MES für Batteriefertigung.
Von der Elektrode bis zum Batteriepass.
Ein MES für Batteriefertigung (Manufacturing Execution System, die Software zwischen ERP und Anlage, die Aufträge in der Produktion steuert und dokumentiert) verknüpft Material, Prozessparameter, Prüfwerte und Seriennummer von der Elektrode bis zum Pack. Die Seite richtet sich an Zell-, Modul- und Packhersteller im DACH-Raum, die Rückverfolgung, Formierungsdaten und die Datensätze für den Batteriepass ab 18.02.2027 aus einem System liefern müssen.
Warum braucht die Batteriefertigung
ein eigenes MES-Profil?
Die Zellfertigung beginnt als Rolle-zu-Rolle-Prozess mit Schlämmen, Folien und Trockenräumen und endet als Stückgutmontage mit Seriennummer. Dazwischen liegt die Formierung: Nach der Modellrechnung einer Übersichtsarbeit in iScience (2025) beansprucht sie samt Alterung bis zu 1,5 bis 3 Wochen und mit 32,61 % den größten Kostenblock der Fertigung. Ab 18.02.2027 verlangt der Batteriepass je Batterie Kennung, Herkunfts- und Leistungsdaten aus der Produktion. Alle Fristen 2027 im Überblick zeigt der Fristenkalender 2027.
Ohne MES: Zettel, Excel und Anlagenspeicher
- Elektrodenrollen laufen mit Laufzettel, die Verbindung von Rolle zu Zelle entsteht nachträglich oder gar nicht.
- Eine auffällige Beschichtungscharge lässt sich nicht auf Zellen, Module und Packs eingrenzen, im Zweifel wird großzügig gesperrt.
- Für den Batteriepass werden Energie-, Material- und Prüfdaten von Hand aus mehreren Quellen zusammengetragen.
Mit einem MES für Batteriefertigung
- Slurry-Charge, Rolle und Zelle sind über Kennungen verknüpft, jede Zelle trägt ihre Materialhistorie.
- Die Rückverfolgung von der Zelle zur Elektrodencharge und vorwärts zu Modulen und Packs ist eine Abfrage.
- Pflichtfelder des Batteriepasses wie Kennung, Erzeugungsort, Stückliste, Energie und Prüfwerte sind Teil des Auftrags statt Nacharbeit.
Quellen: Nekahi et al., iScience 2025 (Modellwerk für 100.000 EV-Packs pro Jahr), Verordnung (EU) 2023/1542, Stand 10/2026. Einschätzung von Find-Your-MES. Einordnung: MES für hybride Fertigung.
Von der Elektrode zum Pack:
Sechs Stufen, sechs Datenwelten.
iTAC gliedert die Zellfertigung in Elektrodenfertigung, Zellmontage und Zellfinishing, iScience nennt zusätzlich Mischen, Beschichten, Kalandrieren, Elektrolytbefüllung sowie Formierung und Alterung. Modul und Pack folgen als Montage. Die letzten drei Spalten sind Einschätzungen von Find-Your-MES.
| Stufe | Was entsteht | Was das MES erfassen muss | Typischer Bruch |
|---|---|---|---|
| ElektrodeMischen, Beschichten, Trocknen, Kalandrieren, Schneiden | Slurry, beschichtete Rollen, Elektroden | Slurry-Charge mit Einwaagen, Parameter von Beschichtung und Trocknung je Rollenmeter, Rollenkennung, Fehlstellen mit Position | Rollenmeter und Fehlstellen bleiben im Anlagenspeicher, bei Teilrollen geht die Zuordnung verloren |
| ZellmontageStapeln oder Wickeln, Kontaktieren, Gehäuse, Elektrolytbefüllung | Ungeformte Zelle mit erster Seriennummer | Seriennummer, verbaute Anoden- und Kathodenrolle, Separator- und Elektrolytcharge, Stationsparameter, Gut oder Schlecht | Die Kennung kommt erst am Ende der Montage, die Rollenzuordnung wird von Hand ergänzt |
| Formierung und AgingErstladung, Alterung, Lagerung | Aktivierte Zelle mit Messwerten | Zelle zu Kanal oder Regalplatz, Ladeprofil, Temperatur, Spannungs- und Kapazitätswerte, Alterungsdauer, Ergebnis | Daten bleiben im Formierungssystem, lange Verweilzeiten verdecken Bestände |
| Endprüfung und SortierungEnd of Line | Zelle mit Leistungsklasse | Kapazität, Innenwiderstand, Spannung, Klasse, Sperre auffälliger Zellen | Die Klasse entsteht im Prüfsystem, das MES kennt nur Gut oder Schlecht |
| ModulZellen, Verbinder, Sensorik | Modul aus Zellen gleicher Klasse | Zellseriennummern je Position, Klassen, Parameter jeder Verbindung (Schweißen, Bonden, Schrauben), Modul-Endprüfung | Schweißprotokolle hängen an Programmnummern statt an der Zelle |
| PackModule, Batteriemanagementsystem (BMS), Kühlung, Gehäuse | Pack mit Kennung und QR-Code | Modulkennungen, Zukaufteile mit Lieferantencharge, Dichtigkeits- und Isolationsprüfung, Softwarestand des BMS, QR-Code-Zuordnung | Zukaufteile ohne Chargenbezug, BMS-Software wird nicht dokumentiert |
Quellen: iTAC Battery Production, Nekahi et al., iScience 2025, Stand 10/2026. Zur Abgrenzung: MES, ERP, SCADA und MOM.
Was muss ein MES in der Zellfertigung
können?
Sechs Anforderungsblöcke tragen die Auswahl. Die Datenstruktur hinter der Rückverfolgung erklären Chargenrückverfolgung und Genealogie und Traceability im MES.
Charge, Rolle und Fehlstelle
Slurry-Charge, beschichtete Rolle und Elektrode sind Objekte mit Kennung und Eltern-Kind-Beziehung. iTAC nennt dokumentierte Fehlstellen wie Löcher oder Einschlüsse beim Beschichten, camLine die Erkennung unbrauchbarer Bereiche in Anoden- und Kathodenrollen.
- Demo: Rolle mit Fehlstelle anlegen, betroffene Zellen benennen
Seriennummer und Materialzuordnung
Ab der Montage trägt jede Zelle eine Kennung, verbunden mit Anoden-, Kathoden-, Separator- und Elektrolytcharge sowie Station und Prüfwerten. Die Verordnung verlangt Modellkennung und Chargen- oder Seriennummer (Art. 38 Abs. 6).
- Gleiches Prinzip wie bei MES für Elektronik
Kanal, Profil, Ergebnis je Zelle
Das MES muss wissen, welche Zelle in welchem Kanal liegt, welches Profil läuft und was gemessen wurde, auch wenn die Ladekanäle beim Anlagenhersteller gesteuert werden.
- Anbindung: OPC UA im MES
Prüfwerte, Klassen, Sperre
Auffällige Zellen werden gesperrt, bevor sie ein Modul erreichen, die Sperre gilt für alle Zellen derselben Rolle. GE Vernova nennt für Proficy Quality Hold (Nacharbeit, Quarantäne), Alarme bei Grenzwerten und Fehlerbäume.
- Funktionen: MES für Qualitätsmanagement
Zellen zu Modulen, Module zu Packs
Beim Modulbau werden Zellseriennummern Positionen zugeordnet und Verbindungen mit Parametern protokolliert, im Pack kommen Zukaufteile mit Lieferantencharge hinzu. iTAC beschreibt für Rimac Technology ein Greenfield-Werk für Module und Packs in Zagreb.
- Einordnung: MES für Automotive
Sicherheit und Rückruf
Anhang V (Sicherheitsparameter stationärer Speicher) nennt interne Kurzschlüsse eines der Hauptprobleme der Batterieerzeuger, Anhang VI verlangt das zu verwendende Feuerlöschmittel auf dem Etikett. Das MES hält fest, welche Prüfungen jede Zelle durchlaufen hat.
- Sperre über Rolle, Zelle, Modul und Pack hinweg
Quellen: Siemens (Blog, 18.05.2026), iTAC, iTAC und Rimac Technology, camLine, GE Vernova, Verordnung (EU) 2023/1542, Stand 10/2026. Die Bausteine sind ein Vorschlag von Find-Your-MES.
Formierungsdaten:
Was je Zelle ins MES gehört.
Bei der Formierung wird die Zelle zum ersten Mal geladen und erhält ihre Eigenschaften, danach folgt die Alterung. Die Verweilzeit beträgt laut iScience (2025) bis zu 1,5 bis 3 Wochen, die Messwerte entscheiden über Klasse, Sperre und spätere Pass-Daten. Die Tabelle nennt die Daten, die das MES je Zelle übernehmen sollte (Einschätzung von Find-Your-MES).
| Datum | Warum es zählt | Verwendung später |
|---|---|---|
| Zelle und PositionSeriennummer, Kanal oder Regalplatz | Ohne Zuordnung gehört ein Messwert keiner Seriennummer | Basis jeder Auswertung und Rückverfolgung |
| Ladeprofil und ZeitstempelStrom, Spannung, Dauer | Abweichende Profile weisen auf Anlagen- oder Materialprobleme hin | Ursachenanalyse bis zur Elektrodencharge |
| Kapazität und Innenwiderstandnach Formierung und Endprüfung | Ausgangswerte der Zelle, Anhang XIII nennt Bemessungskapazität und Innenwiderstand | Klassierung, Modulbau, Batteriepass |
| Alterungsdauer und RuhespannungLagerzeit, Spannungsverlauf | Auffällige Zellen zeigen sich erst nach der Alterung | Sperre, Klassen, Ausschussanalyse |
| Zuordnung zum PackZelle, Modul, Pack | Der Pack-Datensatz muss die Werte seiner Zellen nennen können | Pack-Protokoll, Rückruf, Pass-Export |
Quellen: Nekahi et al., iScience 2025, Verordnung (EU) 2023/1542, Anhang XIII, Stand 10/2026. Die Siemens-Release-Notes und die camLine-Seite nennen die Formierung nicht, die Demo zeigt, wie ein Anbieter sie anbindet.
Was verlangt der Batteriepass
ab 18. Februar 2027?
Der Batteriepass ist keine MES-Funktion, aber er bestimmt, welche Felder das MES führen muss. Die Tabelle trennt den Wortlaut der Verordnung (EU) 2023/1542 von der Ableitung für das Lastenheft. Den Rahmen für weitere Produktgruppen beschreibt Digitaler Produktpass im MES, die Pflichten insgesamt MES und Compliance und die Schwesterseite MES Datenpflichten.
| Regelung | Was der Text festlegt | Ableitung für das MES (Einschätzung) |
|---|---|---|
| Art. 77 Abs. 1Pflicht und Geltungsbereich | Ab dem 18. Februar 2027 muss jede in Verkehr gebrachte oder in Betrieb genommene LV-Batterie (Batterie für leichte Verkehrsmittel), Industriebatterie mit mehr als 2 kWh Kapazität und Elektrofahrzeugbatterie über eine elektronische Akte, den Batteriepass, verfügen. | Maßgeblich ist das Inverkehrbringen. Für Serienanlauf und Lagerbestand rund um den Stichtag braucht das MES ein Freigabedatum je Pack. |
| Art. 77 Abs. 2 und 3, Art. 13 Abs. 6Inhalt, Zugriff, QR-Code | Der Pass enthält Angaben zum Batteriemodell und zur einzelnen Batterie nach Anhang XIII in drei Zugriffsstufen: öffentlich, nur Behörden und notifizierte Stellen, nur Personen mit berechtigtem Interesse. Abruf über QR-Code mit Kennung nach ISO/IEC 15459, anzubringen ab 18. Februar 2027. | Kennung und QR-Code entstehen am Pack, Druck, Rücklesen und Zuordnung gehören in den Arbeitsgang. Den Pass-Server betreibt meist ein anderes System. |
| Art. 77 Abs. 4 und 5Verantwortung und Format | Der Wirtschaftsakteur, der die Batterie in Verkehr bringt, stellt sicher, dass die Informationen korrekt, vollständig und aktuell sind. Sie beruhen auf offenen Standards, sind maschinenlesbar und ohne Anbieterbindung übertragbar. | Offener Export mit Versionierung und Korrekturspur, zur Datenhoheit siehe MES API, Exit und Datenhoheit. |
| Art. 77 Abs. 9Berechtigtes Interesse | Die Kommission sollte bis zum 18. August 2026 per Durchführungsrechtsakt festlegen, wer als Person mit berechtigtem Interesse gilt und welche Daten sie erhält. | Das Zugriffsmodell nicht im MES verdrahten. Ob der Rechtsakt vorliegt, klären Sie vor dem Lastenheft im Amtsblatt. |
| Art. 7, Anhang IICO2-Fußabdruck | Erklärung je Batteriemodell und Erzeugerbetrieb für Elektrofahrzeugbatterien, wiederaufladbare Industriebatterien über 2 kWh und LV-Batterien, berechnet aus Stückliste, Energie und Hilfsmaterialien. Daten verschiedener Anlagen sind nicht zulässig, bei geänderter Stückliste oder Energiemix ist neu zu rechnen. Geltung je Kategorie ab festem Datum oder 12 beziehungsweise 18 Monate nach Inkrafttreten des delegierten Rechtsakts, je nachdem, was später liegt. | Energie je Prozessschritt und Werk sowie Stückliste je Modell als Primärdaten führen, Änderungen markieren betroffene Modelle. |
| Art. 48 Abs. 1, geändert durch VO (EU) 2025/1561Sorgfaltspflichten | Die Sorgfaltspflichten in der Lieferkette beginnen nicht am 18. August 2025, sondern am 18. August 2027. Die Frist für die Leitlinien der Kommission wurde auf den 26. Juli 2026 gesetzt. Art. 77 blieb unverändert. | Lieferant, Herkunft und Zertifikat je Rohstoffcharge schon jetzt am Wareneingang erfassen. |
Quellen: Verordnung (EU) 2023/1542, Verordnung (EU) 2025/1561, Stand 10/2026. Keine Rechtsberatung. Prüfen Sie Fristen und Durchführungsrechtsakte vor Projektstart im Amtsblatt der EU. Zum Rezyklatgehalt (Art. 8) siehe die Tabelle zur Datenherkunft.
Welche Daten braucht der Batteriepass
aus dem MES?
Das MES erzeugt keinen Batteriepass, es liefert die Produktionsdaten, aus denen ein Pass-System die Pflichtfelder füllt. Die Tabelle ordnet Datenpunkte aus Anhang XIII und Anhang VI der Herkunft im MES zu, die dritte Spalte nennt eine typische Lücke (Einschätzung von Find-Your-MES).
| Datenpunkt laut Verordnung | Herkunft im MES | Typische Lücke |
|---|---|---|
| Kennung und ModellArt. 38 Abs. 6, Art. 77 Abs. 3 | Seriennummer oder Chargennummer des Packs, Modellkennung aus den Stammdaten, Zuordnung zum QR-Code | Die Kennung wird extern vergeben und nicht ins MES zurückgespielt |
| Erzeugungsort und DatumAnhang VI Teil A | Werk und Linie aus den Stammdaten, Monat und Jahr aus dem Auftragsende | Mehrere Werke führen dieselbe Modellbezeichnung ohne Werksfeld |
| Stoffliche ZusammensetzungAnhang XIII Nr. 1 b | Stückliste mit tatsächlich verbauten Materialchargen und Lieferantenangaben | Der Stücklistenstand ist nicht an die verbaute Charge gekoppelt |
| CO2-FußabdruckArt. 7, Anhang II | Energieverbrauch je Prozessschritt und Werk, Stückliste, Hilfsmaterialien, Neuberechnung bei Änderung | Energie wird nur am Hallenzähler gemessen, nicht je Auftrag |
| Verantwortungsvolle BeschaffungAnhang XIII Nr. 1 d | Lieferant, Herkunft und Zertifikat je Rohstoffcharge am Wareneingang | Die Herkunftsangabe lebt im Einkauf, nicht an der Charge |
| RezyklatgehaltAnhang XIII Nr. 1 e, Art. 8 | Rezyklatanteil je Materialcharge nach Lieferantenzertifikat (Art. 8, Unterlagen ab 18. August 2028 oder später) | Der Anteil wird jährlich pauschal gerechnet statt je Charge geführt |
| LeistungsparameterAnhang XIII Nr. 1 g bis p und Nr. 4 a | Kapazität, Spannung und Innenwiderstand aus Formierung und Endprüfung je Zelle, Modul und Pack | Prüfwerte liegen nur im Prüfsystem |
| Nutzungsdaten und ZustandAnhang XIII Nr. 4 b bis d | Nicht aus dem MES: Zyklen, Alterungszustand und Ereignisse stammen aus BMS und Betrieb. Das MES liefert Ausgangswerte und Kennung. | Keine Rückspielschleife aus dem Feld vorgesehen |
Quellen: Verordnung (EU) 2023/1542, Anhang VI und XIII, DIN DKE SPEC 99100 zu den Datenattributen des Batteriepasses (DIN, 15.01.2025), Stand 10/2026. Vertiefung: CO2-Bilanzierung in der Fertigung und Energiemanagement im MES.
Sechs Fehler,
die Batterieprojekte verteuern.
Jede Karte endet mit einer Prüffrage an den Anbieter.
Seriennummer erst am Ende
Wird die Zelle erst nach der Montage gekennzeichnet, fehlt die Verbindung zu Rolle und Station.
- Prüffrage: Ab welchem Arbeitsgang trägt die Zelle eine Kennung?
Rolle nur als Ganzes
Teilrollen und Reststücke brauchen eigene Kennungen, sonst bleibt die Eingrenzung grob.
- Prüffrage: Wie werden Teilrollen und Fehlstellenpositionen geführt?
Daten bleiben im Fremdsystem
Ohne Werte je Seriennummer im MES sind Klassierung und Pass-Export nicht möglich.
- Prüffrage: Welche Formierungsdaten kommen je Zelle an, was passiert bei Ausfall?
Reporting statt Pflichtfeld
Nachträglich aus Berichten gebaut, fehlen Felder, die nur im Auftrag erhoben werden.
- Prüffrage: Welche Anhang-XIII-Felder sind Pflichtfelder im Auftrag?
Ein Modell, mehrere Werke
Der Fußabdruck gilt je Erzeugerbetrieb, Daten verschiedener Anlagen dürfen nicht gemischt werden.
- Prüffrage: Wie trennt das System Energiedaten nach Werk und Modell?
BMS und Gehäuse ohne Charge
Zukaufteile gehören in die Genealogie, sonst bricht die Kette beim Pack.
- Prüffrage: Wie werden Lieferantencharge und BMS-Softwarestand je Pack erfasst?
Einschätzung von Find-Your-MES auf Basis der Verordnung (EU) 2023/1542. Ursachen aus Projekten: MES-Projekt gescheitert.
Zehn Anbieter im Auszug:
Was sie zur Batteriefertigung belegen.
Auswahlprinzip: belegter Batteriebezug auf Herstellerseiten oder in Fallstudien, alphabetisch, ohne Wertung. Die Spalten nennen nur, was auf der verlinkten Seite steht. Weitere Systeme: Katalog und MES Matching.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Batteriebezug laut Hersteller | Belegte Aussagen zu Traceability und Daten | Zuerst in der Demo prüfen | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AVEVA MESBatch und hybride Prozesse | Kundenvortrag | auf Anfrage | AVEVA World 2026: Vortrag von Vianode (synthetischer Anodengraphit, Norwegen) zu einer Batterie-Gigafactory, genannt werden PI System, AIM, ISM und MES | Produktseite: Verfolgung der Produktionsausführung in Batch- und Hybridprozessen; Batterien nennt sie nicht | Rollen-, Zell- und Packgenealogie als Standard oder Projekt | Zum Profil → |
| camLine MES Battery EditioncamLine, Geschäftseinheit von Elisa IndustriQ | Batterie-Edition | auf Anfrage | Eigene Seite für Zell-, Modul- und Packhersteller sowie Materiallieferanten; Praxisbeispiel Theion | Zellen, Module und Packs mit Material-, Prozess-, Anlagen- und Testhistorie verknüpft, Erkennung unbrauchbarer Bereiche in Elektrodenrollen, laut Seite Unterstützung von Batteriepässen | Formierungsanbindung, die die Seite nicht nennt, und Pass-Export | |
| Critical Manufacturing MESIndustrial Operations Platform | Fallstudie | auf Anfrage | Fallstudie Sila Nanotechnologies, Werk Moses Lake (Batteriematerialien): MES lief schon in Entwicklung und Staging | Kernbranchen laut Startseite: Halbleiter, Elektronik, Medizintechnik, Industrieausrüstung; Traceability beschreibt die Fallstudie nicht | Zell- und Rollengenealogie an Ihrem Beispiel, Referenz im Zellbau | |
| DELMIA Apriso (Dassault Systèmes)Manufacturing Operations Management | EV-Batterieprogramme | auf Anfrage | Seite Connecting Battery Design: Design-to-Manufacturing-Ansatz für EV-Batterieprogramme, Apriso als Ausführungsschicht | End-to-End-Traceability, Echtzeit-Transparenz, Qualitäts- und Ressourcenmanagement; Kunden nennt die Seite nicht | Batteriereferenz, Rollen- und Zellmodell | Zum Profil → |
| GE Vernova ProficyProficy Smart Factory (MES) laut Batterieseite | Batterieseite | auf Anfrage | Seite Battery Manufacturing Solutions: unterstützt laut Hersteller den Batterieprozess auf einer Plattform | Track and Trace mit Genealogie, Quality Hold, Batch-Auswertung nach ISA-88, Batteriepass in der FAQ; Fallstudien anonymisiert | Zuschnitt der Produktlinie und anonymisierte Fallstudien | |
| iTAC.MOM.SuiteiTAC Software AG, Montabaur | Batterieseite | auf Anfrage | Seite Battery Production: Elektrodenfertigung, Zellmontage und Zellfinishing; Rimac Technology, Greenfield-Werk für Module und Packs in Zagreb (Meldung 23.01.2025) | Rolle-zu-Rolle- und diskrete Montagedaten, rückverfolgbare Fehlstellen beim Beschichten, Analysen mit iTAC.MA.Suite | Formierung und Batteriepass, die die Seite nicht nennt | |
| Rockwell AutomationMES für Elektrofahrzeugbatterien | Batterieseite | auf Anfrage | Seite zur MES-Lösung für Elektrofahrzeugbatterien, ein Produktname steht dort nicht | Durchgängige Rückverfolgbarkeit zugesagt, Verweis auf bis zu 30 % Ausschuss laut McKinsey; Formierung und Batteriepass nicht genannt | Welches Produkt gemeint ist (Plex oder FactoryTalk) und welche Referenz es gibt | Zum Profil → |
| SAP Digital ManufacturingCloud-MES im SAP-Umfeld | SAP Community | auf Anfrage | SAP Community: Referenzarchitektur aus S/4HANA, SAP Digital Manufacturing und SAP PLM für Batteriehersteller, Beitrag zu Battery Passport | Seriennummern je Zelle und Schweißqualitätsdaten an der Zellseriennummer; Kundennamen fehlen | Umfang für Elektrodenfertigung und Formierung | Zum Profil → |
| Siemens Opcenter Execution Electronicsmit Battery Bundle | Battery Bundle | auf Anfrage | Release-Notes 2604 (18.05.2026): Battery Bundle als separat installierbares, vorkonfiguriertes Paket für Gigafactories, ab Version 2510.0001 | Rückverfolgung von der Zelle über die beschichtete Rolle zur Slurry-Charge, Dashboards, LIMS-Integration; Referenz 2025 zu RFID-Tracking von Elektrodenrollen | Formierung, die der Blog nicht nennt, und Pass-Export | Zum Profil → |
| Tulip Composable MESFrontline Operations Platform | Composable | auf Anfrage | FAQ Composable MES für Automotive: geeignet für EV-Systemlieferanten und Batteriemodulhersteller | Nachverfolgung von Teilen, Prozessen und Fahrzeugen über Standorte; Batteriepass nicht genannt | Eignung für die Zellfertigung, Schwerpunkt Modul und Pack | Zum Profil → |
Aussagen laut Herstellerseiten, Fallstudien und Beiträgen der Anbieter, Stand 10/2026. Quellen: AVEVA, camLine, Critical Manufacturing, Dassault Systèmes, GE Vernova, iTAC, Rockwell Automation, SAP Community, Siemens, Tulip. Eine Aufnahme ist keine Wertung. Weitere Übersichten: MES Anbieter und MES Anbieter Elektronik.
Acht Testfälle,
die Sie vor der Demo senden.
Lassen Sie jeden Anbieter dieselben Fälle mit Ihren Daten vorführen und Nachweise zeigen. Hinweise zur Bewertung gibt MES-Demos bewerten.
| Testfall | Erwartetes Verhalten | Nachweis in der Demo |
|---|---|---|
| 1 · Zelle zur fehlerhaften Elektrodencharge | Von der Zellseriennummer zur Anoden- und Kathodenrolle, zur Slurry-Charge und zu den Rohstoffchargen in einer Abfrage, Fehlstellenposition sichtbar | Bildschirm mit der Kette und Zeitstempeln, Export der Kette |
| 2 · Von der Rolle zu allen Packs | Alle Zellen, Module und Packs aus einer auffälligen Rolle werden gelistet und gesperrt, auch ausgelieferte | Liste mit Seriennummer, Status und Lagerort |
| 3 · Formierungsdaten einem Pack zuordnen | Pack-Seriennummer führt über die Module zu jeder Zelle mit Ladeprofil, Kapazität und Innenwiderstand | Pack-Protokoll mit den Werten aller Zellen |
| 4 · Übertragung der Formierung fällt aus | Zellen ohne Werte bleiben gesperrt, nachgelieferte Werte landen bei der richtigen Seriennummer | Ereignisprotokoll mit Sperre und Nachlieferung |
| 5 · Falsche Zellklasse im Modul | Das System weist eine Zelle der falschen Klasse beim Modulbau ab | Meldung am Arbeitsplatz, Eintrag im Protokoll |
| 6 · Zukaufteil mit falscher Charge | Gesperrte Lieferantencharge wird beim Packbau erkannt und verhindert den Abschluss | Scan am Arbeitsplatz und Sperrmeldung |
| 7 · Batteriepass-Datensatz exportieren | Datensatz je Pack mit Kennung, Erzeugungsort und Datum, Modell, Materialchargen, Energiedaten und Leistungswerten in offenem, maschinenlesbarem Format, versioniert | Exportdatei und Feldliste, abgeglichen mit Anhang XIII |
| 8 · Stückliste oder Energiemix ändern | Die Änderung markiert betroffene Modelle zur Neuberechnung des Fußabdrucks, Werke bleiben getrennt | Ereignislog und Liste der markierten Modelle |
Die Testfälle sind ein Vorschlag von Find-Your-MES auf Basis von Art. 7, 38 und 77 sowie Anhang II und XIII der Verordnung (EU) 2023/1542.
Auswahl mit dem Selection Portal:
Von der Zellchemie zum Vertrag.
Prozesskette festlegen
Beschreiben Sie Zellformat, Stufen, Werke und Stückzahlen. Das Selection Portal (Werkzeug für die Softwareauswahl) sammelt dazu Anforderungen.
Pflichtfelder ableiten
Übernehmen Sie die Felder aus Anhang XIII und Anhang II als Anforderungen, getrennt nach Muss und Wunsch.
Shortlist begründen
Aus dem Katalog entsteht eine begründete Shortlist, das Anbieter-Ranking macht sie nachvollziehbar.
Testfälle als Szenarien
Halten Sie die acht Testfälle als Anbieterszenarien fest, damit jeder Anbieter dasselbe vorführt.
Demos bewerten
Bewerten Sie die Nachweise je Testfall, nicht den Eindruck der Präsentation.
Vertrag prüfen
Klären Sie Datenexport, Schnittstellen und Exit, bevor Sie unterschreiben. Die Vertragsprüfung unterstützt dabei. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen, die Daten bleiben bei Find-Your-Software.
Mehr: MES Selection Portal.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist ein MES für die Batteriefertigung?
Ein MES für die Batteriefertigung steuert und dokumentiert die Aufträge von der Elektrode über Zellmontage, Formierung und Aging bis zu Modul und Pack und verknüpft dabei Material, Prozessparameter, Prüfwerte und Seriennummer. Es sitzt zwischen ERP und Anlagensteuerung und übernimmt, was das ERP zu grob und die Maschine zu kurzfristig sieht: die Genealogie über Rolle, Zelle und Pack, die Sperre auffälliger Mengen und die Datensätze für den Batteriepass. Eine allgemeine Einordnung gibt Was ist ein MES.
Was muss ein MES in der Zellfertigung können?
Ein MES in der Zellfertigung muss vier Dinge können: Rolle-zu-Rolle-Daten mit Chargen und Fehlstellen führen, jeder Zelle ab der Montage eine Seriennummer mit Materialzuordnung geben, Formierungs- und Endprüfwerte je Zelle speichern und auffällige Mengen über Rolle, Zelle, Modul und Pack hinweg sperren. Dazu kommen Anlagenschnittstellen über OPC UA oder Dateien, ein offener Export und Rollen für Freigabe und Sperre. Die sechs Anforderungsblöcke stehen im Abschnitt zur Zellfertigung auf dieser Seite.
Welche Daten braucht der Batteriepass aus dem MES?
Der Batteriepass braucht aus dem MES vor allem die Kennung der Batterie, Erzeugungsort und Erzeugungsdatum, die Zuordnung von Stückliste und Materialchargen, Energieverbrauch und Hilfsmaterialien für den CO2-Fußabdruck sowie Leistungswerte wie Kapazität und Innenwiderstand aus Formierung und Endprüfung. Nutzungsdaten wie Zyklen und Alterungszustand stammen aus Batteriemanagementsystem und Betrieb, nicht aus dem MES. Die Zuordnung der Pflichtfelder steht in der Tabelle zur Datenherkunft, Grundlage ist Anhang XIII (Informationen im Batteriepass) der Verordnung (EU) 2023/1542.
Ab wann gilt der Batteriepass und für welche Batterien?
Der Batteriepass gilt nach Art. 77 der Verordnung (EU) 2023/1542 ab dem 18. Februar 2027 für jede in Verkehr gebrachte oder in Betrieb genommene LV-Batterie, Industriebatterie mit mehr als 2 kWh Kapazität und Elektrofahrzeugbatterie. Er wird über einen QR-Code abgerufen, der mit einer individuellen Kennung verknüpft ist. Die Verschiebung der Sorgfaltspflichten auf den 18. August 2027 ändert daran nichts. Dies ist keine Rechtsberatung, prüfen Sie den aktuellen Text im Amtsblatt.
Was wurde bei den Sorgfaltspflichten für Batterien verschoben?
Der Beginn der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette nach Art. 48 Abs. 1 der Batterieverordnung wurde durch die Verordnung (EU) 2025/1561 vom 18. Juli 2025 vom 18. August 2025 auf den 18. August 2027 verschoben, die Frist für die Leitlinien der Kommission auf den 26. Juli 2026. Für das MES bleibt die Aufgabe, Lieferant, Herkunft und Zertifikat je Rohstoffcharge am Wareneingang zu erfassen, weil der Batteriepass Informationen zur verantwortungsvollen Beschaffung enthält.
Wie lässt sich eine Zelle zur fehlerhaften Elektrodencharge zurückverfolgen?
Eine Zelle lässt sich zur fehlerhaften Elektrodencharge zurückverfolgen, wenn das MES die Kette aus Zelle, Anoden- und Kathodenrolle, Slurry-Charge und Rohstoffcharge als Eltern-Kind-Beziehungen speichert. Siemens beschreibt diese Kette für sein Battery Bundle von der Batteriezelle über die beschichtete Rolle bis zur Slurry-Charge. Entscheidend sind die Rollenkennung bei der Zellmontage und die Fehlstellenposition auf der Rolle. Testfall 1 prüft das in der Demo mit Ihren Daten, die Datenstruktur erklärt Chargenrückverfolgung und Genealogie.
Wie bindet ein MES die Formierung an?
Ein MES bindet die Formierung an, indem es Zellseriennummer, Kanal oder Regalplatz, Ladeprofil, Messwerte und Ergebnis aus dem Formierungssystem übernimmt, meist über Datei, Datenbank oder OPC UA. Die Steuerung der Ladekanäle bleibt nach Einschätzung von Find-Your-MES in der Regel beim Anlagenhersteller. Wichtig ist, dass die Werte je Seriennummer ankommen und fehlende Werte die Freigabe sperren. Formierung und Alterung dauern laut iScience (2025) bis zu 1,5 bis 3 Wochen. Zur Anbindung: OPC UA im MES.
Muss das MES den CO2-Fußabdruck der Batterie berechnen?
Das MES muss den CO2-Fußabdruck der Batterie nicht berechnen, es muss die Primärdaten liefern. Anhang II der Batterieverordnung rechnet aus Stückliste, Energie und Hilfsmaterialien eines bestimmten Erzeugerbetriebs, Daten verschiedener Anlagen dürfen nicht gemischt werden, und bei geänderter Stückliste oder geändertem Energiemix ist neu zu rechnen. Die Methode legt ein delegierter Rechtsakt fest, ob und wann er gilt, klären Sie im Amtsblatt der EU. Mehr zur Bilanzierung: CO2-Bilanzierung in der Fertigung.
Erzeugt das MES den Batteriepass selbst?
Das MES erzeugt den Batteriepass nach Einschätzung von Find-Your-MES in der Regel nicht selbst, sondern liefert die Produktionsdaten. Der Pass ist eine elektronische Akte, die über den QR-Code abrufbar ist. Seine Informationen müssen laut Art. 77 Abs. 5 auf offenen Standards beruhen und ohne Anbieterbindung übertragbar sein. Verantwortlich ist der Wirtschaftsakteur, der die Batterie in Verkehr bringt. Einzelne Anbieter, etwa camLine, nennen Unterstützung für Batteriepässe, den Umfang zeigt die Demo. Rahmen: Digitaler Produktpass im MES.
Welche MES-Anbieter nennen Batteriefertigung auf ihren Herstellerseiten?
Im Auszug dieser Seite zeigen AVEVA (über einen Kundenvortrag), camLine, Critical Manufacturing (über eine Fallstudie), DELMIA Apriso, GE Vernova Proficy, iTAC, Rockwell Automation, SAP Digital Manufacturing, Siemens Opcenter und Tulip einen Bezug zur Batteriefertigung. Die Tiefe unterscheidet sich: Siemens, iTAC und camLine beschreiben Rollen- oder Zellrückverfolgung, andere bleiben allgemein. Alle Aussagen sind Herstellerangaben, die Sie vor einer Entscheidung nachvollziehen sollten. Sie gehören in der Demo mit den Testfällen geprüft. Eine Übersicht bietet MES Anbieter.
Braucht man für Zelle, Modul und Pack unterschiedliche Systeme?
Nicht zwingend, doch die Anforderungen unterscheiden sich. Die Zellfertigung ist von Rolle-zu-Rolle-Daten, Chargen und Formierung geprägt, Modul und Pack sind Stückgutmontage mit Seriennummern sowie Schweiß- und Verschraubungsdaten. Entweder führt ein System beide Logiken, oder zwei Systeme schreiben die Genealogie an der Übergabe fort. Das ist dieselbe Frage wie bei MES für hybride Fertigung. Lassen Sie sich ein Beispiel zeigen, in dem Zellkennung und Packkennung in einer Abfrage verbunden sind, nicht nur zwei Berichte.
Wie wähle ich ein MES für die Batteriefertigung aus?
Beginnen Sie mit der Prozesskette und den Pflichtfeldern der Verordnung, leiten Sie daraus Anforderungen ab, bilden Sie eine begründete Shortlist und lassen Sie die acht Testfälle dieser Seite in der Demo vorführen, damit alle Anbieter nach demselben Maßstab bewertet werden. Das Selection Portal, ein Werkzeug für die Softwareauswahl, hält Anforderungen, Shortlist, Demos und Vertrag nachvollziehbar an einem Ort fest. Den Einstieg bietet MES auswählen, bei Bedarf unterstützt die MES Beratung.
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Aus über 110 MES-Systemen im Katalog und über 80 Merkmalen entsteht in rund 6 Minuten eine begründete Shortlist. Im Selection Portal legen Sie danach Anforderungen wie Rollengenealogie, Formierungsanbindung und Pass-Export an, halten die Testfälle als Szenarien fest und führen Vertragsphase und Anbieterkontakt an einem Ort.