und modularer Software ein dokumentiertes Argument.

  • Microservices-Architektur seit 2023
  • On-Premises, Cloud oder hybrider Betrieb
  • Zwölf Standorte weltweit inklusive Konzernvertretungen

Der wichtigste Befund dieser Recherche: Die DUALIS GmbH IT Solution aus Dresden (übernommen zum 2. Dezember 2016, APS-Technologie) und die Cogiscan Inc. aus Kanada (vollständig übernommen 2021, Maschinenkonnektivität) sind keine unabhängigen Alternativen zu iTAC mehr, sondern Teil des iTAC-Verbunds und innerhalb der Dürr-Gruppe der virtuellen Organisation „Digital Factory" zugeordnet (Herstellerangabe, Stand August 2026). Wer DUALIS oder Cogiscan als eigenständigen Gegenkandidaten auf eine Shortlist setzt, vergleicht iTAC mit iTAC. Prüfen Sie bei jedem Kandidaten die aktuelle Eigentümerstruktur, bevor Sie ihn in ein Auswahlverfahren aufnehmen.

Die Kernfrage dieser Seite

Acht Anforderungsprofile
und welcher Anbieter jeweils näher liegt

Gelesen wird die Tabelle nach dem Muster: Wenn Ihre Anforderung X ist, dann liegt Anbieter Y näher am Anwendungsfall, weil Z. Kein Anbieter in der Spalte rechts ist deshalb besser als iTAC. Er hat lediglich einen anderen dokumentierten Schwerpunkt oder eine andere Eigentümerstruktur, die bei genau diesem Profil zu weniger Anpassungsaufwand oder mehr Passung führt. Die vierte Spalte enthält jeweils die eine Frage, mit der Sie die Passung im Anbietergespräch in wenigen Minuten klären.

Anforderungsprofil Was dieses Profil besonders macht Wo der dokumentierte Schwerpunkt näher liegt Prüffrage, die die Passung klärt
Eigentümergeführter Anbieter ohne Konzernbindung Struktur Wunsch nach einem durchgängigen Ansprechpartner ohne wechselnde Konzernstrategie. Vertragspartner soll das Unternehmen selbst sein, nicht eine Landesgesellschaft eines internationalen Industriekonzerns. MPDV aus Mosbach ist nach Herstellerangabe ein eigenfinanziertes Familienunternehmen. FORCAM ENISCO, PROXIA und gbo datacomp treten ebenfalls ohne dokumentierte Konzernmutter auf. iTAC ist seit 2015 100-%-Tochter der Dürr AG. Wer ist im Streitfall mein Vertragspartner, die iTAC Software AG oder eine Dürr-Landesgesellschaft, und wie ist das im Vertrag geregelt?
Rezepturbasierte Prozessfertigung mit Batch Record Prozess Variable Rohstoffe, Chargen statt Stückzahlen, Rezepturversionen, Master Batch Record und elektronische Chargendokumentation. Freigaben laufen über Batch Record Review, nicht über Stückgutrückmeldung. MPDV führt mit HYDRA X for Process eine eigene Prozesslinie mit MBR, EBR und FDA 21 CFR Part 11 (Herstellerangabe). Siemens Opcenter und Körber Werum PAS-X decken Prozess- beziehungsweise Pharma-Chargenfertigung mit eigenem Branchenfokus ab. iTAC nennt keinen dokumentierten Schwerpunkt auf Rezepturverwaltung. Zeigen Sie mir eine Rezepturänderung mit Versionierung, Freigabe-Workflow und Audit-Trail live im Standard, ohne Customizing.
Halbleiterfertigung mit SECS/GEM Semiconductor Wafer- und Losverfolgung, Rezeptverwaltung auf Anlagenebene, Experimentsteuerung und Anlagenkommunikation nach SEMI-Standards. Ein eigener Systemtyp, kein Modul eines allgemeinen MES. Critical Manufacturing, seit 2018 Teil der ASMPT-Gruppe, nennt Semiconductor als Kernbranche und dokumentiert für das Modul Connect IoT Out-of-the-box-Unterstützung für SECS/GEM. Siemens Opcenter deckt Halbleiterprozesse ebenfalls im MOM-Portfolio ab. Ist SECS/GEM Bestandteil des Standardprodukts oder ein Projektbaustein, und welche Equipment-Typen sind bereits qualifiziert?
Enge PLM-Integration für die Produktentwicklung Engineering Engineering-Stücklisten und Änderungsmanagement sollen eng mit dem Product-Lifecycle-Management-System gekoppelt sein, nicht über eine nachgelagerte Schnittstelle. Siemens Opcenter ist Teil desselben Herstellerportfolios wie Teamcenter und dokumentiert eine entsprechende Integrationstiefe. iTAC nennt auf den eigenen Produktseiten keinen vergleichbaren PLM-Schwerpunkt. Welche PLM-Systeme sind mit welchem Datenaustausch zertifiziert angebunden, und wie aktuell ist die Referenzintegration?
Sehr kleiner Mittelstand unter fünfzig Mitarbeitenden Einstieg Kein eigenes IT-Team, kein Projektbüro, ein sichtbares Ergebnis in Wochen statt Quartalen, ein System, das eine Person nebenbei pflegen kann. FASTEC positioniert smartOEE ausdrücklich als MES Made Simple. gbo datacomp gibt über 250 Kunden und mehr als 100.000 angeschlossene Maschinen an. PROXIA und Industrie Informatik mit cronetwork adressieren den DACH-Mittelstand stufenweise. Was ist der kleinstmögliche Umfang, mit dem wir produktiv gehen können, und was kostet er in Jahr eins vollständig?
Zeitwirtschaft und MES aus einer Hand Personal Personalzeiterfassung, Zutrittskontrolle, Personaleinsatzplanung und Auftragszeiten sollen in einem System liegen, damit Buchungen nur einmal erfasst werden. GFOS führt GFOS.Workforce Management, GFOS.Smart Manufacturing und GFOS.Access Control als Produktlinien desselben Hauses. ISGUS bündelt in ZEUS Zeiterfassung, Zutrittskontrolle und Betriebsdatenerfassung. gbo datacomp führt PZBDE als kombiniertes Modul. Laufen Personalzeit und Auftragszeit auf einer Datenbank oder auf zwei Systemen mit Schnittstelle, und wer verantwortet den Abgleich?
Regulierte Pharmafertigung mit GxP-Validierungspaket Pharma CSV, FDA 21 CFR Part 11 und EU GMP Annex 11 als Kernanwendung, mit mitgeliefertem Validierungspaket für IQ, OQ und PQ statt Zusatzmodul. Körber Werum PAS-X, seit 2017 Teil der Körber-Gruppe, nennt Pharma und Biotech als Kernbranche mit dokumentiertem GAMP-5-Validierungsansatz. Siemens Opcenter deckt regulierte Prozessfertigung ebenfalls ab. Welches Validierungspaket liefern Sie mit, und wer erstellt IQ, OQ, PQ?
Offene Plattform mit hohem Eigenanteil Plattform Im Haus sitzen Automatisierungstechniker, die selbst konfigurieren, Skripte schreiben und Oberflächen bauen wollen. Gesucht wird ein Lizenzmodell ohne Nutzerzählung statt eines fertigen Standardprodukts. Sepasoft setzt seine MES Suite auf die Ignition-Plattform von Inductive Automation mit unbegrenzter Lizenzierung von Tags und Clients. Critical Manufacturing nennt eine offene, verteilte Plattformarchitektur als Merkmal. Wie viele eigene Personentage pro Jahr müssen wir für Konfiguration und Pflege dauerhaft einplanen, wenn wir selbst bauen?

Herstellerangaben, Stand August 2026; Sectorlens erhält keine Provision von MES-Anbietern. Begriffe wie MOM, SECS/GEM, Batch Record oder Traceability sind im MES-Glossar erklärt.

Der naheliegendste Vergleich

iTAC gegen MPDV
Konzern-Tochter gegen Familienunternehmen

MPDV Mikrolab GmbH (MES-Hersteller aus Mosbach, Baden-Württemberg, 530 Mitarbeitende, über 45 Jahre Projekterfahrung, eigenfinanziertes Familienunternehmen, Herstellerangabe Stand August 2026) ist der Anbieter, der in den acht Anforderungsprofilen oben am häufigsten auftaucht, weil beide Anbieter primär diskrete Fertigung mit Fokus auf Traceability beziehungsweise Maschinenanbindung adressieren. Die folgende Tabelle stellt beide direkt gegenüber, ausschließlich nach öffentlich dokumentiertem Funktionsumfang und Eigentümerstruktur, nicht nach Qualität.

Dimension iTAC (Herstellerangabe) MPDV (Herstellerangabe) Prüffrage im Anbietergespräch
Eigentümerstruktur Struktur 100-%-Tochter der Dürr AG seit Closing am 3. Dezember 2015, eigener Vorstand innerhalb des Konzerns. Eigenfinanziertes Familienunternehmen mit Sitz in Mosbach, keine Konzernmutter. Wer ist im Streitfall mein Vertragspartner, und wie ist das im Vertrag geregelt?
Gründung und Erfahrung 1998 als Ausgründung aus der Bosch-Telekommunikationssparte, Sitz Montabaur. Über 45 Jahre Projekterfahrung nach Herstellerangabe, Sitz Mosbach. Welche Referenzprojekte gibt es in meiner Branche und meiner Werksgröße?
Kernbranchen Fokus Historischer Schwerpunkt Traceability in diskreter Fertigung, Zielbranchen Automotive, Elektronik, Elektromobilität. Zehn Branchen laut Hersteller, unter anderem Anlagen- und Maschinenbau, Automobilzulieferer, Elektrotechnik, Medizintechnik/Pharma, Metallverarbeitung, Nahrungsmittel. Wie viele Referenzkunden haben Sie konkret in meiner Branche, nicht nur im Portfolio gelistet?
Rezepturbasierte Prozessfertigung Prozess Kein dokumentierter Schwerpunkt auf Rezepturverwaltung oder Master Batch Record auf den Herstellerseiten. Eigene Produktlinie HYDRA X for Process mit Master Batch Record, Electronic Batch Record und FDA 21 CFR Part 11. Zeigen Sie mir eine Rezepturänderung mit Freigabe-Workflow live im Standard.
Internationale Präsenz Rund zwölf Standorte weltweit inklusive Dürr-Landesgesellschaften und Konzernvertretungen. 2.430 Installationen und 135.000 Maschinenanbindungen weltweit, Herstellerangabe. Wie sieht der lokale Support an meinem konkreten Standort aus?
Zertifizierungen Compliance ISO 9001:2015, ISO/IEC 27001:2017, TISAX-Assessment nach VDA ISA, Audit durch DQS GmbH. Zertifiziert nach ISO 9001 und ISO 27001, Herstellerangabe. Liegt das Zertifikat mit aktuellem Gültigkeitsdatum vor, und wird es jährlich rezertifiziert?
Preistransparenz Keine öffentliche Preisliste, Endpreis zeigt sich erst im Angebot. Keine öffentliche Preisliste, Endpreis zeigt sich erst im Angebot. Was kostet das System über sieben Jahre vollständig, inklusive Wartung und Erweiterungen?

Herstellerangaben, Stand August 2026. Sectorlens erhält keine Provision von MES-Anbietern. Das vollständige MPDV-Profil steht unter MPDV HYDRA X im Profil, eine spiegelbildliche Analyse unter MPDV Alternative nach Anforderungsprofil.

Der unbequeme Abschnitt

Sechs Fragen, die Sie sich
vor dem Anbieterwechsel stellen sollten

Aus über 50 Auswahl- und Einführungsprojekten seit 2022 kennen wir ein wiederkehrendes Muster: Nicht der Anbieter ist das Problem, sondern der Zuschnitt des Projekts. Ein Wechsel setzt jedes dieser sechs Themen auf null zurück, löst aber keines davon. Wer die Fragen ehrlich beantwortet, weiß danach, ob er ein Anbieterproblem, ein Projektproblem oder tatsächlich eine strukturelle Frage der Konzernbindung hat.

Frage 01

Liegt es am System oder am lizenzierten Modulumfang?

Viele Systeme werden mit einem Kernumfang eingeführt und nie erweitert. Wenn dann Feinplanung, Qualitätsmanagement oder ein Traceability-Modul fehlen, wirkt das wie eine Produktschwäche, ist aber eine Vertragsfrage.

Ziehen Sie den Lizenzvertrag heraus und listen Sie auf, welche Module der Anbieter anbietet und welche Sie tatsächlich gekauft haben. Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine Funktion fehlt oder nur nicht bezahlt wurde.

Aufwand: ein Nachmittag mit dem Vertrag
Frage 02

Wurden die Stammdaten jemals bereinigt?

Arbeitspläne mit falschen Vorgabezeiten, Arbeitsplätze, die es nicht mehr gibt, und Artikel ohne gepflegte Rüstzeiten führen zu Kennzahlen, denen niemand glaubt. Kein MES der Welt korrigiert das im Betrieb.

Ziehen Sie eine Stichprobe von zwanzig Arbeitsgängen und vergleichen Sie Vorgabezeit mit tatsächlicher Bearbeitungszeit. Wenn die Abweichung breit streut, liegt das Problem in den Stammdaten und nicht im System.

Aufwand: zwei bis drei Tage Analyse
Frage 03

War der Störgrundkatalog jemals sauber definiert?

Ein Störgrundkatalog mit 80 Einträgen, von denen die Maschinenbediener drei verwenden, produziert eine unbrauchbare Ausfallanalyse. Meist landet alles unter Sonstiges, und die Ursachenauswertung läuft ins Leere.

Prüfen Sie die Verteilung der Störgründe der letzten sechs Monate. Wenn ein einzelner Sammelgrund mehr als ein Viertel der Stillstandszeit auf sich zieht, ist der Katalog das Thema und nicht der Anbieter.

Aufwand: eine Auswertung, ein Workshop
Frage 04

Wurde intern jemand für die Systempflege benannt?

Ein MES braucht dauerhaft einen verantwortlichen Menschen im Haus, der Stammdaten pflegt, Auswertungen anpasst und als erste Anlaufstelle für die Schicht dient. Fehlt diese Rolle, veraltet jedes System innerhalb von zwei Jahren.

Sectorlens-Erfahrungswert: Ab etwa 100 angebundenen Maschinen ist ein halber Personentag pro Woche das Minimum, ab 300 Maschinen eher eine halbe Stelle. Diese Rolle wandert bei einem Wechsel nicht automatisch mit.

Aufwand: eine Organisationsentscheidung
Frage 05

Hängt die Unzufriedenheit an Personen oder am Produkt?

Ein Betreuerwechsel beim Anbieter, ein abgesprungener interner Projektleiter oder ein schwierig verlaufenes Eskalationsgespräch färben die Wahrnehmung eines Systems stark ein. Das ist menschlich nachvollziehbar und trotzdem eine schlechte Grundlage für eine sechsstellige Entscheidung.

Trennen Sie in der Bewertung sauber zwischen Betreuungsqualität und Funktionsumfang. Ein Wechsel des Ansprechpartners, auch innerhalb einer Konzernstruktur, ist ungleich günstiger als ein Wechsel des Systems.

Aufwand: ein offenes Gespräch mit dem Anbieter
Frage 06

Wie hoch wären Migrationskosten und Wissensverlust?

Nach fünf Jahren Betrieb steckt Wissen im System, das nirgends dokumentiert ist: Traceability-Regeln, Sonderfälle in der Rückmeldung, gewachsene Schnittstellenregeln zum ERP. Dieses Wissen geht bei einem Wechsel zu großen Teilen verloren.

Rechnen Sie die Wechselkosten aus der nächsten Tabelle gegen die Kosten einer Nachjustierung. Nach unserer Erfahrung ist ein Wechsel selten billiger als eine Nachjustierung und fast nie schneller.

Aufwand: eine ehrliche Gegenüberstellung
Entscheidungshilfe

Wenn das zutrifft, dann folgt daraus das

Aus den sechs Fragen oben ergibt sich eine einfache Wenn-dann-Logik. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung, gibt aber die Reihenfolge vor, in der Sie prüfen sollten.

Wenn das auf Sie zutrifft Dann folgt daraus
Nur der lizenzierte Modulumfang ist das Problem Zusätzliche Module nachlizenzieren statt den Anbieter wechseln.
Stammdaten wurden seit der Einführung nie bereinigt Stammdaten-Bereinigungsprojekt vor jeder Anbieterentscheidung ansetzen.
Der Störgrundkatalog wurde nie sauber definiert Katalog-Workshop mit der Schicht durchführen, bevor Sie ausschreiben.
Die Unzufriedenheit hängt an einer Person, nicht am Produkt Ansprechpartner wechseln, nicht das System.
Eine strukturelle Anforderung fehlt dauerhaft, zum Beispiel SECS/GEM oder Rezepturfertigung mit Master Batch Record, oder die Konzernbindung selbst ist das Problem Anbieterwechsel ernsthaft prüfen.
Wechselkosten realistisch

Was ein MES-Anbieterwechsel kostet
bevor der erste Nutzen entsteht

Die folgenden Spannen sind Sectorlens-Erfahrungswerte aus Auswahl- und Einführungsprojekten seit 2022 im deutschsprachigen Mittelstand. Sie gelten für einen Produktionsstandort mit 50 bis 250 angebundenen Maschinen und sind keine Angebote. Was die Erstanschaffung eines MES kostet, haben wir getrennt unter MES-Kosten aufgeschlüsselt.

Kostenblock Was konkret dahintersteckt Spanne (Erfahrungswert) Worauf zu achten ist
Datenmigration Export der Stammdaten aus dem Altsystem, Abgleich der Datenmodelle, Bereinigung von Dubletten, Neuaufbau von Störgrundkatalog und Kennzahlendefinitionen. Bewegungsdaten und Traceability-Historie sind der teure Teil, weil sich Kennzahlen nach der Umstellung selten identisch nachrechnen lassen. 15.000 bis 60.000 € Vereinbaren Sie den Export im Altvertrag schriftlich, inklusive Format und Frist. Ohne Exportklausel wird Migration zur Verhandlungsmasse.
Neuimplementierung Lizenzen oder Abonnement des neuen Systems, Konfiguration, ERP-Schnittstelle, erneute Anbindung jeder Maschine inklusive der alten Steuerungen, die schon beim ersten Mal aufwendig waren. Dieser Block ist der größte. 60.000 bis 350.000 € Lassen Sie die Maschinenanbindung pro Steuerungstyp bepreisen, nicht pauschal. Alte Steuerungen kosten ein Vielfaches moderner Anlagen.
Parallelbetrieb Beide Systeme laufen gleichzeitig, Wartung wird doppelt gezahlt, Buchungen werden teilweise doppelt erfasst, und die IT betreut zwei Umgebungen. Üblich sind drei bis neun Monate Überlappung. 12.000 bis 70.000 € Kalkulieren Sie die Wartung des Altsystems für die gesamte Überlappung mit, nicht nur bis zum geplanten Go-Live.
Schulung Maschinenbediener in allen Schichten, Meister, Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung und die Key-User. Bei Dreischichtbetrieb vervielfacht sich der Aufwand, weil jede Schicht separat geschult werden muss. 8.000 bis 45.000 € Rechnen Sie die Ausfallzeit der geschulten Mitarbeitenden mit ein. Sie ist meist teurer als das Schulungshonorar.
Produktivitätsverlust in der Übergangsphase In den ersten Wochen nach der Umstellung sinken Buchungsdisziplin und Datenqualität, Rückfragen häufen sich, und die Kennzahlen sind vorübergehend nicht belastbar. Dieser Block taucht in keinem Angebot auf und ist trotzdem real. 20.000 bis 120.000 € Legen Sie den Umstellungstermin nicht in die Hochsaison und nicht in die Inventurwoche.
Restlaufzeit alter Verträge Wartungs- und Supportverträge laufen häufig mit zwölfmonatiger Kündigungsfrist und mehrjähriger Bindung. Bereits gezahlte Lizenzen sind versunkene Kosten, laufende Wartung wird bis zum Vertragsende fällig. 10.000 bis 80.000 € Prüfen Sie Kündigungsfrist und Vertragsende, bevor Sie einen Zeitplan zusagen. Ein Quartal Verschiebung spart oft ein Jahr Wartung.
Summe für einen Standort Vollständiger Anbieterwechsel mit Migration, Neuimplementierung, Parallelbetrieb, Schulung, Übergangsverlust und Restlaufzeiten. Bei mehreren Standorten mit gemeinsamem Template steigt die Summe je Folgestandort um etwa 40 bis 60 Prozent des ersten Werks. 120.000 bis 600.000 € Stellen Sie diese Summe der Nachjustierung gegenüber. Ein erweitertes Modulpaket plus Stammdatenbereinigung liegt meist deutlich darunter, siehe Tabelle im nächsten Abschnitt.

Erfahrungswerte aus Sectorlens-Auswahlprojekten seit 2022, keine Listenpreise. Nach unserer Erfahrung ist ein Wechsel selten billiger als eine Nachjustierung des bestehenden Systems. Wenn Sie ohnehin neu ausschreiben, hilft unser Leitfaden zu MES auswählen mit Vorgehen, Kriterien und typischen Fehlern sowie die Migrationsübersicht unter MES wechseln: Migration und Kosten.

Die Gegenrechnung

Was Nachjustierung kostet
bevor Sie sich für den Wechsel entscheiden

Die Tabelle oben zeigt, was ein vollständiger Anbieterwechsel kostet. Die folgende Tabelle rechnet dagegen: was es kostet, das bestehende iTAC-System nachzujustieren, statt zu wechseln. Die Kategorien ergeben sich aus den sechs Fragen weiter oben auf dieser Seite. Auch diese Spannen sind Sectorlens-Erfahrungswerte aus Auswahl- und Einführungsprojekten seit 2022, keine Angebote.

Maßnahme Was konkret dahintersteckt Spanne (Erfahrungswert) Worauf zu achten ist
Zusätzliche Lizenzmodule nachkaufen Nachlizenzierung von Modulen, die beim Ersteinkauf nicht mitgekauft wurden, etwa Feinplanung, Qualitätsmanagement oder ein Traceability-Modul, statt eines kompletten Anbieterwechsels. 8.000 bis 45.000 € Lassen Sie sich die Modulliste des Anbieters und die tatsächlich lizenzierten Module gegenüberstellen, bevor Sie nachkaufen.
Workshop Störgrundkatalog bereinigen Ein bis zwei Werkstattworkshops mit Schichtleitung und Produktion, um einen aufgeblähten Störgrundkatalog auf handhabbare, tatsächlich genutzte Kategorien zu reduzieren und neu auszurollen. 4.000 bis 15.000 € Werten Sie vorher die Verteilung der letzten sechs Monate aus, sonst bereinigen Sie ohne Datenbasis.
Stammdaten-Bereinigungsprojekt Bereinigung von Arbeitsplänen, Vorgabezeiten, Artikeldaten und Rüstzeiten, die seit der Einführung nie überarbeitet wurden, meist extern begleitet. 10.000 bis 40.000 € Prüfen Sie per Stichprobe zuerst, wie groß die Abweichung tatsächlich ist, bevor Sie das ganze Datenmodell anfassen.
Interne Rolle Systempflege einrichten Eine bestehende Stelle umwidmen oder neu besetzen, die dauerhaft für Stammdatenpflege, Auswertungen und die erste Anlaufstelle für die Schicht zuständig ist. 5.000 bis 20.000 € Einmaliger Einrichtungs- und Einarbeitungsaufwand. Laufend kommen je nach Maschinenzahl 0,5 bis 1,0 Personentage pro Woche hinzu.
Eskalationsgespräch und Vertragsnachverhandlung Vorbereitung eines Eskalationsgesprächs mit der zuständigen Dürr-Landesgesellschaft, gegebenenfalls externe Vertragsprüfung und ein bis zwei Verhandlungsrunden zu Konditionen oder Leistungsumfang. 3.000 bis 15.000 € Klären Sie vorab schriftlich, welche rechtliche Einheit tatsächlich Vertragspartner ist.
Summe für einen Standort Vollständige Nachjustierung ohne Anbieterwechsel: Lizenzmodule, Störgrundkatalog, Stammdaten, interne Rolle und gegebenenfalls eine Vertragsnachverhandlung. 30.000 bis 135.000 € Vergleichen Sie diese Summe mit der Spanne von 120.000 bis 600.000 € für einen vollständigen Wechsel aus der Tabelle oben.

Sectorlens-Erfahrungswerte aus Auswahlprojekten seit 2022, keine Angebote.

Praxis für den Montag

Zehn Fragen an jeden Alternativanbieter
und was eine gute Antwort verrät

Der Nutzen liegt nicht in der einzelnen Frage, sondern in der Wiederholung: Stellen Sie allen Kandidaten wortgleich dieselben zehn Fragen und protokollieren Sie die Antworten in derselben Tabelle. Erst dann sind die Angebote vergleichbar. Nehmen Sie iTAC in diese Runde mit auf, auch wenn Sie dort bereits Kunde sind. Der Vergleich wird sonst schief.

01

Welche unserer konkreten Maschinen haben Sie schon angebunden?

Fragen Sie mit Herstellerliste, Baujahr und Steuerungstyp, nicht allgemein nach Industrie 4.0. Eine gute Antwort nennt Referenzprojekte mit vergleichbarem Maschinenpark und benennt offen, welche Steuerungen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Eine schlechte Antwort lautet: Wir binden alles an.

02

Was kostet die Anbindung pro Steuerungstyp, nicht pauschal?

Maschinenanbindung ist der Block, der Projekte sprengt. Eine gute Antwort staffelt nach OPC UA, Euromap, MTConnect, digitalen Signalen und proprietären Protokollen und nennt für jede Kategorie einen Preis. Pauschalangebote ohne Staffelung verschieben das Risiko zu Ihnen.

03

Wie sieht die Schnittstelle zu unserem ERP konkret aus?

Nennen Sie Ihr ERP mit Version und fragen Sie nach einem zertifizierten Standardconnector versus Projektschnittstelle. Wenn SAP im Spiel ist, klären Sie zusätzlich, welche Objekte in welche Richtung laufen. Die Details dazu stehen unter MES-SAP-Integration.

04

Welche Funktionen sind Standard und welche sind Customizing?

Lassen Sie sich für jede Ihrer Kernanforderungen eine Zuordnung geben: Standard, Konfiguration oder Programmierung. Alles, was programmiert wird, kostet nicht nur einmal, sondern bei jedem Versionswechsel erneut. Eine gute Antwort ist an dieser Stelle unbequem ehrlich.

05

Wie läuft ein Versionswechsel bei kundenspezifischen Anpassungen?

Fragen Sie nach dem letzten Major-Update und danach, wie viele Kunden es mitgegangen sind. Wenn Anpassungen bei jedem Update neu erstellt werden müssen, kennen Sie Ihre wiederkehrenden Kosten für die nächsten zehn Jahre. Lassen Sie sich den Update-Prozess an einem Referenzkunden erklären.

06

Wer betreibt das System, und was passiert bei einem Ausfall?

Klären Sie Betriebsmodell, Verfügbarkeitszusage, Reaktionszeiten und die Frage, ob die Fertigung ohne MES weiterlaufen kann. Eine gute Antwort beschreibt einen Notlaufbetrieb und den Wiederanlauf. Eine schlechte Antwort verweist nur auf die Verfügbarkeit im Rechenzentrum.

07

Wie kommen wir an unsere Daten, wenn wir Sie später verlassen?

Diese Frage ist unangenehm und deshalb aufschlussreich. Lassen Sie sich Exportformate, Datenmodell-Dokumentation und Aufbewahrungsfristen schriftlich zusagen. Wer heute keine Exit-Klausel unterschreibt, verhandelt sie in fünf Jahren aus einer schwachen Position.

08

Welche Rolle müssen wir intern besetzen, und mit wie viel Zeit?

Jeder seriöse Anbieter nennt hier eine Zahl in Personentagen pro Woche. Wenn ein Anbieter behauptet, sein System brauche keine interne Betreuung, ist entweder der Funktionsumfang sehr klein oder die Aussage nicht belastbar. Vergleichen Sie diese Zahl zwischen allen Kandidaten.

09

Dürfen wir mit einem Referenzkunden ohne Ihre Begleitung sprechen?

Fragen Sie nach einem Referenzkunden aus derselben Branche und ähnlicher Größe und bitten Sie um ein Gespräch ohne Anbieterbeteiligung. Die Reaktion auf diese Bitte sagt oft mehr als die Referenz selbst. Fragen Sie den Referenzkunden nach dem Aufwand, nicht nach der Zufriedenheit.

10

Was kostet das System über sieben Jahre vollständig?

Verlangen Sie eine Gesamtrechnung über sieben Jahre mit Lizenzen oder Abonnement, Wartung, Anbindungen, Schulung, Updates und geplanten Erweiterungen. Erst diese Zahl ist vergleichbar. Der Einstiegspreis ist die kleinste und am wenigsten aussagekräftige Position im gesamten Angebot.

So wird daraus eine Entscheidung: Legen Sie eine Tabelle mit zehn Zeilen und einer Spalte je Anbieter an, tragen Sie die Antworten wörtlich ein und markieren Sie jede Stelle, an der ein Anbieter ausweicht. Nach drei Gesprächen sehen Sie das Muster. Wie sich diese Anbieterlandschaft insgesamt sortiert, zeigt unser MES-Anbietervergleich für den DACH-Raum; das Profil des im Elektronikumfeld am häufigsten genannten Alternativkandidaten finden Sie unter Critical Manufacturing.

Häufige Fragen

iTAC Alternative
vierzehn Fragen, vierzehn klare Antworten

Die Fragen stammen aus realen Auswahlgesprächen mit Produktionsleitungen und IT-Verantwortlichen im deutschsprachigen Raum. Jede Antwort ist so formuliert, dass sie für sich allein gelesen werden kann.

Welche Alternativen zu iTAC Software gibt es im DACH-Raum und international?

Im deutschsprachigen Markt zählen zu den etablierten Namen MPDV Mikrolab GmbH aus Mosbach, FORCAM ENISCO aus Böblingen, PROXIA Software aus Ebersberg, Industrie Informatik mit cronetwork aus Linz, FASTEC aus Paderborn, gbo datacomp aus Augsburg, GFOS aus Essen und ISGUS aus Villingen-Schwenningen. International kommen Siemens Opcenter, SAP Digital Manufacturing, Critical Manufacturing, seit 2018 Teil der ASMPT-Gruppe, und Körber Werum PAS-X für regulierte Pharmafertigung hinzu. Welcher Anbieter näher am Anwendungsfall liegt, hängt von Fertigungsart, Unternehmensgröße, Branche und der gewünschten Konzernbindung ab, nicht vom Bekanntheitsgrad. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Herstellerinformationen, Stand August 2026.

Gibt es günstigere Alternativen zu iTAC?

iTAC veröffentlicht wie die meisten Konzern-MES-Anbieter keine Preisliste, der Endpreis zeigt sich erst im Angebot. Mittelstandsorientierte Anbieter wie FASTEC mit dem Anspruch MES Made Simple, gbo datacomp oder PROXIA setzen auf modularen Einstieg mit niedrigeren Einstiegsschwellen. Ein niedrigerer Einstiegspreis sagt allerdings wenig über die Gesamtkosten über sieben Jahre aus, weil Maschinenanbindung, Schnittstellen und Wartung den größeren Kostenanteil ausmachen. Eine anbieterübergreifende Kostenorientierung für den DACH-MES-Markt liefert die Sectorlens-Auswertung unter MES-Kosten.

Welche Alternative passt für rezepturbasierte Prozessfertigung?

iTAC positioniert die iTAC.MOM.Suite laut eigener Branchenseite für diskrete Fertigung mit Zielbranchen wie Automotive-Zulieferindustrie, Elektronik und Metallverarbeitung; ein dokumentierter Schwerpunkt auf rezepturbasierter Prozessfertigung mit Master Batch Record ist auf den Herstellerseiten nicht ausgewiesen. Näher liegen hier MPDV mit der eigenen Produktlinie HYDRA X for Process, Siemens Opcenter mit seinem MOM-Portfolio für Prozessindustrien oder Körber Werum PAS-X für regulierte Pharma- und Biotech-Chargenfertigung. Entscheidend ist, ob Rezepturverwaltung, Chargenfreigabe und elektronische Chargendokumentation Kernfunktion oder Zusatzmodul sein sollen. Prüfen Sie diese Frage direkt im Anbietergespräch anhand einer Live-Demonstration.

Welche Alternative passt für den kleinen Mittelstand?

Für Fertigungsunternehmen unter etwa fünfzig Mitarbeitenden zählt vor allem Einführungsgeschwindigkeit und geringer interner Pflegeaufwand. FASTEC bewirbt smartOEE ausdrücklich als MES Made Simple, gbo datacomp gibt über 250 Kunden und mehr als 100.000 angeschlossene Maschinen an, PROXIA und Industrie Informatik mit cronetwork adressieren den DACH-Mittelstand mit stufenweiser Einführung. iTAC ist als Dürr-Konzerntochter mit Microservices-Architektur eher auf mittlere bis große Werke mit mehreren Standorten ausgerichtet. Prüfen Sie deshalb, ob die Konfigurationstiefe einer Konzernlösung im Verhältnis zum Nutzen für Ihre Werksgröße steht.

Welche Alternative passt für Halbleiterfertigung mit SECS/GEM?

Critical Manufacturing, seit 2018 Teil der ASMPT-Gruppe, nennt Semiconductor- und Electronics-Fertigung als Kernbranche und dokumentiert für das Modul Connect IoT Out-of-the-box-Unterstützung für SECS/GEM, OPC UA, OPC DA und MQTT. Siemens Opcenter deckt Halbleiterprozesse ebenfalls im MOM-Portfolio ab. iTAC selbst nennt SECS/GEM nicht als dokumentierten Schwerpunkt, der historische Fokus liegt auf Traceability in der diskreten Fertigung und auf Elektronik-Linienintegration über den Verbundpartner Cogiscan. Klären Sie in jedem Fall, welche Equipment-Typen bereits qualifiziert sind.

Was bedeutet die Zugehörigkeit von iTAC zur Dürr-Gruppe für die Anbieterwahl?

Die Dürr AG übernahm zum 3. Dezember 2015 100 Prozent der Anteile an der iTAC Software AG; seither ist iTAC eine eigenständige Tochtergesellschaft mit eigenem Vorstand innerhalb des Maschinen- und Anlagenbaukonzerns. Das eröffnet Zugang zu einem internationalen Vertriebs- und Servicenetzwerk über Dürr-Landesgesellschaften und zu Konzern-Ressourcen wie dem TISAX-Assessment nach VDA ISA. Gleichzeitig verändert sich die Vertrags- und Eskalationslogik gegenüber einem eigentümergeführten Anbieter wie MPDV, bei dem der Ansprechpartner durchgängig das Familienunternehmen selbst bleibt. Wer diesen Unterschied für die eigene Beschaffungsordnung relevant findet, sollte im Anbietergespräch klären, welche rechtliche Einheit tatsächlich Vertragspartner wird.

Sind DUALIS und Cogiscan unabhängige Alternativen zu iTAC?

Nein. Die DUALIS GmbH IT Solution aus Dresden wurde zum 2. Dezember 2016 vollständig von iTAC übernommen und bringt APS-Technologie für die Auftragsfeinplanung ein, die Cogiscan Inc. aus Bromont in Kanada wurde 2021 vollständig übernommen und liefert Konnektivitätslösungen für die Elektronikfertigung. Beide Unternehmen sind Teil des iTAC-Verbunds und werden innerhalb der Dürr-Gruppe der virtuellen Organisation Digital Factory zugeordnet. Wer DUALIS oder Cogiscan als unabhängigen Gegenkandidaten auf eine Shortlist setzt, vergleicht iTAC im Ergebnis mit iTAC. Prüfen Sie bei jedem Kandidaten die aktuelle Eigentümerstruktur, bevor Sie ihn in ein Auswahlverfahren aufnehmen.

Lohnt sich ein Wechsel des MES-Anbieters überhaupt?

In vielen Fällen nicht sofort. Nach unserer Projekterfahrung liegt die Ursache für Unzufriedenheit häufiger im Zuschnitt des Projekts als im Produkt: zu wenige lizenzierte Module, nie bereinigte Stammdaten, ein unsauber definierter Störgrundkatalog oder eine fehlende interne Zuständigkeit für die Systempflege. Ein Wechsel setzt all diese Punkte auf null zurück und bringt sie im neuen System erneut mit. Sinnvoll ist ein Wechsel dann, wenn eine strukturelle Anforderung dauerhaft nicht abgedeckt ist, etwa ein Branchenschwerpunkt oder eine gewünschte Eigentümerstruktur, die der bestehende Anbieter nicht bietet. Prüfen Sie deshalb zuerst die Nachjustierung und erst danach den Wechsel.

Was kostet ein MES-Anbieterwechsel?

Nach Sectorlens-Erfahrungswerten aus Projekten seit 2022 liegt ein vollständiger MES-Anbieterwechsel im Mittelstand je nach Umfang zwischen 120.000 und 600.000 Euro. Die größten Blöcke sind die Neuimplementierung mit Schnittstellen und Maschinenanbindung, die Migration von Stammdaten und Historie sowie der Produktivitätsverlust in der Übergangsphase. Hinzu kommen Parallelbetrieb, Schulung und die Restlaufzeit bestehender Wartungsverträge. Diese Spannen sind Erfahrungswerte und keine Angebote, die genaue Zahl hängt an der Anzahl der Standorte, der Maschinen und der Schnittstellen.

Wie lange dauert eine MES-Migration?

Für einen Standort mit überschaubarer Maschinenzahl rechnen wir nach Sectorlens-Erfahrungswerten mit vier bis neun Monaten von der Anbieterentscheidung bis zum stabilen Produktivbetrieb. Bei mehreren Standorten mit einem gemeinsamen Template verlängert sich das auf zwölf bis vierundzwanzig Monate. Die Dauer wird selten von der Software bestimmt, sondern von der Verfügbarkeit interner Fachleute, der Qualität der Stammdaten und der Zahl der Schnittstellen zu ERP und Automatisierung. Planen Sie zusätzlich einen Parallelbetrieb ein, in dem beide Systeme gleichzeitig gepflegt werden.

Kann man iTAC-Daten in ein anderes MES übernehmen?

Stammdaten wie Arbeitsplätze, Artikel, Prüfpläne und Traceability-Regeln lassen sich in der Regel exportieren, sofern der Vertrag eine Exportklausel vorsieht. Schwieriger sind Bewegungsdaten und historische Rückverfolgbarkeitsdaten, weil Datenmodelle unterschiedlich schneiden und eine übernommene Traceability-Historie nach der Migration oft nicht mehr im gleichen Format vorliegt. Bei einer Microservices-Architektur wie der iTAC.MOM.Suite hängt der Exportumfang zusätzlich davon ab, welche Module lizenziert waren. Klären Sie Exportformate, Zugriffsrechte und Aufbewahrungsfristen schriftlich, bevor der bestehende Vertrag ausläuft.

Was ist der Unterschied zwischen iTAC und einem eigentümergeführten Anbieter wie MPDV?

iTAC Software AG ist seit 2015/2016 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Dürr AG, während MPDV Mikrolab GmbH nach eigenen Angaben ein eigenfinanziertes Familienunternehmen mit Sitz in Mosbach ist. Für die Auswahl bedeutet das vor allem einen Unterschied in der Vertrags- und Eskalationsstruktur: Bei iTAC kann je nach Region eine Dürr-Landesgesellschaft als Vertragspartner auftreten, bei MPDV bleibt der Ansprechpartner durchgängig das Familienunternehmen. Beide Anbieter adressieren primär diskrete Fertigung mit Fokus auf Traceability beziehungsweise Maschinenanbindung, unterscheiden sich aber in Branchenschwerpunkten und internationaler Konzernaufstellung. Ein Direktvergleich lohnt sich vor allem bei der Frage nach Kontinuität der Ansprechpartner und der Rolle von Konzernstrategie im Anbieterumfeld.

Ist dieser Vergleich neutral?

Sectorlens erhält keine Provision von MES-Anbietern und betreibt kein bezahltes Listing. Alle Angaben zu iTAC und den genannten Alternativen stammen aus öffentlich zugänglichen Herstellerinformationen, Stand August 2026. Diese Seite enthält bewusst keine Nutzerbeschwerden, keine Qualitätsurteile und keine Aussagen über Kundenzufriedenheit, weil sich solche Aussagen ohne repräsentative Erhebung nicht belegen lassen. Was Sie hier finden, ist eine Einordnung nach Passung: welches Anforderungsprofil zu welchem dokumentierten Funktionsumfang und welcher Konzernstruktur passt. Diese Einordnung ist eine Bewertung von Sectorlens auf Basis eigener Projekterfahrung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

Wie finde ich heraus, welcher MES-Anbieter zu mir passt?

Beginnen Sie mit dem Anforderungsprofil und nicht mit der Anbieterliste. Notieren Sie Fertigungsart, Losgrößen, Anzahl der Standorte, den Maschinenpark mit seinen Steuerungsgenerationen, das führende ERP-System, die regulatorischen Vorgaben Ihrer Branche und ob Ihnen die Eigentümerstruktur des Anbieters wichtig ist. Stellen Sie danach allen Kandidaten dieselben zehn Fragen aus dieser Seite, damit die Antworten vergleichbar bleiben. Wenn Sie den Einstieg abkürzen wollen, liefert das kostenlose Matching von Find-Your-MES anhand von 64 Kriterien in etwa sechs Minuten eine erste Shortlist mit Match-Score.

Was wir konkret für Sie tun

Sie prüfen Alternativen zu iTAC.
Unsicher, ob der Dürr-Konzernkontext für Sie Vorteil oder Hindernis ist?

Zwischen der Erkenntnis, dass etwas nicht rund läuft, und einer belastbaren Entscheidung liegt eine Analyse, die kaum jemand nebenbei leistet. Wir schließen genau diese Lücke: erst die nüchterne Standortbestimmung, ob das bestehende System nachjustiert werden kann, und erst danach die Frage nach dem Wechsel.

Kostenlos · 6 Minuten

Alternativen-Shortlist per MES-Matching

URL eingeben, KI analysiert die Fertigung anhand öffentlicher Daten und gleicht sie gegen 64 Kriterien mit dem Anbietermarkt ab. Sie sehen sofort, welche Anbieter zu Ihrem Anforderungsprofil passen und wo iTAC in dieser Liste steht.

  • Shortlist mit Match-Score statt alphabetischer Anbieterliste
  • Zeigt auch, wenn der bestehende Anbieter der beste Treffer bleibt
  • Kein Formular, keine Registrierung, keine Weitergabe an Anbieter
Richtig für den ersten Überblick vor dem Gespräch
Begleitet · 4–12 Wochen

MES Selection Portal für den Anbieterwechsel

Anforderungs-Workshop mit Produktion, IT und Qualität, Lastenheft aus einem Katalog von über 150 Anforderungen, moderierter Dialog mit den Kandidaten und eine gewichtete Entscheidungsmatrix, die auch im Gremium standhält.

  • Alle Kandidaten beantworten dieselben Fragen in derselben Struktur
  • Angebote werden über sieben Jahre vergleichbar gerechnet
  • Migrations- und Wechselkosten sind Teil der Bewertung, nicht Anhang
Richtig, wenn die Entscheidung dokumentiert werden muss
Persönlich · Erstgespräch gratis

Zweitmeinung zu Ihrem iTAC-Angebot

Wir prüfen zuerst, ob Ihr bestehendes iTAC-System nachjustiert werden kann und was der Dürr-Konzernkontext für Ihre Vertragsgestaltung praktisch bedeutet, und reden erst danach über einen Wechsel. Aus über 50 Projekten seit 2022, herstellerneutral, ohne Provision von Anbietern.

  • Abgleich von lizenziertem Modulumfang gegen tatsächlichen Bedarf
  • Einordnung, ob Konzernstruktur oder Funktionsumfang das eigentliche Thema ist
  • 30 Minuten Erstgespräch kostenlos und unverbindlich
Richtig, bevor Sie ein Auswahlverfahren starten
MES finden in 6 Minuten So funktioniert das Matching Anbieterunabhängig · Provisionsfrei · DACH-Fokus

Erst das Anforderungsprofil.
Dann die Anbieterliste.

Sechs Minuten, keine Registrierung, keine Weitergabe Ihrer Daten an Anbieter. Sie bekommen eine Shortlist mit Match-Score gegen 64 Kriterien und sehen ehrlich, ob ein Wechsel weg von iTAC in Ihrem Fall überhaupt trägt.

Sonderpreis Brandenburger Innovationspreis 2025 für das Find-Your-Software Netzwerk
Sie geben nur Ihre Unternehmens-URL ein. Analysiert werden ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen, daraus leitet die Engine über 80 Merkmale zu Fertigungsart, Maschinenpark und Systemlandschaft ab. Keine internen Systeme, keine Logins, keine Uploads.
Sonderpreis Brandenburger Innovationspreis 2025Keine RegistrierungProvisionsfrei
Unabhängige MES-Auswahl Brandenburger Innovationspreis·Über 500 Auswahlprojekte gestartet
Wir analysieren Ihre Website und zeigen passende Anbieter. Ohne Anmeldung. Bitte eine gültige URL eingeben, zum Beispiel ihre-firma.de Demo-URL ausprobieren