TCO-Rechner: MES-Kosten über fünf Jahre berechnen
Ein Manufacturing Execution System (MES) kostet mehr als die Lizenz. Dieser Rechner ermittelt für Fertigungsunternehmen im DACH-Raum die Gesamtbetriebskosten, Total Cost of Ownership (TCO), über fünf Jahre, live im Browser, aus drei Eingaben: Investition, jährliche Kosten und Implementierung. Die Struktur der Berechnung folgt Erfahrungswerten aus mehr als 50 Sectorlens-MES-Auswahlprojekten seit 2022.
Der Lizenzpreis ist nur ein Teil.
TCO zeigt die ganze Rechnung.
Total Cost of Ownership, kurz TCO, bezeichnet die gesamten Kosten eines Systems über einen definierten Zeitraum, nicht nur den Anschaffungspreis. Bei einem Manufacturing Execution System (MES) zählen dazu drei Blöcke: die einmalige Investition, die einmaligen Implementierungskosten und die jährlich wiederkehrenden Kosten für Lizenz und Wartung.
Wer beim Anbietervergleich nur die Lizenzsumme gegenüberstellt, vergleicht nach Sectorlens-Erfahrungswerten aus MES-Auswahlprojekten seit 2022 häufig nur rund ein Viertel der tatsächlichen Gesamtkosten. Die übrigen drei Viertel verteilen sich auf Implementierung, Wartung, Schulung und, oft unterschätzt, auf den internen Personalaufwand während des Rollouts. Ein MES als operative Steuerungsebene der Fabrik begleitet ein Fertigungsunternehmen in der Regel über viele Jahre, deshalb lohnt sich ein Blick über die reine Anschaffung hinaus.
Fünf Jahre haben sich in Sectorlens-Auswahlprojekten seit 2022 als praktikabler Betrachtungszeitraum etabliert. Der Zeitraum ist lang genug, damit sich hohe Einmalkosten für Implementierung und Rollout gegen die laufenden Kosten aufwiegen, und kurz genug, um noch realistisch planbar zu sein, bevor größere technologische oder organisatorische Veränderungen anstehen, etwa ein MES-Wechsel oder eine Erweiterung der Systemlandschaft. Wie Sie ein solches Vorhaben strukturiert angehen, beschreibt der Leitfaden MES auswählen.
Ihr individueller TCO
in drei Eingaben
Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, das Ergebnis aktualisiert sich sofort beim Tippen. Keine Anmeldung, keine Datenübertragung, die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser.
Illustrative Beispielwerte von Sectorlens zur groben Orientierung, keine Herstellerpreise und kein Marktdurchschnitt. Ein Klick befüllt alle Felder und berechnet sofort.
Berechnung: 80.000 € Investition + (5 × 18.000 € jährliche Kosten) + 25.000 € Implementierung = 195.000 €
Ihr TCO liegt bei 195.000 € über 5 Jahre – finden Sie in 6 Minuten passende Anbieter, die zu diesem Budget passen.
MES finden in 6 MinutenDer Rechner liefert eine Orientierung auf Basis Ihrer eigenen Eingaben, keine verbindliche Kalkulation.
Drei Zahlen rein.
Eine Summe raus.
Der Rechner addiert keine versteckten Aufschläge und schätzt nichts hinzu. Er verrechnet ausschließlich die drei Werte, die Sie selbst eingeben.
Die Gesamt-TCO über fünf Jahre ergibt sich aus der Investition plus fünf mal die jährlichen Kosten plus die Implementierungskosten. Die jährlichen Kosten werden mit fünf multipliziert, weil sie in jedem der fünf Betrachtungsjahre erneut anfallen, während Investition und Implementierung nur einmal zu Beginn gezahlt werden. Die TCO pro Jahr ist die Gesamt-TCO geteilt durch fünf, die TCO pro Monat zusätzlich geteilt durch zwölf. Beide Werte helfen, die Fünf-Jahres-Summe in eine Größenordnung zu übersetzen, die sich mit einem monatlichen oder jährlichen Budget vergleichen lässt.
Am Beispiel der vorbelegten Werte des Rechners: Bei 80.000 € Investition, 18.000 € jährlichen Kosten und 25.000 € Implementierung ergibt sich eine Gesamt-TCO von 80.000 € plus fünf mal 18.000 €, also 90.000 €, plus 25.000 €, macht in Summe 195.000 € über fünf Jahre. Geteilt durch fünf Jahre sind das 39.000 € TCO pro Jahr, geteilt durch zwölf Monate 3.250 € TCO pro Monat. Ändern Sie einen der drei Werte im Rechner oben, aktualisiert sich diese Rechnung sofort.
Der Rechner nimmt bewusst keine Preissteigerung über die Laufzeit an, sondern rechnet mit dem heute eingegebenen jährlichen Betrag konstant über alle fünf Jahre. Rechnen Sie mit einer bekannten jährlichen Preisanpassung, etwa einer vertraglich vereinbarten Indexierung, addieren Sie deren geschätzten Effekt manuell auf den eingegebenen Jahreswert, bevor Sie ihn eintragen.
Wie ordnen sich Ihre Zahlen ein?
Größenklassen im Vergleich.
Die folgenden Spannen sind Sectorlens-Erfahrungswerte aus MES-Auswahlprojekten seit 2022, keine Herstellerangaben und keine Listenpreise. Sie ersetzen nicht Ihre eigene Eingabe, sondern helfen, ein eigenes Rechenergebnis grob einzuordnen.
| Größenklasse (Fertigung) | Investition + Implementierung | Jährliche Kosten | Gesamt-TCO über 5 Jahre (Größenordnung) |
|---|---|---|---|
| Unter 50 Mitarbeitende | 25.000–80.000 € | 5.000–15.000 €/Jahr | rund 50.000–155.000 € |
| 50–200 Mitarbeitende | 60.000–200.000 € | 12.000–40.000 €/Jahr | rund 120.000–400.000 € |
| 200–500 Mitarbeitende | 150.000–500.000 € | 30.000–90.000 €/Jahr | rund 300.000–950.000 € |
| Über 500 Mitarbeitende | 400.000–1.500.000 € | 80.000–250.000 €/Jahr | rund 800.000–2.750.000 € |
Kostenspannen: Sectorlens-Erfahrungswerte aus MES-Auswahlprojekten seit 2022, keine Listenpreise. Ausführliche Kostenblöcke und Lizenzmodelle im Detail auf der Seite MES-Kosten. Für Betriebe unter 50 Mitarbeitenden mit besonders schlankem Rollout siehe zusätzlich MES für den Mittelstand.
Ein Rechner.
Beliebig viele Angebote.
Der Rechner speichert nichts. Genau das macht ihn geeignet, um mehrere Angebote nacheinander durchzurechnen und die drei Ergebniswerte jeweils zu notieren.
Angebote auf gleiche Basis bringen
Prüfen Sie vor der Eingabe, ob Investition, jährliche Kosten und Implementierung bei jedem Angebot vollständig und nach derselben Definition ausgewiesen sind. Ein strukturiertes Lastenheft erleichtert vergleichbare Angebote erheblich.
VorbereitungJedes Angebot einzeln durchrechnen
Tragen Sie die drei Werte aus Angebot A ein, notieren Sie Gesamt-TCO, TCO pro Jahr und TCO pro Monat, und wiederholen Sie den Vorgang für jedes weitere Angebot.
Rechner obenErgebnisse nebeneinanderlegen
Die Gesamt-TCO über fünf Jahre ist die vergleichbarste Kennzahl zwischen Angeboten mit unterschiedlichem Verhältnis von Einmal- zu laufenden Kosten, etwa Kauf gegen Subscription.
EntscheidungKauf oder Subscription: Beim Kaufmodell fließt die Lizenz meist in die Investition, die jährlichen Kosten enthalten dann vor allem Wartung. Beim Subscription-Modell fließt die volle Nutzungsgebühr in die jährlichen Kosten, die Investition enthält dann meist nur Hardware und Rollout. Rechnen Sie im Zweifel beide Varianten desselben Angebots getrennt durch, mehr dazu auf der Seite MES-Kosten und in der Abgrenzung MES vs. ERP zur Einordnung der Systemgrenzen.
Was der Rechner nicht zeigt.
Und wo Sie trotzdem nachrechnen sollten.
Der TCO-Rechner bildet exakt die drei Kostenblöcke ab, die Sie eingeben. Reale MES-Projekte kennen oft weitere Kostentreiber, die sich diesen drei Feldern zuordnen lassen, wenn man aktiv danach fragt. Die folgenden sechs Fehler sind die häufigsten Ursachen für eine zu niedrig kalkulierte TCO in Sectorlens-Auswahlprojekten seit 2022.
Interner Personalaufwand fehlt
Ursache: Projektzeit von Fertigungsleitung, IT und Key-Usern wird nicht als Kostenposition erfasst, weil kein externer Rechnungsbetrag dahintersteht. Gegenmaßnahme: Geschätzte Personentage mit einem internen Tagessatz multiplizieren und in die Implementierungskosten einrechnen.
Maschinenanbindung wird pauschal statt pro Anlage kalkuliert
Ursache: Das Angebot nennt einen pauschalen Anbindungspreis, tatsächlich variiert der Aufwand je Maschine stark je nach Alter und Schnittstelle. Gegenmaßnahme: Anbindungskosten je Anlage einzeln abfragen und in die Investition einrechnen, bevor Sie den Rechner befüllen.
Schulung und Change-Management werden vergessen
Ursache: Schulungskosten stehen oft nicht im Softwareangebot, sondern werden erst bei der Rollout-Planung sichtbar. Gegenmaßnahme: Schulungsbudget aktiv beim Anbieter erfragen und der Implementierung zuschlagen, nicht den jährlichen Kosten.
Wartungskosten und Lizenzkosten werden vermischt
Ursache: Manche Angebote weisen Lizenz und Wartung als einen Gesamtbetrag pro Jahr aus, ohne dass klar wird, was bei einem Anbieterwechsel entfällt. Gegenmaßnahme: Beim Anbieter explizit nach der Aufschlüsselung fragen, bevor Sie den Jahreswert eintragen.
Erweiterungen nach dem Rollout werden nicht eingeplant
Ursache: Der TCO-Vergleich bezieht sich meist nur auf den initialen Funktionsumfang, spätere zusätzliche Module oder Nutzerlizenzen bleiben unberücksichtigt. Gegenmaßnahme: Bekannte geplante Erweiterungen der nächsten fünf Jahre mit dem Anbieter grob bepreisen lassen und anteilig in die jährlichen Kosten einrechnen.
Regulatorische Aufschläge werden übersehen
Ursache: In regulierten Branchen wie Pharma oder Medizintechnik verursachen Validierung und Dokumentation zusätzliche Implementierungskosten, die in Standardangeboten nicht enthalten sind. Gegenmaßnahme: Bei regulierten Prozessen einen Aufschlag von grob 15 bis 40 Prozent auf die Implementierungskosten einplanen, siehe dazu auch die Seite MES für Pharma und Medizintechnik.
Fragen zum TCO-Rechner
und zur MES-Kostenrechnung.
16 Antworten zu Formel, Eingabewerten, Datenschutz und Einordnung der Ergebnisse.
Was bedeutet TCO bei einem MES konkret?
TCO steht für Total Cost of Ownership, zu Deutsch Gesamtbetriebskosten. Bei einem Manufacturing Execution System umfasst TCO nicht nur die Softwarelizenz, sondern alle Kosten, die über einen definierten Zeitraum tatsächlich anfallen: die einmalige Investition in Lizenz, Hardware und Rollout, die einmaligen Implementierungs- und Beratungskosten sowie die jährlich wiederkehrenden Kosten für Lizenz, Wartung und Support. Wer nur den Lizenzpreis vergleicht, sieht nach Sectorlens-Erfahrung aus MES-Auswahlprojekten seit 2022 oft nur rund ein Viertel der tatsächlichen Gesamtkosten. Der TCO-Rechner auf dieser Seite bildet die drei genannten Kostenblöcke zusammen ab und zeigt die Summe über fünf Jahre.
Warum rechnet der Rechner über fünf Jahre und nicht über drei oder zehn Jahre?
Fünf Jahre ist der Zeitraum, den Sectorlens in eigenen MES-Auswahlprojekten seit 2022 am häufigsten als Entscheidungshorizont für Investitionsvergleiche verwendet sieht. Er ist lang genug, um die einmaligen Kosten für Implementierung und Rollout gegen die laufenden Kosten aufzuwiegen, und kurz genug, um noch realistisch planbar zu sein, bevor größere technologische oder organisatorische Änderungen anstehen. Drei Jahre unterschätzen tendenziell den Wert einer soliden Implementierung, weil sich hohe Einmalkosten auf wenige Jahre verteilen. Zehn Jahre sind bei der Geschwindigkeit, mit der sich Fertigungs-IT und Lizenzmodelle verändern, kaum noch seriös zu planen.
Welche Formel verwendet der TCO-Rechner?
Die Formel lautet: Gesamt-TCO über fünf Jahre gleich Investitionskosten plus fünf mal jährliche Kosten plus Implementierungskosten. Die TCO pro Jahr ergibt sich, indem die Gesamt-TCO durch fünf geteilt wird, die TCO pro Monat, indem die TCO pro Jahr durch zwölf geteilt wird. Alle drei Eingabewerte, Investition, jährliche Kosten und Implementierung, stammen ausschließlich von Ihnen selbst, der Rechner enthält keine vorbefüllten Anbieterpreise. Die Berechnung läuft vollständig im Browser ab und wird bei jeder Änderung eines Eingabefelds sofort neu ausgeführt.
Woher bekomme ich realistische Werte für die drei Eingabefelder?
Die Investitionskosten und die jährlichen Kosten stehen in der Regel im Angebot des Anbieters, oft aufgeschlüsselt nach Lizenz, benötigter Hardware und Wartung. Die Implementierungskosten werden häufig separat ausgewiesen oder müssen beim Anbieter aktiv erfragt werden, da sie stark vom Umfang des Rollouts abhängen. Ein strukturiertes Lastenheft mit klar definiertem Funktionsumfang liefert vergleichbarere Angebote und damit belastbarere Eingabewerte als eine offene Anfrage. Wenn Sie noch kein konkretes Angebot vorliegen haben, orientieren sich viele Fertigungsunternehmen zunächst an den Erfahrungswerten auf der Kostenseite von Find-Your-MES und passen die drei Felder danach an, sobald reale Angebote vorliegen.
Was ist der Unterschied zwischen Implementierungskosten und jährlichen Kosten?
Implementierungskosten fallen einmalig zu Beginn des Projekts an und decken Beratung, Konfiguration, Datenmigration, Schnittstellenentwicklung und die Begleitung des Rollouts ab. Jährliche Kosten sind wiederkehrende Zahlungen, die über die gesamte Nutzungsdauer anfallen, typischerweise Lizenzgebühren beziehungsweise Subscription-Kosten sowie Wartungs- und Supportverträge. Nach Sectorlens-Erfahrungswerten aus Auswahlprojekten seit 2022 liegen Implementierungskosten häufig zwischen dem 0,8-fachen und dem 2,0-fachen der jährlichen Lizenzsumme, sind im Angebot aber nicht immer klar von den laufenden Kosten getrennt ausgewiesen. Im Rechner werden beide bewusst getrennt abgefragt, damit Sie prüfen können, ob ein Angebot beide Positionen vollständig enthält.
Rechnet der TCO-Rechner in Netto- oder Bruttobeträgen?
Der Rechner selbst trifft keine Annahme zu Mehrwertsteuer, er verrechnet ausschließlich die Zahlen, die Sie eingeben. Für einen Vergleich zwischen mehreren Angeboten ist entscheidend, dass Sie durchgängig entweder Netto- oder durchgängig Bruttobeträge verwenden, ein Mischen beider Basen verzerrt sonst insbesondere die Differenz zwischen den Angeboten. In der Praxis rechnen Fertigungsunternehmen bei internen TCO-Vergleichen meist mit Nettobeträgen, weil diese direkt mit dem Investitionsbudget vergleichbar sind. Achten Sie beim Übertragen von Angebotswerten in den Rechner darauf, welche Basis der jeweilige Anbieter ausweist.
Kann ich mit dem Rechner mehrere Anbieterangebote vergleichen?
Ja, dafür ist der Rechner ausgelegt. Da er ohne Anmeldung und ohne Speicherung arbeitet, tragen Sie einfach die drei Werte aus Angebot A ein, notieren sich die drei Ergebniswerte, und tragen anschließend die Werte aus Angebot B ein. So lassen sich Gesamt-TCO, TCO pro Jahr und TCO pro Monat für beliebig viele Angebote nacheinander ermitteln und nebeneinander vergleichen. Wichtig ist dabei, bei jedem Angebot auf eine vergleichbare Kostenbasis zu achten, also ob Implementierung, Hardware und Wartung jeweils vollständig und nach gleicher Definition enthalten sind.
Was passiert, wenn ich eine negative Zahl oder Buchstaben eingebe?
Der Rechner validiert jede Eingabe bei jeder Änderung. Negative Zahlen werden für die Berechnung als null behandelt, ungültige Eingaben wie Buchstaben oder leere Felder ebenfalls, damit das Ergebnis nie eine unsinnige oder negative Gesamtsumme anzeigt. Beim Verlassen eines Feldes wird der angezeigte Wert automatisch auf eine gültige, nicht negative Zahl korrigiert. Das Ergebnis aktualisiert sich in jedem Fall sofort und ohne Absenden eines Formulars, sodass Sie den Effekt einer Korrektur unmittelbar sehen.
Werden meine eingegebenen Zahlen irgendwohin übertragen oder gespeichert?
Nein. Der TCO-Rechner läuft vollständig im Browser, die Berechnung erfolgt clientseitig in JavaScript, ohne Server-Backend und ohne Datenübertragung. Ihre eingegebenen Zahlen verlassen zu keinem Zeitpunkt Ihren Rechner und werden auch nicht dauerhaft gespeichert, sie sind nach dem Neuladen der Seite wieder auf die Beispielwerte zurückgesetzt. Für Fertigungsunternehmen, die interne Kostenkalkulationen nicht mit Dritten teilen möchten, ist das ein bewusster Designentscheid dieser Seite.
Welche Kosten sind in den drei Eingabefeldern NICHT enthalten?
Der Rechner bildet ausschließlich die drei von Ihnen eingegebenen Kostenblöcke ab: Investition, jährliche Kosten und Implementierung. Nicht automatisch enthalten sind unter anderem interner Personalaufwand für Projektbegleitung und Schulung, Kosten für zusätzliche Maschinenanbindungen im laufenden Betrieb, spätere Erweiterungen um weitere Module oder Nutzerlizenzen, Ausfallzeiten während der Umstellung sowie mögliche Aufschläge für regulierte Branchen wie Pharma oder Medizintechnik. Diese Positionen lassen sich in die drei vorhandenen Felder einrechnen, indem Sie sie anteilig der Investition oder den jährlichen Kosten zuschlagen, der Praxisabschnitt auf dieser Seite geht darauf im Detail ein.
Was ist der Unterschied zwischen diesem TCO-Rechner und einem ROI-Rechner?
Der TCO-Rechner beantwortet die Frage, was ein MES über fünf Jahre insgesamt kostet, unabhängig davon, welchen Nutzen es stiftet. Ein ROI-Rechner setzt diese Kosten zusätzlich in Relation zu einem erwarteten Nutzen, etwa eingesparter Ausschuss, weniger Stillstand oder gesteigerte OEE, und ermittelt daraus eine Amortisationszeit oder eine Rendite. Beide Rechner ergänzen sich: Die TCO-Zahl aus diesem Rechner ist eine sinnvolle Eingangsgröße für eine anschließende ROI-Betrachtung, sobald der erwartete Nutzen beziffert ist, etwa anhand der Kennzahlen auf der Seite OEE messen und steigern mit einem MES.
Eignet sich der Rechner auch für kleine und mittlere Fertigungsunternehmen?
Ja, die Formel ist unabhängig von der Unternehmensgröße, sie verarbeitet ausschließlich die drei Zahlen, die Sie eingeben. Kleinere Fertigungsunternehmen mit unter 50 Mitarbeitenden in der Fertigung bewegen sich nach Sectorlens-Erfahrungswerten meist in niedrigeren Wertebereichen bei Investition und laufenden Kosten als Unternehmen ab 200 Mitarbeitenden, das Prinzip der Berechnung bleibt aber identisch. Der Vorbelegungswert des Rechners orientiert sich an einem mittleren Projekt und ist bewusst ein Startpunkt zum Anpassen, keine Empfehlung für eine bestimmte Unternehmensgröße.
Berücksichtigt der Rechner den Unterschied zwischen Kaufmodell und Subscription?
Der Rechner selbst unterscheidet nicht explizit zwischen Kauf- und Subscription-Lizenzmodell, das Feld für jährliche Kosten bildet aber beide Fälle ab, wenn Sie es korrekt befüllen. Bei einem Kaufmodell tragen Sie im Feld für jährliche Kosten in der Regel nur die jährlichen Wartungskosten ein, oft 16 bis 22 Prozent des Lizenzwerts, während die Lizenz selbst in die Investition einfließt. Bei einem Subscription-Modell tragen Sie stattdessen die volle jährliche Nutzungsgebühr ein, die Investition enthält dann meist nur Hardware und Rollout. Weil sich beide Modelle bei gleicher Eingabelogik unterschiedlich auf die Gesamt-TCO auswirken können, lohnt sich ein Rechnerdurchlauf für beide Varianten desselben Angebots.
Wie genau ist das Ergebnis des TCO-Rechners?
Das Ergebnis ist exakt so genau wie die drei Eingabewerte, die Sie zugrunde legen, der Rechner selbst führt nur eine Addition und zwei Divisionen aus, ohne eigene Schätzungen oder Aufschläge einzurechnen. Er liefert damit eine Orientierung auf Basis Ihrer eigenen Zahlen, keine verbindliche Kalkulation und keine Vorhersage künftiger Preissteigerungen, Wechselkurse oder Vertragsanpassungen. Für eine belastbare Entscheidung sollten die eingegebenen Werte aus einem konkreten Angebot oder aus einem detaillierten Lastenheft stammen, nicht aus einer groben Schätzung.
Was mache ich, wenn ich nach der Berechnung noch unsicher bin, welches MES passt?
Die TCO-Zahl beantwortet nur die Kostenfrage, nicht die Frage nach der fachlichen und technischen Passung eines Systems zu Ihrer Fertigung. Für die Passungsfrage bietet Find-Your-MES ein kostenloses Matching an: Sie geben lediglich Ihre Unternehmens-URL ein, die Analyse wertet ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus und leitet daraus über 80 Merkmale zu Fertigungsart, Maschinenpark und Systemlandschaft ab, ohne Registrierung und ohne Formular. Ergänzend begleitet Sectorlens seit 2022 in mehr als 50 Projekten MES-Auswahlen mit strukturierten Lastenheften und moderiertem Anbieter-Dialog.
Kann ich mit dem Rechner auch die Kosten einer MES-Migration abschätzen?
Ja, mit Einschränkung. Wenn Sie ein bestehendes MES ablösen, tragen Sie in die Investitionskosten zusätzlich zur neuen Lizenz die einmaligen Migrationskosten für Datenübernahme und Parallelbetrieb ein, und in die Implementierungskosten den Beratungsaufwand für die Umstellung. Nicht automatisch erfasst sind mögliche Vertragsstrafen oder Restlaufzeiten des bisherigen Systems, diese sollten Sie separat gegenrechnen, bevor Sie die Migrationsentscheidung anhand der TCO-Zahl treffen. Eine ausführliche Einordnung zu Ablösekosten und typischem Vorgehen bei einem MES-Wechsel finden Sie auf der entsprechenden Themenseite von Find-Your-MES.
Sie kennen jetzt Ihre TCO.
Unsicher, ob das Ergebnis realistisch ist oder welches MES überhaupt passt?
Der Rechner beantwortet die Kostenfrage anhand Ihrer eigenen Zahlen. Ob diese Zahlen zu einem passenden Anbieter gehören und ob sich ein niedrigerer TCO-Wert überhaupt erreichen lässt, ist eine andere Frage, hier helfen wir konkret weiter.
Passendes MES samt realistischer Kostengröße finden
URL eingeben, KI analysiert die Fertigung anhand öffentlicher Daten und gleicht sie gegen 64 Kriterien mit dem Anbietermarkt ab, inklusive einer ersten Einordnung der zu erwartenden Größenordnung.
- Shortlist mit Match-Score in Minuten
- Keine Anmeldung, kein Formular
- Ausgangspunkt für belastbare Angebote statt Schätzwerte
Belastbare TCO-Eingabewerte aus einem echten Lastenheft
Anforderungs-Workshop, Lastenheft aus über 150 Anforderungen, moderierter Anbieter-Dialog und Entscheidungsmatrix liefern vergleichbare Angebote, aus denen sich die drei Rechnerfelder direkt und belastbar befüllen lassen.
- Vergleichbare Angebote statt geschätzter Werte
- Implementierungskosten vertraglich fixiert
- Entscheidungsmatrix inklusive TCO-Einordnung
Zweitmeinung zu Ihrem TCO-Ergebnis
50+ Projekte seit 2022, herstellerneutral, keine Provision. Wir prüfen mit Ihnen, ob Ihre eingegebenen Werte realistisch sind und welche der sechs typischen Fehler aus dem Praxisabschnitt oben in Ihrem Fall relevant sein könnten.
- Plausibilitätscheck Ihrer TCO-Eingabewerte
- Einordnung gegen Sectorlens-Erfahrungswerte
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Rechner durchgespielt.
Jetzt das passende MES finden.
Die TCO-Zahl steht. Der nächste Schritt ist, sie mit einem Anbieter abzugleichen, der zu Ihrer Fertigung passt. Das Matching dauert 6 Minuten und kostet nichts.