AMR MES Anbindung.
Wer löst den Transport aus, wer quittiert ihn?
AMR MES Anbindung heißt: Das Manufacturing Execution System (MES, die Software, die Fertigungsaufträge steuert und dokumentiert) löst Transportaufträge aus und erhält die Quittung, während eine Flottenleitsteuerung die autonomen mobilen Roboter (AMR) und fahrerlosen Transportsysteme (FTS) fährt. VDA 5050 regelt nur die Strecke zwischen Leitsteuerung und Fahrzeug. Für Produktions- und Intralogistikleitung sowie Fertigungs-IT.
Vom Zuruf zum Auftrag:
Warum die Anbindung mehr ist als ein Funkmodul.
Ein fahrerloses Fahrzeug transportiert, aber es weiß nicht, wofür. Welches Material ein Arbeitsgang braucht und wann, weiß das MES. Erst die Kopplung macht aus einer Fahrt eine nachvollziehbare Materialbewegung im Fertigungsauftrag. Lager und Lagerplatzverwaltung behandelt Find-Your-WMS, hier geht es um die Fertigungssteuerung.
Ohne Anbindung
- Material wird per Zuruf oder Zettel angefordert, der Fahrauftrag entsteht von Hand.
- Das MES erfährt nicht, wann das Material ankam, der Start beruht auf Annahmen.
- Wartezeiten erscheinen als Stillstand ohne Ursache.
- Die Fahrt fehlt in der Rückverfolgung.
Mit Anbindung
- Bedarf, Ziel, Fälligkeit und Priorität hängen am Fertigungsauftrag.
- Annahme, Fahrt und Zustellung kommen zurück, das MES bucht die Bereitstellung.
- Blockierter Weg oder leere Quelle erscheinen mit Ursache im Auftrag.
- Behälter und Charge sind in der Genealogie lesbar.
Einschätzung von Find-Your-MES. Schnittstellen ordnet MES-Architektur und Schnittstellen ein, den Technologiekontext MES Technologie und Trends.
Wer steuert wen:
Welche Rolle haben MES, Flottenleitsteuerung und AMR?
VDA 5050 Version 3.0.0 spricht von mobilen Robotern, spurgeführten oder frei navigierenden. Im Sprachgebrauch heißen erstere meist FTS, letztere AMR. Faustregel: Das MES sagt, was wann wohin soll, die Leitsteuerung entscheidet, womit und auf welchem Weg, das Fahrzeug fährt und meldet seinen Zustand. Die Zuständigkeiten der übrigen Systeme ordnet MES, ERP, SCADA und MOM.
| Instanz | Führt und entscheidet | Kennt nicht | Typische Schnittstelle |
|---|---|---|---|
| MESFertigungsauftrag und Quittung | Fertigungsauftrag, Arbeitsgang, Materialbedarf mit Menge, Ort und Fälligkeit. Bucht die Bereitstellung im Auftrag. | Fahrwege, Verkehr, Akkustand und Position der Fahrzeuge. | Zur Leitsteuerung herstellerspezifisch, zur Anlage per OPC UA oder MQTT mit Sparkplug, auch über einen Unified Namespace. |
| ERP oder WMSBestand und Lagerplatz | Bestand, Lagerplatz, Lagerbuchungen, Auslagerung. | Fortschritt des Arbeitsgangs in Minuten oder Sekunden. | Zum MES je nach Hersteller Webservice oder Datenbankkopplung. |
| Flottenleitsteuerungbei VDA 5050: fleet control | Zuordnung der Aufträge zu Fahrzeugen, Routen, Verkehr, Blockaden, Laden, Abstimmung mit Toren und Aufzügen. | Fertigungsauftrag und Charge, soweit das MES sie nicht mitgibt. | Zum Fahrzeug VDA 5050 über MQTT. Nach oben zum MES herstellerspezifisch. |
| AMR oder FTSmobile robot | Lokalisierung, Fahren, Aufnehmen und Abgeben, Zustandsmeldung. Personenschutz bleibt am Fahrzeug. | Fertigungsauftrag und andere Fahrzeuge. | VDA 5050 zur Leitsteuerung. |
| PeripherieTore, Aufzüge, Übergabestationen | Meldet frei oder belegt, öffnet, schließt, nimmt Behälter an. | Auftrag und Material. | Zur Leitsteuerung oder zur SPS, beschrieben in VDI 2510 Blatt 3. |
Quellen: VDA 5050, Kapitel 3, 5.3 und 5.4 (VDA), VDI 2510 Blatt 3, 09/2017 (VDI), Stand 11/2026. Die Zuordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-MES. Mobile Roboter mit Greifarm behandelt Cobots und Roboter am MES.
Was ist VDA 5050,
und was ist es nicht?
VDA 5050 ist eine Empfehlung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und des VDMA für die Kommunikation zwischen einer zentralen Leitsteuerung und mobilen Robotern. Aktuell ist Version 3.0.0 vom März 2026. Nachrichten im JSON-Format (textbasiertes Datenformat) laufen über MQTT (Message Queuing Telemetry Transport, ein Nachrichtenprotokoll mit Themenkanälen) ab Version 3.1.1, vorgeschlagen ist das Muster vda5050/v3/Hersteller/Seriennummer/Thema. Die Anwendung ist freiwillig und unverbindlich, das Dokument erscheint nur noch auf Englisch. Die Tabelle zeigt die Topics.
| Topic | Richtung und Pflicht | Inhalt laut Empfehlung | Bedeutung für die MES-Anbindung |
|---|---|---|---|
| order | Leitsteuerung an Fahrzeug, Pflicht | Auftrag als Folge von Knoten und Kanten mit orderId, orderUpdateId und Aktionen. | Die Leitsteuerung übersetzt den Transportauftrag des MES in eine order. |
| instantActions | Leitsteuerung an Fahrzeug, Pflicht | Sofortaktionen wie startPause, stopPause und cancelOrder, die jedes Fahrzeug unterstützen muss. | Ein Storno im MES wird in der Leitsteuerung zu cancelOrder. |
| state | Fahrzeug an Leitsteuerung, Pflicht | Letzter Knoten, Zustand jeder Aktion, Lasten, Fehler, Betriebsart, Energie, Sicherheitszustand. | Quelle für Status und Quittierung im MES, gelesen über die Leitsteuerung. |
| connection | Broker oder Fahrzeug an Leitsteuerung, Pflicht | Verbindungszustand über die Last-Will-Funktion von MQTT (Meldung bei Verbindungsabbruch). | Erklärt ausbleibende Meldungen. |
| factsheet | Fahrzeug an Leitsteuerung, Pflicht | Parameter zur Einrichtung des Fahrzeugs in der Leitsteuerung. | Mittelbar relevant, etwa für Ladungsträgertypen. |
| visualization, zoneSet, responses | Optional | Hochfrequente Position und Pfad für die Visualisierung, Zonen für das Verhalten der Fahrzeuge, Antworten der Leitsteuerung auf Anfragen des Fahrzeugs. | Für das MES kaum relevant. Zonen berühren Sicherheit und Verkehr, siehe die Grenzen. |
Quellen: VDA 5050 Version 3.0.0 (VDA, datiert 17.03.2026), Repository VDA5050, Releases 3.0.0 vom 18.03.2026 und 2.1.0 vom 19.08.2024, Kapitel 2, 4 und 6, Stand 11/2026. Die Hauptversion steht im vorgeschlagenen Topic-Muster (v3), Version 3.0.0 hat laut Release-Hinweisen Parameter umbenannt. Die letzte Spalte ist eine Einschätzung von Find-Your-MES.
Was VDA 5050
ausdrücklich nicht regelt.
Kapitel 2 der Empfehlung zählt auf, was nicht Gegenstand ist. Jeder Punkt ist eine Aufgabe, die im Projekt jemand übernimmt.
Keine Sicherheitsnorm
Die Empfehlung definiert keine Sicherheitsanforderungen und soll nicht als Sicherheitsnorm angewendet werden. Für fahrerlose Flurförderzeuge gilt unter anderem ISO 3691-4:2023, für FTS VDI 2510 Blatt 2 (Dezember 2022).
Keine Verkehrslogik
Routing, Priorisierung und das Auflösen von Blockaden sind nicht Teil der Empfehlung, sondern Aufgabe der Leitsteuerung.
Keine Schnittstelle zum MES
Ausgeschlossen sind Schnittstellen jenseits von Leitsteuerung und Fahrzeug, auch zu externen IT-Systemen. Der Weg vom MES zur Leitsteuerung ist herstellerspezifisch.
Keine Schutzmechanismen
Verfahren zur sicheren Kommunikation oder zum Datenschutz legt die Empfehlung nicht fest. Der Schutz ergibt sich aus der Konfiguration des Brokers, typischerweise mit TLS (Transportverschlüsselung).
- Broker und Zertifikate gehören in die IT/OT-Planung
Keine Zuteilung von Pflichten
Wer plant, betreibt, wartet und für die Sicherheit verantwortlich ist, teilt die Empfehlung nicht zu. Das regeln Verträge und das Produktsicherheitsrecht.
Keine Abnahme und Inbetriebnahme
Inbetriebnahme, Validierung und Abnahme sind nicht beschrieben. Routen lassen sich laut Empfehlung über das Layout Interchange Format (LIF, Austauschformat für Fahrkurse) des VDMA importieren.
Quellen: VDA 5050, Kapitel 1, 2, 4.1 und 5.2 (VDA), LIF Version 1.0.0, 09/2023 (VDMA), ISO 3691-4:2023 (ISO), VDI 2510 Blatt 2 (VDI), Stand 11/2026. Ab 20.01.2027 gilt die Maschinenverordnung, siehe Maschinenverordnung im MES. Dies ist keine Rechtsberatung.
Wie läuft die Materialbereitstellung
aus dem MES, von der Anforderung bis zur Quittung?
Bei Pull, Kanban und auftragsbezogener Bereitstellung läuft derselbe Ablauf, nur der Auslöser unterscheidet sich. Bei Pull wird Material erst bei Bedarf angefordert, bei Kanban löst ein leerer Behälter die Nachlieferung aus. Laut Siemens lassen sich in Opcenter Intra Plant Logistics Kanban-Regeln für Nachschubpunkte setzen, laut MPDV entstehen Transportaufträge in der mApp Intralogistics & Packaging automatisch, sobald Material benötigt wird. In der Elektronikfertigung beschreibt IPC-2591 CFX seit Version 2.0 (22.04.2025) Nachrichten für AGV (Automated Guided Vehicle, englisch für FTS) und AMR, siehe MES für Elektronik.
Bedarf erkennen
Ein Auslöser meldet Bedarf: Start eines Arbeitsgangs, leerer Behälter, Zeitplan oder Bediener. Das MES prüft, ob der Bedarf noch gilt und das Material nicht schon unterwegs ist.
Transportauftrag anlegen
Das MES legt den Auftrag mit eigener ID an: Material, Menge, Quelle, Ziel, Priorität, Fälligkeit und Bezug zum Arbeitsgang. Die ID bleibt in allen Meldungen erhalten.
An die Leitsteuerung übergeben
Die Leitsteuerung bestätigt oder lehnt mit Grund ab, wählt ein Fahrzeug und berechnet die Route. Daraus entsteht eine VDA-5050-order mit Knoten, Kanten und den Aktionen zum Aufnehmen und Abgeben.
Fahren und übergeben
Das Fahrzeug meldet im state den letzten Knoten, den Zustand jeder Aktion und die Lasten. Soll es auf ein Ereignis warten, setzt die Leitsteuerung waitForTrigger und gibt nach der Meldung eines Fremdsystems mit trigger frei.
Quittieren und buchen
Meldet die Leitsteuerung die Zustellung, bucht das MES die Bereitstellung genau einmal. Eine Quittung vor Ort, etwa Scan oder Meldung der Übergabestation, belegt den richtigen Platz.
Ausnahmen und Abschluss
Fehlerfälle haben feste Wege (nächste Tabelle). Dazu kommen die Rückfahrt von Leergut, das Schließen des Auftrags und die Historie mit Zeiten je Zustand.
Quellen: VDA 5050, Kapitel 6.2, Tabellen 4 und 5 (VDA, Version 3.0.0), Siemens Opcenter Intra Plant Logistics, MPDV mApp Intralogistics & Packaging, IPC-2591 CFX Version 2.0, 22.04.2025 (IPC), Stand 11/2026. Die sechs Schritte sind ein Vorschlag von Find-Your-MES.
Blockierter Weg, fehlendes Material, Funkloch:
Wer reagiert wie?
Ein Fehler löscht den Auftrag am Fahrzeug nicht. Laut VDA 5050 räumt das Fahrzeug seinen Auftrag bei keiner der Fehlerstufen WARNING, URGENT, CRITICAL und FATAL selbst ab, den Abbruch veranlasst die Leitsteuerung.
| Fall | Was das Fahrzeug meldet | Was die Leitsteuerung leistet | Was das MES tun sollte |
|---|---|---|---|
| Weg blockiertHindernis, Stau, Sperrzone | Warten oder Fehler, bei gesperrter Zone BLOCKED_ZONE_VIOLATION. | Erkennt und löst Blockaden, leitet um. Die Logik gehört nicht zu VDA 5050. | Verzug messen, nach der Zeitgrenze an eine Rolle eskalieren, keinen zweiten Auftrag anlegen. |
| Ziel nicht erreichbarStation gesperrt, kein Weg | NODE_UNREACHABLE (CRITICAL) oder NO_ROUTE_TO_TARGET (WARNING). | Neue Route, anderes Fahrzeug oder Ablehnung. | Als nicht ausführbar mit Grund führen, Ausweichstation anbieten. |
| Material fehltQuelle leer, Ziel belegt | pick oder drop im Zustand FAILED oder RETRIABLE, etwa weil die Aufnahmestation leer oder der Ablageplatz besetzt ist. | Wiederholen (retry), überspringen (skipRetry) oder cancelOrder. | Nicht buchen, Bestand abgleichen, Fehlmenge kennzeichnen, bei besetztem Ziel neuen Platz bestimmen. |
| Fahrzeug fällt ausHandbetrieb, Service, Fehler | Betriebsart MANUAL, SERVICE oder TEACH_IN löscht den Auftrag am Fahrzeug, bei INTERVENED bleibt er. | Weist neu zu oder meldet zurück. | Auftrag zurück auf offen, Last am Fahrzeug im Bestand sichtbar halten. |
| FunklochVerbindung bricht ab | CONNECTION_BROKEN. Das Fahrzeug fährt bis zum letzten freigegebenen Knoten. | Kann nichts ändern, bis die Verbindung steht. Nachrichten mit QoS 0 (ohne Zustellbestätigung) können verloren gehen. | Meldungen kommen verspätet oder doppelt, Quittungen wirken über die Auftrags-ID genau einmal. |
| MES oder Schnittstelle fällt ausnicht Teil von VDA 5050 | Nichts, das Fahrzeug arbeitet ab. | Fährt laufende Aufträge zu Ende. | Aufträge zwischenspeichern, mit gleicher ID erneut senden, Notbetrieb festlegen. |
Quellen: VDA 5050, Kapitel 2, 5.3, 6.1.3, 6.5, 6.6.5 und 6.6.6, Tabellen 5, 9 und 10 (VDA, Version 3.0.0), Stand 11/2026. Die Spalte zum MES ist eine Einschätzung von Find-Your-MES.
Sechs Auslöser im Vergleich,
und welches System den Status führt.
Entscheidend ist die Frage, welches System den Transportstatus führt. Legen zwei Systeme Aufträge an, brauchen sie eine gemeinsame Auftrags-ID und einen führenden Status, sonst entstehen Doppelfahrten und Doppelbuchungen.
| Auslöser | Passt, wenn | Stärke | Risiko |
|---|---|---|---|
| MESauftragsbezogen | Material hängt an einem Fertigungsauftrag, etwa bei Varianten oder Chargenfertigung. | Bezug zu Auftrag, Charge und Fälligkeit. | Falscher Bestand führt zu Fehlfahrten, bei MES-Ausfall steht die Versorgung. |
| Maschine oder SensorKanban-Signal | Verbrauchsmaterial in festen Behältern, gleichmäßiger Verbrauch. | Verbrauchsgesteuert, kein Planungsaufwand. | Ohne Bezug zum Auftrag keine Charge. |
| ERP oder WMSlagerbezogen | Wareneingang, Auslagerung, Umlagerung. Siehe Find-Your-WMS. | Bestand und Lagerplatz sind führend. | Kennt den Fortschritt der Arbeitsgänge nicht. |
| BedienerTerminal, Taster, Scan | Sonderfälle, Leergut, Eilbedarf, Anlaufphase. | Einfach und flexibel. | Ruft zur Unzeit oder gar nicht, bindet Personal. |
| Leitsteuerungfeste Rundfahrt | Gleichmäßiger Bedarf an festen Stationen. | Planbar, wenig Schnittstellenaufwand. | Fahrten ohne Bedarf, kein Bezug zu Auftrag und Charge. |
| Feinplanungvorausschauend | Lange Wege, Material muss vor dem Arbeitsgang stehen. Mehr unter Feinplanung. | Material ist rechtzeitig da. | Planänderungen erzeugen Stornos. |
Einschätzung von Find-Your-MES. Soll ein KI-Agent Transportaufträge anlegen, gelten dieselben Regeln für ID und Status, siehe KI-Agenten auf dem Shopfloor. Die Sicht der Linie zeigt MES für Produktionsleitung.
Wie stellen Sie in der Demo sicher, dass ein MES
Transportaufträge auslösen und rückmelden kann?
Lassen Sie nicht die Idealfahrt zeigen. Senden Sie dem Anbieter die zehn Testfälle mit Ihrer Stationsliste vor der Demo und lassen Sie jeden Fall mit dem Nachweis vorführen, nach festen Kriterien wie in MES-Demos bewerten.
| Testfall | Erwartetes Verhalten | Nachweis, den Sie verlangen |
|---|---|---|
| 1 · Auftrag auslösen | Das MES legt aus einem Fertigungsauftrag einen Transportauftrag an, die Leitsteuerung bestätigt ihn mit eigener ID. | Protokoll mit beiden Auftrags-IDs. |
| 2 · Doppelter Aufruf | Derselbe Auftrag wird zweimal gesendet, etwa nach einem Timeout. Es fährt genau ein Transport. | Zählung der Fahrten gegenüber den Aufträgen. |
| 3 · Statusrückmeldung | Die Zustände angelegt, zugewiesen, unterwegs, übergeben und zugestellt erscheinen mit Zeitstempel im Auftrag. | Zeitleiste des Auftrags, verglichen mit dem Fahrzeugprotokoll. |
| 4 · Quittierung | Die Zustellung bucht die Bereitstellung genau einmal, auch bei doppelter Meldung. | Buchungsbeleg mit Behälter- oder Chargen-ID. |
| 5 · Material fehlt | Die Aufnahme schlägt fehl, weil die Quelle leer ist. Das MES bucht nicht und zeigt die Fehlmenge. | Fehlerprotokoll mit Ursache, Bestand vor und nach dem Fehler. |
| 6 · Weg blockiert | Ein Hindernis steht im Weg. Der Auftrag zeigt Verzug, nach der Zeitgrenze erhält eine benannte Rolle eine Meldung, kein zweiter Auftrag entsteht. | Alarm mit Zeit und Empfänger, Auftragsliste ohne Dublette. |
| 7 · Fahrzeug fällt aus | Ein Fahrzeug geht in den Handbetrieb. Der Auftrag geht an ein anderes Fahrzeug oder zurück auf offen, die Last wird nicht doppelt gebucht. | Ablauf und Zustand der Lasten vor und nach dem Wechsel. |
| 8 · Storno und Eilauftrag | Ein Storno stoppt den Transport, ein Eilauftrag überholt Standardaufträge. Beides ist mit Grund und Benutzer protokolliert. | Protokollzeilen mit Benutzer und Zeit, Reihenfolge der Zustellungen. |
| 9 · Verbindungsverlust | Die Schnittstelle zum MES wird für mehrere Minuten getrennt. Es gehen keine Aufträge verloren, beide Systeme gleichen danach ab. | Protokoll des Abgleichs, Auftragszahlen beider Seiten. |
| 10 · Rückverfolgung | Behälter- oder Chargen-ID laufen von der Quelle über den Transport bis zum Arbeitsgang durch und sind in der Genealogie auffindbar. | Auszug der Genealogie für eine Charge mit Transportereignis. |
Vorschlag von Find-Your-MES auf Basis der Zustände und Fehlerarten von VDA 5050 Version 3.0.0 (VDA), Stand 11/2026.
Sechs Fehler,
die Anbindungen teuer machen.
Jeder Fehler lässt sich mit einer Festlegung vor dem Projekt oder einem der zehn Testfälle ausschließen.
Zwei Systeme führen den Transportstatus
MES und WMS legen beide Aufträge an und buchen beide die Zustellung. Folgen: Doppelfahrten und doppelte Buchungen.
Das MES spricht am Verkehr vorbei
Wer aus dem MES direkt an das Fahrzeug sendet, umgeht die Instanz, die Verkehr koordiniert. VDA 5050 sieht die Leitsteuerung als Absender der Aufträge vor.
Quittung ohne Schutz vor Doppelmeldung
Die meisten VDA-Topics laufen mit QoS 0, Nachrichten können verloren gehen oder erneut kommen. Eine Quittung ohne Auftrags-ID bucht dann doppelt oder gar nicht.
Nur die Idealfahrt getestet
Die Demo zeigt eine Fahrt von A nach B. Blockierter Weg, leere Quelle und Verbindungsverlust gehören zum Betrieb und kosten, wenn sie erstmals in der Halle auftreten.
Sicherheitsfragen im MES gelöst
Gibt das MES Zonen oder Geschwindigkeiten vor, berührt es die Sicherheit. Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gilt ab 20.01.2027 und kennt die wesentliche Veränderung, durch die ein Betreiber zum Hersteller werden kann.
- Risikobeurteilung vor der Funktion, siehe Maschinenverordnung im MES
VDA-Version nicht festgelegt
Fahrzeug und Leitsteuerung können unterschiedliche Versionen sprechen. Version 3.0.0 hat Parameter umbenannt. Ohne Festlegung zeigt sich der Unterschied erst bei der Inbetriebnahme.
Quellen: VDA 5050, Kapitel 4.1, 6.1 (VDA, Version 3.0.0), Verordnung (EU) 2023/1230 (EUR-Lex), Stand 11/2026. Die Hinweise sind Einschätzungen von Find-Your-MES. Dies ist keine Rechtsberatung.
Drei MES-Anbieter im Auszug:
Was sie zu Transportaufträgen und AGV selbst angeben.
Der Auszug nennt Anbieter, die Transportaufträge oder AGV-Anbindung selbst beschreiben, alphabetisch und ohne Wertung. Fehlt ein Anbieter, fragen Sie ihn mit den zehn Testfällen. Den Rest der über 110 Systeme zeigt der MES-Katalog, eine begründete Shortlist das Matching.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Angabe des Anbieters zu Transport und AGV | In der Demo zuerst prüfen | Profil |
|---|---|---|---|---|---|
| iTAC.MOM.SuiteiTAC Software AG, Montabaur | Mittelstand | auf Anfrage | Pressemitteilung vom 12.11.2018: automatische Nachschubsteuerung in der SMT-Fertigung vom Material Pull System über Auto Storage bis zum AGV, das MES liefert der Steuerungssoftware Bedarfs- und Materialdaten. | Heutiger Stand der Anbindung, Schnittstelle zur Leitsteuerung, Quittierung und Fehlerfälle | |
| MPDV HYDRA XMPDV Mikrolab GmbH, Mosbach | Mittelstand | auf Anfrage | Die mApp Intralogistics & Packaging erstellt, verwaltet und führt Transportaufträge aus, auch automatisch bei Materialbedarf. Eine Anbindung von FTS oder AMR nennt die Beschreibung nicht. | Ob und wie Aufträge an eine Flottenleitsteuerung gehen und welche Schnittstelle im Standard liegt | Zum Profil → |
| Siemens Opcenter Intra Plant LogisticsSiemens Digital Industries Software | Enterprise | auf Anfrage | Siemens beschreibt die Integration von AGV-Management, um Abholung und Abgabe von Material auszulösen, dazu Kanban-Regeln für Nachschubpunkte. Die Hinweise zu Version 2210 vom 16.11.2022 nennen die AGV-Anbindung über SIMOVE. | Welche Fahrzeuge im Standard angebunden sind, ob VDA 5050 genutzt wird, wie Quittierung und Fehlerfälle erscheinen | Zum Profil → |
Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-MES, iTAC Pressemitteilung vom 12.11.2018 (PresseBox), MPDV mApp Intralogistics & Packaging, Siemens Opcenter Intra Plant Logistics, Siemens, Hinweise zu Opcenter Intra Plant Logistics 2210, Stand 11/2026. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr.
Was kostet die AMR MES Anbindung?
Kostentreiber statt Preisversprechen.
Eine belastbare Zahl gibt es nur aus einem Angebot für Ihr Layout, Ihre Fahrzeuge und Ihre Stationen. Flottengröße, Hallenaufbau und Zahl der Übergabestationen gehen in jedes Angebot ein. Die Tabelle nennt sieben Treiber samt Fragen vor dem Angebot. Allgemein: Implementierungskosten.
| Kostentreiber | Was ihn bestimmt | Was Sie vorab klären |
|---|---|---|
| Fahrzeuge und Hersteller | Zahl der Fahrzeugtypen, jeder mit eigener Inbetriebnahme. | VDA-5050-Version je Typ, schriftlich vom Hersteller. |
| Flottenleitsteuerung | Lizenzmodell, Flottengröße, Betrieb mit mehreren Herstellern. | Welche Hersteller gemeinsam laufen, wer betreibt und betreut. |
| Schnittstelle MES und Leitsteuerung | Entwicklung auf beiden Seiten, Standard oder Individualprojekt, Pflege der Stammdaten. | Wer baut, testet und pflegt sie bei Updates. |
| Funknetz und IT | Abdeckung von WLAN oder Mobilfunk, Broker, Zertifikate, Netztrennung. | Verfügbarkeitsanforderung und Zuständigkeit, siehe IT/OT-Konvergenz. |
| Peripherie | Tore, Aufzüge, Förderer, Übergabestationen nach VDI 2510 Blatt 3. | Wer liefert und schaltet die Schnittstellen. |
| Sicherheit und Abnahme | Risikobeurteilung, Zonen, ISO 3691-4:2023, Maschinenverordnung ab 20.01.2027. | Wer als Hersteller verantwortet und abnimmt. |
| Betrieb und Support | Testsystem und Simulator, Störungsdienst, Updates, Servicezeiten, Erweiterungen um Stationen und Fahrzeuge. | Wer stellt Testumgebung und Fahrzeuge, Reaktionszeiten und Zuständigkeit, siehe Vertrag und SLA. |
Einordnung von Find-Your-MES, Preise nennt die Tabelle bewusst nicht. Quellen zu den Regelwerken: VDI 2510 Blatt 3 (VDI), ISO 3691-4:2023 (ISO), Verordnung (EU) 2023/1230 (EUR-Lex), Stand 11/2026.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was bedeutet AMR MES Anbindung?
Die AMR MES Anbindung verbindet das Manufacturing Execution System (MES) so mit der Flottenleitsteuerung von autonomen mobilen Robotern (AMR) und fahrerlosen Transportsystemen (FTS), dass das MES Transportaufträge auslöst und deren Zustand bis zur Zustellung zurückerhält. Das MES fährt die Fahrzeuge nicht selbst, es sagt, welches Material wann wohin soll. Die Leitsteuerung übersetzt das in Fahrbefehle. Die Rollen der übrigen Systeme ordnet MES, ERP, SCADA und MOM, die Lagerseite behandelt Find-Your-WMS.
Was ist der Unterschied zwischen AMR und FTS?
Nach VDA 5050 Version 3.0.0 folgt ein spurgeführter mobiler Roboter vorgegebenen Bahnen, ein frei navigierender plant seine Bahn selbst und folgt einer mitgesendeten Bahn. Im Sprachgebrauch heißen spurgeführte Fahrzeuge meist FTS und frei navigierende AMR. Für die MES-Anbindung zählt der Unterschied wenig, denn das MES gibt nur Quelle, Ziel und Fälligkeit vor. Er zählt für Sicherheit, Infrastruktur und Verkehrssteuerung, also für die Auswahl von Fahrzeug und Leitsteuerung. Das MES sieht in beiden Fällen dieselben Zustände: angelegt, unterwegs, übergeben, zugestellt.
Was ist VDA 5050?
VDA 5050 ist eine Empfehlung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und des VDMA für die Kommunikation zwischen einer zentralen Leitsteuerung und mobilen Robotern. Aktuell ist Version 3.0.0 vom März 2026. Aufträge, Sofortaktionen und Zustandsmeldungen laufen im JSON-Format über MQTT ab Version 3.1.1. Die Anwendung ist freiwillig, das Dokument erscheint nur noch auf Englisch. Die Entwicklung läuft im Repository VDA5050 auf GitHub, die Fassung der VDA gilt laut README im Zweifel vorrangig.
Spricht das MES direkt VDA 5050?
In der Regel nein. VDA 5050 beschreibt ausdrücklich nur die Schnittstelle zwischen Leitsteuerung und mobilen Robotern, Schnittstellen zu externen IT-Systemen gehören laut Kapitel 2 nicht dazu. Das MES übergibt den Transportauftrag über die eigene Schnittstelle der Leitsteuerung, je nach Hersteller etwa als Webservice, per OPC UA, MQTT oder Datenbank. Die Leitsteuerung erzeugt daraus VDA-Aufträge. Lassen Sie sich Schnittstelle, Datenmodell und Statusfolge der Kombination in der Demo zeigen, eine Zusage genügt nicht.
Welche Rolle spielen OPC UA, MQTT und der Unified Namespace?
VDA 5050 nutzt MQTT nur zwischen Leitsteuerung und Fahrzeug. Zwischen MES und Anlage, also für Übergabestationen und Quittungen vor Ort, bleiben OPC UA und MQTT mit Sparkplug die üblichen Wege. Ein Unified Namespace kann den Transportstatus als Ereignis für mehrere Systeme bereitstellen. Er ist ein Architekturmuster und keine Norm und ersetzt weder die Leitsteuerung noch VDA 5050. In der Elektronikfertigung kommt der Standard IPC-2591 CFX hinzu, der seit Version 2.0 Nachrichten für AGV und AMR kennt.
Wer sollte den Transportauftrag auslösen, MES oder WMS?
Das hängt vom Bezug des Materials ab. Auftragsbezogene Bereitstellung am Arbeitsgang löst sinnvoll das MES aus, lagerbezogene Bewegungen wie Wareneingang und Auslagerung das ERP oder WMS, Verbrauchsmaterial in festen Behältern ein Kanban-Signal. Entscheidend ist, dass genau ein System den Transportstatus führt und die anderen nur lesen. Die Entscheidungshilfe zu den sechs Auslösern vergleicht Stärken und Risiken, zur Lagerseite siehe Find-Your-WMS. Fallen mehrere Auslöser an, braucht jeder Transport dieselbe Auftrags-ID, damit nichts doppelt fährt.
Wie wird eine Lieferung quittiert?
Die Leitsteuerung meldet die Zustellung, sobald das Fahrzeug die Aktion drop im Zustand FINISHED meldet. Laut VDA 5050 hat dann die Last das Fahrzeug verlassen. Das MES bucht daraufhin die Bereitstellung am Arbeitsgang, und zwar genau einmal, auch bei doppelter Meldung. Sinnvoll ist eine zweite Quittung vor Ort, etwa durch Scan des Bedieners oder Meldung der Übergabestation, weil sie belegt, dass der Behälter am richtigen Platz steht und nicht nur abgegeben wurde.
Was passiert, wenn der Weg blockiert ist?
VDA 5050 legt Verkehrsmanagement ausdrücklich nicht fest, das Erkennen und Auflösen von Blockaden ist laut Kapitel 5.3 Aufgabe der Leitsteuerung. Das MES sieht den Verzug als offenen Transportauftrag, der länger dauert als erwartet. Es sollte nach einer definierten Zeitgrenze an eine Rolle eskalieren, etwa die Intralogistikleitung, und keinen zweiten Auftrag für dasselbe Material anlegen. Die Zeitgrenze und die Empfänger der Meldung legt das Werk im Projekt fest. Die Historie zeigt danach, wo Zeit verloren ging.
Was geschieht, wenn an der Aufnahmestation Material fehlt?
Das Fahrzeug meldet die Aktion pick als FAILED oder RETRIABLE, laut VDA 5050 zum Beispiel weil die Station unerwartet leer ist. Bei RETRIABLE kann die Leitsteuerung die Aktion wiederholen (retry) oder überspringen (skipRetry). Das MES sollte nicht buchen, den Bestand mit ERP oder WMS abgleichen und die Fehlmenge am Fertigungsauftrag kennzeichnen. Ein Fehler löscht den Auftrag am Fahrzeug nicht, den Abbruch muss die Leitsteuerung per cancelOrder senden. Die Ursache gehört in die Auswertung des Fertigungsauftrags.
Ist VDA 5050 eine Sicherheitsnorm?
Nein. Kapitel 2 schließt Sicherheitsanforderungen aus und warnt davor, die Empfehlung als Sicherheitsnorm anzuwenden. Für fahrerlose Flurförderzeuge gilt unter anderem ISO 3691-4:2023, für FTS die Richtlinie VDI 2510 Blatt 2 von Dezember 2022. Ab 20.01.2027 gilt die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230. Ob ein Eingriff des MES wie Zonen oder Geschwindigkeitsvorgaben die Sicherheitsfunktion berührt, klärt die Risikobeurteilung. Sicherheitsfunktionen bleiben am Fahrzeug und in der Anlage. Das ersetzt keine Rechtsberatung, mehr unter Maschinenverordnung im MES.
Welche VDA-5050-Version brauche ich?
Legen Sie die Version vor der Beauftragung schriftlich fest, denn Fahrzeug und Leitsteuerung können unterschiedliche Versionen unterstützen. Version 3.0.0 vom März 2026 hat laut Release-Hinweisen Parameter umbenannt und als Bruch gekennzeichnet, die Hauptversion steht im vorgeschlagenen Topic-Muster (v3). Version 2.1.0 erschien am 19.08.2024. Hersteller bieten teils Adapter an, etwa MiR laut eigener Angabe für VDA-5050-kompatible Plattformen (Datum der Meldung nicht ausgewiesen). Lassen Sie die Herstellererklärung zur Version vorlegen. Mischbetrieb verschiedener Versionen braucht eine Übersetzung in der Leitsteuerung, die Sie ausdrücklich beauftragen sollten.
Was kostet die AMR MES Anbindung?
Eine Zahl ohne Kenntnis Ihres Layouts wäre erfunden, Preisangaben ohne Bezug zu Fahrzeugen und Stationen sind nicht belastbar. Kostentreiber sind Zahl und Typen der Fahrzeuge, die Leitsteuerung, die Entwicklung der Schnittstelle auf beiden Seiten samt Stammdaten, Funknetz und Broker, Peripherie wie Tore und Aufzüge, Sicherheitsabnahme sowie Test und Betrieb. Die Tabelle zu den Kostentreibern nennt zu jedem die Frage, die Sie vor dem Angebot klären sollten. Allgemein zu Zusatzposten: versteckte MES-Kosten.
Wie bereite ich die Demo vor?
Senden Sie dem Anbieter vor der Demo die zehn Testfälle und Ihre Stationsliste und lassen Sie jeden Fall mit Protokoll vorführen, besonders Doppelaufruf, fehlendes Material, blockierten Weg und Verbindungsverlust. Verlangen Sie Auftrags-IDs aus beiden Systemen als Nachweis und prüfen Sie, ob der Anbieter die Fälle mit echten Fahrzeugen oder nur in der Simulation zeigt. Das Selection Portal hält Anforderungen, Testfälle und Antworten nachvollziehbar fest. Hinweise zur Bewertung geben MES-Demos bewerten und MES Auswahl.
Das passende MES
für Ihre Intralogistik-Anbindung.
Aus über 110 MES-Systemen im Katalog und über 80 Merkmalen entsteht in rund 6 Minuten eine begründete Shortlist. Im Selection Portal legen Sie danach Anforderungen wie Transportauftrag, Quittierung und Fehlerfälle an, halten die zehn Testfälle als Szenarien fest und führen Demos, Vertragsphase und Anbieterkontakt an einem Ort. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen, die Daten bleiben bei Find-Your-Software.