gbo datacomp im Profil
gboMES, Module und Passung 2026
gbo datacomp GmbH ist ein Manufacturing-Execution-System-Hersteller mit Hauptsitz in Augsburg (Bayern) und einem zweiten Standort in Rimbach im Odenwald, entstanden 2004 aus dem Zusammenschluss der gbo- und datacomp-Sparten, mit Firmenwurzeln, die laut eigener Chronik bis 1982 zurückreichen (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Das aktuelle Produkt heißt gboMES, eine modulare MES-Suite für Fertigungsunternehmen im deutschsprachigen Mittelstand. Wer nach winMES.NET sucht: Unter diesem Namen führt gbo datacomp aktuell kein Produkt. Die Software hieß zunächst bisoft, ab 2008 bisoftMES, und wurde 2023 in gboMES umbenannt (Herstellerangabe, Firmenchronik, 2026). Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 250 Kunden die Lösung, mit über 30 Jahren Projekterfahrung und mehr als 100.000 angebundenen Maschinen (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Dieses Profil ordnet die 14 gboMES-Module ein, zeigt wofür die Fit-Analyse spricht und wo andere Anbieter näher liegen. Grundbegriffe klärt das MES-Glossar oder Was ist ein MES.
gbo datacomp im Überblick
vom BDE-Pionier zur modularen MES-Suite
gbo datacomp GmbH mit Sitz in Augsburg (Gögginger Mauer 15) und einem zweiten Standort in Rimbach im Odenwald ist beim Amtsgericht Augsburg unter HRB 15432 eingetragen, Geschäftsführer ist Michael Möller (Herstellerangabe, Impressum gbo-datacomp.de, Stand 2026). Die heutige Firmierung entstand 2004 aus dem Zusammenschluss der gbo- und datacomp-Sparten für MDE, BDE, MES und Personalzeiterfassung. Die Wurzeln reichen laut eigener Firmenchronik bis 1982 zurück, als gbo (Gerätebau Odenwald) die BDE-Sparte der VDO AG übernahm, ab Mitte der 1980er-Jahre folgte die Entwicklung eigener Software unter dem Namen bisoft. 2008 wurde daraus die Komplettlösung bisoftMES, 2023 die Umbenennung in gboMES. Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026).
Kernsystem
Verbindet Betriebs- und Maschinendaten aus Produktion, Instandhaltung, Qualität, Personal und Management zu einem durchgängigen System.
Maschinendatenerfassung
Informationsfluss zwischen Maschinen, Anlagen und Linien einerseits und Bedienern, Vorarbeitern und Management andererseits.
Betriebsdatenerfassung
Erfasst und wertet Fertigungsdaten aus. Ist- und Soll-Werte werden automatisch an ein vorhandenes ERP-System zurückgemeldet.
Fertigungsleitstand
Grafische Planung von Maschinen, Anlagen, Arbeitsplätze und weiteren planungsrelevanten Einheiten für optimierte Auslastung.
Werkzeugmanagement
Verursachergerechte Zuordnung von Werkzeugkosten, vorbeugende Wartung und Zustandsüberwachung des Werkzeugbestands.
Qualitätsmanagement
Liefert Daten auf Basis von Prüfplänen und verbindet Personen, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge bei der Einhaltung von QM-Vorgaben.
Prozessdaten
Erfasst Druck, Temperatur, Energieverbrauch und weitere Prozessdaten, meldet Über- und Unterschreitungen von Toleranzgrenzen in Echtzeit.
Energiemanagement
Arbeitet auf Basis von ISO 50001 für die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung einer Organisation.
Key Performance Indicator
Berechnung und Darstellung relevanter Kennzahlen auf Dashboards, am Arbeitsplatz oder mobil per Tablet und Smartphone.
Fünf weitere Module runden die Suite ab. TRA (Tracking & Tracing), Web Dashboard, PZBDE (Personalzeit- und Betriebsdatenerfassung), WebClient 3.0 für mobile Zeit- und Auftragsbuchungen sowie das aktuelle Erweiterungsmodul gboAWaX für proaktive Instandhaltung. Alle 14 Module sind laut Hersteller einzeln zubuchbar und lassen sich schrittweise ausbauen. Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026.
Acht Branchen im Fokus
und was Referenzkunden konkret umgesetzt haben
gbo datacomp nennt auf den eigenen Branchenseiten acht Zielbranchen: Automobilzulieferer, Werkzeug- und Maschinenbau, Kunststoffindustrie, Holzverarbeitung, Steinverarbeitung, die Food-Branche, Medizintechnik sowie Print und Packaging (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/branchen, Stand 2026). Vier davon sind mit ausführlichen Anwenderberichten belegt, die zeigen, welches Problem gboMES dort konkret gelöst hat.
Störquellen systematisch erfasst
Differenz zwischen Taktzeit und Stückzahl durch verspätete Stillstandsmeldungen und nicht erfasste Kurzstopps unter zehn Minuten. Lösung: zweistufige Störungserfassung, Maschinenanbindung über Siemens-Logo-SPS-Bausteine, Stammdaten aus dem ERP-System Infor.com.
Laut veröffentlichtem Anwenderzitat konnte Hans Berg die Störquellen um 80 Prozent reduzieren (Quelle: Anwenderbericht gbo-datacomp.de, 2025).
Transparenz für Klimaneutralität
Zulieferer mit hohen Qualitätsanforderungen benötigte mehr Transparenz und verlässliche Automation, unter anderem im Rahmen der eigenen Klimaneutralitätsziele. Die Modularität von gboMES erlaubte die Integration zusätzlicher Tools innerhalb kurzer Zeit.
Echtzeitanalyse von Eingriffen
Ziel war es, die Auswirkung von Eingriffen in Produktionsprozesse mit aktuellen Betriebs- und Maschinendaten in Echtzeit zu analysieren. Integrierte Schnittstellen wie OPC UA und MTConnect ermöglichten eine schnelle Anbindung aller Maschinen.
Produktionswissen trotz Fachkräftemangel gesichert
Der Ausstieg erfahrener Mitarbeiter aus einer eigenentwickelten MDE-Lösung bedrohte wertvolles Know-how. Mit gboMES wurde die gesamte Culinary-Produktion digitalisiert und der Wissensverlust durch gesteigerte Transparenz kompensiert.
Weitere genannte Kunden. Als Logos ohne ausführliche Fallstudie nennt gbo datacomp unter anderem Voss, Fentool, Werkzeugtechnik Plettenberg, Schär, Uponor, ND Presstec, Meto, Bauder und Pelikan. Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026. Sectorlens erhält keine Provision von MES-Anbietern.
Wie sich gboMES an ERP
und Maschinenpark anbindet
Auf den Produktseiten beschreibt gbo datacomp die BDE-Rückmeldung grundsätzlich so, dass Ist- und Soll-Werte automatisch an ein vorhandenes ERP-System zurückgemeldet werden können (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Für die Maschinenanbindung selbst nennt der Hersteller auf der MDE-Produktseite eine allgemeine Protokollliste: OPC UA/DA, MQTT, Web-APIs, MTConnect, potentialfreie Kontakte und Sensoren sowie CSV-/TXT-Importe (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/mde-maschinendatenerfassung, Stand 2026). Wie das in konkreten Projekten aussieht, zeigen die veröffentlichten Anwenderberichte.
OPC UA
Bei Schweiger Fulpmes GmbH zur Anbindung des Maschinenparks eingesetzt, laut Anwenderbericht in Kombination mit MTConnect (Quelle: gbo-datacomp.de, 2025). OPC UA ist als IEC 62541 international genormt, mehr dazu unter OPC UA für MES.
MTConnect
Ebenfalls bei Schweiger Fulpmes dokumentiert, gemeinsam mit OPC UA für eine schnelle technische Anbindung unterschiedlicher Maschinentypen (Quelle: Anwenderbericht gbo-datacomp.de, 2025).
SPS-Anbindung (Siemens Logo)
Bei Hans Berg GmbH wurden Maschinen über Siemens-Logo-SPS-Bausteine angebunden, um zwischen Produktion und Stillstand zu unterscheiden (Quelle: Anwenderbericht gbo-datacomp.de, 2025).
ERP-Anbindung
Bei Hans Berg GmbH werden Stammdaten aus dem ERP-System Infor.com in gboMES geladen, um Aufträge zu starten und Abweichungen wie Taktzeitüberschreitungen automatisch zu melden (Quelle: Anwenderbericht gbo-datacomp.de, 2025). Die Systemabgrenzung zwischen MES, ERP und SCADA erklärt MES, ERP, SCADA, MOM.
Was das für Ihr Erstgespräch bedeutet. Die vier Kundenbeispiele und die allgemeine Protokollliste zusammen zeigen, dass gboMES an gängige Steuerungswelten angebunden werden kann. Eine Liste ersetzt aber keine Prüfung Ihres konkreten Maschinenparks: Welche Marken und Baujahre tatsächlich dokumentiert angebunden sind, zeigt der Abschnitt Maschinenanbindung weiter unten. Lassen Sie sich zusätzlich für Ihre konkrete Systemlandschaft eine schriftliche Aussage geben, bevor Sie den Funktionsumfang bewerten.
Welche Maschinen sich anbinden lassen
und über welchen Weg
Auf der eigenen MDE-Produktseite nennt gbo datacomp eine allgemeine Protokollliste für die Maschinendatenerfassung: OPC UA/DA, MQTT, Web-APIs, MTConnect, potentialfreie Kontakte und Sensoren sowie CSV-/TXT-Importe (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/mde-maschinendatenerfassung, Stand 2026). Für ältere Maschinen ohne Netzwerkschnittstelle verweist der Hersteller seit 2021 auf die Integrationsplattform Virtcont 4.0, die laut eigener Pressemitteilung eine standardisierte Transportebene zwischen Maschine und MES-Suite herstellt (Herstellerangabe, Pressemitteilung gbo-datacomp.de, 2021).
Protokoll je Maschine identifizieren
OPC UA/DA, MQTT, MTConnect, eine Web-API oder ein potentialfreier Kontakt: Klären Sie je Maschinentyp, welcher Weg zur Verfügung steht, bevor Sie den Aufwand schätzen.
Altmaschinen ohne Schnittstelle prüfen
Für Maschinen ohne digitale Schnittstelle nennt gbo datacomp die Plattform Virtcont 4.0, im Einsatz seit 2021, als Weg zur nachträglichen Anbindung (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, 2021).
Herstellerliste mit eigenem Maschinenpark abgleichen
gbo datacomp nennt auf der MDE-Seite unter anderem DMG, DMG Mori, Fanuc, EMAG, Heidenhain, Engel, Trumpf, Mazak, Okuma, Makino, Chiron-Werke, Index-Werke, Arburg und Krauss Maffei als bereits angebundene Maschinenhersteller (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026).
Schriftliche Bestätigung einholen
Für Marken, die auf der öffentlichen Liste nicht auftauchen, oder für sehr alte Steuerungsgenerationen lassen Sie sich die Anbindung an Ihrem konkreten Maschinentyp vor Vertragsschluss schriftlich bestätigen.
Einordnung. Die Protokollliste und die Herstellerliste sind Herstellerangaben von gbo datacomp, Stand 2026, keine unabhängige Prüfung von Sectorlens. Einen anbieterübergreifenden Blick auf Schnittstellen und Implementierungsschritte liefert MDE und BDE im MES, das Protokoll OPC UA im Detail erklärt OPC UA für MES.
Wo gbo datacomp nah dran ist
und wo andere näher liegen
Kein Anbieter passt überall gleich gut. Die folgenden sechs Dimensionen ordnen gbo datacomp nach öffentlich dokumentiertem Funktionsumfang ein. Das ist eine Aussage über Passung zu einem Anwendungsfall, nicht über Qualität. Wo ein anderer Anbieter näher am Fall liegt, sagen wir es und nennen in der Alternativentabelle weiter unten konkrete Namen.
Fertigungsart
Die dokumentierten Referenzprojekte von gbo datacomp liegen in der diskreten Stück- und Losfertigung: Metallverarbeitung, Automobilzulieferung und Lebensmittelproduktion. Ein dediziertes Modul für rezepturbasierte Chargen- oder Prozessfertigung mit Master Batch Record weist der Hersteller auf den öffentlichen Produktseiten nicht aus.
Für diskrete Fertigung mit Stückzahlen, Taktzeiten und Maschinenzuständen ist die Passung nach dokumentiertem Funktionsumfang gut. Für rezepturbasierte Prozessfertigung mit elektronischem Chargenprotokoll sind Anbieter mit entsprechendem Branchenfokus näher am Anwendungsfall.
- Sehr gute Passung: diskrete Stück- und Losfertigung
- Gute Passung: Metallverarbeitung, Automobilzulieferung
- Genauer prüfen: rezepturbasierte Chargenfertigung
Unternehmensgröße
Die veröffentlichten Referenzkunden von gbo datacomp, etwa Hans Berg, Cohline, Schweiger Fulpmes und iSi, sind mittelständische Fertigungsbetriebe. Mit rund 250 Kunden und über 30 Jahren Projekterfahrung ist gbo datacomp deutlich kleiner als Konzernanbieter mit mehreren Tausend Installationen (Herstellerangabe, Stand 2026).
Für ein Mittelstandswerk, das seine Fertigungsdaten modular und in eigenem Tempo ausbauen will, liegt gbo datacomp nach dieser Einordnung näher am Anwendungsfall als ein Konzernportfolio. Für einen internationalen Konzernrollout über viele Werke ist die Größenordnung genauer zu prüfen.
- Sehr gute Passung: einzelnes Werk oder wenige Standorte im Mittelstand
- Gute Passung: Wachstum in einzeln zubuchbaren Modulschritten
- Genauer prüfen: Rollout über viele internationale Standorte
Branche
Acht Branchen sind auf den Herstellerseiten dokumentiert: Automobilzulieferer, Werkzeug- und Maschinenbau, Kunststoffindustrie, Holzverarbeitung, Steinverarbeitung, Food, Medizintechnik sowie Print und Packaging. Vier davon sind zusätzlich mit ausführlichen Anwenderberichten belegt.
Für diese acht Branchen liegt eine dokumentierte Positionierung vor. Für Branchen außerhalb dieser Liste, etwa Halbleiter, Pharma mit Validierungspflicht oder Chemie, liefert gbo datacomp keine eigene Branchenvariante, dort sollten Sie gezielt nach Referenzen fragen.
- Sehr gute Passung: die acht dokumentierten Zielbranchen
- Gute Passung: verwandte Fertigungsprozesse mit ähnlichem Datenbedarf
- Genauer prüfen: Halbleiter, validierungspflichtige Pharma, Chemie
Werkzeug- und Instandhaltungsmanagement
Mit WRZ (Werkzeugmanagement) und dem Erweiterungsmodul gboAWaX für proaktive Instandhaltung führt gbo datacomp zwei Module, die Werkzeugkosten verursachergerecht zuordnen und Wartung auf Basis von Laufzeiten, Stückzahlen, Hub und Schuss planen (Herstellerangabe, Stand 2026). Eine dedizierte Kavitäten- oder Formen-CAD-Verwaltung für den Spritzguss-Werkzeugbau ist auf den Produktseiten nicht gesondert ausgewiesen.
Für die Zuordnung von Werkzeugkosten und die vorbeugende Instandhaltung im laufenden Betrieb ist die Passung gut belegt. Für spezialisierte Formenbau-Konstruktionsdaten ist eine Prüffrage im Erstgespräch sinnvoller als eine Annahme.
- Sehr gute Passung: Werkzeugkosten-Zuordnung und Instandhaltungsplanung
- Gute Passung: Werkzeug- und Maschinenbau als Zielbranche
- Genauer prüfen: dedizierte Kavitäten-/Formendatenverwaltung
Systemlandschaft & Schnittstellen
Neben der allgemeinen Protokollliste (OPC UA/DA, MQTT, Web-APIs, MTConnect, potentialfreie Kontakte, CSV-/TXT-Importe) dokumentieren Anwenderberichte die Anbindung über OPC UA, MTConnect und Siemens-Logo-SPS sowie eine ERP-Anbindung an Infor.com (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026; Anwenderberichte 2025).
Für Betriebe mit gängigen Steuerungen und einem bestehenden ERP-System, das Rückmeldungen entgegennehmen kann, ist die Anbindung nach dieser Liste und den Beispielen praktikabel. Für sehr spezifische oder proprietaere Maschinenschnittstellen sollte die Kompatibilität vorab schriftlich bestätigt werden.
- Sehr gute Passung: gängige SPS-Welten, OPC UA oder MTConnect vorhanden
- Gute Passung: ERP-System mit definierter Rückmeldeschnittstelle
- Genauer prüfen: proprietaere oder sehr alte Maschinensteuerungen
Internationalität & Compliance
gbo datacomp ist mit den Standorten Augsburg und Rimbach im Odenwald in Deutschland verwurzelt, ein Referenzkunde (Schweiger Fulpmes) liegt in Österreich. Internationale Niederlassungen außerhalb des deutschsprachigen Raums sind auf den Herstellerseiten nicht dokumentiert. Das Unternehmen selbst ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert, eine GxP- oder FDA-21-CFR-Part-11-Aussage für regulierte Fertigung liegt nicht vor.
Für ein DACH-Werk oder wenige DACH-Standorte ist die Passung gut. Für einen mehrsprachigen Rollout außerhalb Europas oder für validierungspflichtige regulierte Fertigung sind Anbieter mit entsprechend dokumentierten Nachweisen näher am Anwendungsfall.
- Sehr gute Passung: DACH-Fokus, ein bis wenige Standorte
- Gute Passung: zusätzlicher Standort im deutschsprachigen Ausland
- Genauer prüfen: GxP-Validierungspflicht, Rollout außerhalb Europas
Hinweis zur Neutralität. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Herstellerinformationen, Stand August 2026. Die Einordnung nach Passung ist eine Bewertung von Sectorlens auf Basis eigener Projekterfahrung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Sectorlens erhält keine Provision von MES-Anbietern.
Zwölf Fragen für Ihr
Erstgespräch mit gbo datacomp
Diese Fragen sind so formuliert, dass eine gute Antwort erkennbar ist und eine ausweichende Antwort auffällt. Nehmen Sie sie wörtlich mit ins nächste Gespräch.
Welche der 14 Module sind im Angebot Standard, welche kosten extra?
Lassen Sie sich jedes Modul einzeln ausweisen, nicht als Paketpreis. So erkennen Sie, ob WRZ, EMG oder gboAWaX bereits enthalten sind oder separat kalkuliert werden.
Wie läuft eine Migration von bisoftMES auf gboMES konkret ab, falls wir Bestandskunde wären?
Relevant für Unternehmen, die bereits eine ältere gbo-Lösung im Einsatz haben. Fragen Sie nach Datenübernahme, Ausfallzeit und Zusatzkosten für den Wechsel.
Welche Schnittstellenprotokolle unterstützt gboMES für unseren konkreten Maschinenpark?
Die öffentlich dokumentierten Beispiele sind OPC UA, MTConnect und Siemens-Logo-SPS. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, ob Ihre tatsächlichen Steuerungen dazugehören.
Wie erfolgt die Anbindung an unser konkretes ERP-System?
Der dokumentierte Anwenderfall nutzt Infor.com. Fragen Sie nach einer Referenz mit Ihrem ERP-System oder nach dem Aufwand für eine neue Anbindung.
Welche Rolle spielt WRZ bei Kavitäten- oder Formendaten, wenn wir Spritzguss- oder Werkzeugbau betreiben?
Das Modul deckt Werkzeugkosten und Wartung ab, eine dedizierte Formen-CAD-Verwaltung ist nicht dokumentiert. Klären Sie, wie tief die Werkzeugdaten in Ihrem Fall abgebildet werden können.
Wie ist der Implementierungsprozess strukturiert und welche Rollen brauchen wir auf unserer Seite?
gbo datacomp nennt selbst vier Phasen und drei bis sechs Monate Gesamtdauer. Lassen Sie sich den Personalaufwand je Phase konkret für Ihre Größenordnung vorrechnen.
Gibt es Referenzen für den Betrieb an mehreren Standorten oder nur an einem Werk?
Die veröffentlichten Anwenderberichte beziehen sich jeweils auf einzelne Werke. Fragen Sie gezielt nach Erfahrung mit Mehrwerksstrukturen, falls das Ihr Zielbild ist.
Wie wird das Zusammenspiel zwischen PZBDE und Lohnbuchhaltung oder Mitbestimmung gehandhabt?
Sobald Personalzeit- oder Leistungsdaten erfasst werden, ist der Betriebsrat frühzeitig einzubinden. Hintergrund dazu liefert Betriebsrat und MES-Einführung.
Welche Release- und Update-Zyklen gibt es für gboMES?
Fragen Sie nach der Historie seit der Umbenennung 2023 und danach, wie neue Funktionen wie KI-gestützte Auswertungen eingeführt werden, ohne den laufenden Betrieb zu stören.
Welche Referenz aus unserer Branche und Größenordnung können wir direkt ansprechen?
Bitten Sie um ein Gespräch ohne Vertriebsbeteiligung mit einem Anwender, dessen Fertigungsart und Betriebsgröße Ihrer eigenen möglichst nahekommt.
Wie sieht der Support- und Eskalationsweg zwischen Augsburg und Rimbach aus?
Klären Sie Reaktionszeiten, Erreichbarkeit über Schichtzeiten und ob Support-Anfragen an einem oder beiden Standorten bearbeitet werden.
Gibt es Nachweise für GxP- oder FDA-21-CFR-Part-11-Anforderungen, falls für uns relevant?
Diese Angaben sind auf den öffentlichen Seiten nicht ausgewiesen. Für regulierte Fertigung ist eine schriftliche Aussage vor Vertragsschluss unverzichtbar.
gboMES.AI
KI-Agenten für Berichte, Planung und Wissen
2024 hielt Künstliche Intelligenz laut eigener Firmenchronik Einzug in gboMES, seither vermarktet gbo datacomp die KI-Erweiterung unter dem Namen gboMES.AI (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/ki-mit-gbomes, Stand 2026). Die Agenten arbeiten mit unternehmensinternen RAG-Wissensdatenbanken und sollen versteckte Effizienzpotenziale in den ohnehin erfassten Produktionsdaten sichtbar machen.
Analyse und Wissensmanagement
Zusammenhänge in Produktionsdaten beschreiben, Datenauswertungen erstellen und FAQs sowie Lernmaterial aus den eigenen Betriebsdaten generieren (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026).
Vier Anwendungsfelder
Laut Hersteller unterstützen die KI-Agenten Berichtserstellung, Produktionsplanung, Arbeitsanweisungen und Bewertungen direkt aus den gboMES-Daten heraus.
Von Beratung bis Go-Live
gbo datacomp begleitet den Einsatz laut eigener Darstellung von Beratung und Use-Case-Entwicklung über Integration und Prompt-Engineering bis zu Schulung und laufendem Support.
Einordnung. Die Angaben zu gboMES.AI stammen von gbo datacomp selbst, Stand 2026, konkrete Kundenreferenzen für den KI-Einsatz veröffentlicht der Hersteller auf den eigenen Produktseiten nicht. Fragen Sie im Erstgespräch nach einer Live-Demo und einer Referenz mit vergleichbarem Anwendungsfall. Den branchenweiten Reifegrad von KI im MES ordnet KI im MES ein.
Wenn Ihre Anforderung abweicht
liegt ein anderer Anbieter näher
Die Tabelle beantwortet nur eine Frage: Bei welcher konkret abweichenden Anforderung lohnt ein zweiter Kandidat neben gbo datacomp? Das ist keine Rangliste und keine Qualitätsaussage. Die vollständige Marktübersicht steht im MES-Anbieter-Vergleich DACH 2026/2027, ausgearbeitete Profile finden Sie unter MPDV im Profil und Siemens Opcenter im Profil.
| Abweichende Anforderung | Anbieter, der dann näher liegt | Begründung in einem Satz |
|---|---|---|
| Regulierte Pharma- oder Medizintechnikfertigung mit Master Batch Record oder elektronischem Geräteprotokoll | Siemens Opcenter München/Berlin | Führt mit Opcenter Execution Pharma und Medical Device and Diagnostics eigene Produktlinien für validierungspflichtige Fertigung. |
| Breitere Kundenbasis, eigene APS-Feinplanung und Integrationsplattform aus einer Hand gewünscht | MPDV Mosbach | Eigenfinanziertes Familienunternehmen mit HYDRA X, FEDRA und MIP, über 2.400 Installationen weltweit. |
| Shopfloor-Transparenz und OEE im Zentrum, ohne Werkzeugmanagement-Anteil, Cloud und On-Premise wählbar | FORCAM ENISCO Böblingen | Positioniert sich laut Hersteller als modulares MES mit Schwerpunkt auf Maschinendatenerfassung und Kennzahlen. |
| Werkzeug- und Formenbau als Kernprozess mit vertieftem Instandhaltungsfokus | PROXIA Ebersberg | Dokumentierter Schwerpunkt auf MDE, BDE und Instandhaltung in mittelständischer Einzel- und Kleinserienfertigung. |
| Sehr schlanker Einstieg mit engem Funktionsumfang und kleinem Budget | FASTEC Paderborn | Adressiert vor allem BDE, MDE und OEE als abgegrenzten Einstieg statt einer vollständigen Fertigungs-IT-Suite. |
| Konsequente SAP-Strategie ohne zweite Vertrags- und Wartungsbeziehung neben dem ERP | SAP Digital Manufacturing Walldorf | Bleibt vollständig im SAP-Stack und vermeidet eine getrennte Schnittstellen- und Releasepflege zwischen zwei Herstellern. |
Zur Lesart dieser Tabelle. Die genannten Positionierungen beruhen auf öffentlich zugänglichen Herstellerangaben, Stand August 2026. Die Zuordnung von Anforderung zu Anbieter ist eine Einordnung von Sectorlens aus eigener Projekterfahrung und keine Aussage über Produktqualität. Welcher Anbieter im Einzelfall gewinnt, entscheidet sich am Lastenheft, nicht an einer Tabelle, siehe MES-Lastenheft erstellen. Für kleinere Werke ist MES für den Mittelstand der passendere Einstieg, für Werkzeug- und Formenbau MES für Einzelfertigung.
Vier Phasen, drei bis sechs Monate
was eine gboMES-Einführung wirklich braucht
gbo datacomp beziffert die durchschnittliche Einführungsdauer selbst mit drei bis sechs Monaten, abhängig von Unternehmensgröße und Komplexität der Produktion, und gliedert das Vorgehen in vier Phasen (Herstellerangabe, FAQ auf gbo-datacomp.de, Stand 2026). Die folgende Tabelle ordnet diesen Phasen typische Rollen und Kapazitätsbindung zu, auf Basis von Sectorlens-Erfahrungswerten aus MES-Einführungsprojekten dieser Größenordnung im Mittelstand.
Analyse & Planung
Anforderungen mit Produktion, IT und Qualität definieren und die passende Auswahl aus den 14 gboMES-Modulen treffen, etwa MDE, BDE, WRZ oder QM.
Herstellerangabe: Teil der 3–6 Monate GesamtlaufzeitSystemdesign & Anpassung
Prozesse, Masken und Kennzahlen auf die eigene Fertigung zuschneiden, Schnittstellen zu ERP-System und Maschinenpark konzipieren.
Herstellerangabe, FAQ gbo-datacomp.de, 2026Integration & Testlauf
Schnittstellen einrichten, etwa OPC UA, MTConnect oder eine SPS-Anbindung, Stammdaten übernehmen und den Testbetrieb durchführen.
Herstellerangabe, FAQ gbo-datacomp.de, 2026Go-Live & Support
Schulung der Fachbereiche, Produktivstart und laufende Betreuung durch gbo datacomp aus Augsburg und Rimbach.
Herstellerangabe, FAQ gbo-datacomp.de, 2026| Rolle auf Ihrer Seite | Typische Kapazitätsbindung | Worauf es bei dieser Rolle ankommt |
|---|---|---|
| Projektleitung Kunde | 30 bis 60 % | Über die gesamte Laufzeit von drei bis sechs Monaten. Bei einem modularen Mittelstandsprojekt dieser Größe ist eine Teilzeitrolle nach Sectorlens-Erfahrung eher tragfähig als bei einem Konzernrollout, sollte aber nicht neben dem Tagesgeschäft nebenherlaufen. |
| Key User Produktion | 1 bis 3 Personen | Für Modulauswahl, Testbetrieb und Schulung. Je nach Anzahl gewählter Module, etwa nur MDE und BDE oder zusätzlich WRZ und QM, wächst der Abstimmungsaufwand. |
| IT und Schnittstellenbetrieb | 0,2 bis 0,4 VZÄ | Für die Anbindung an ERP und Steuerungen, mit Spitzen in der Testphase. Sinkt nach dem Go-live auf laufenden Wartungsaufwand. |
| Instandhaltung, bei WRZ oder gboAWaX | situativ | Nur relevant, wenn Werkzeugmanagement oder proaktive Instandhaltung mitbeschafft werden. Ohne diese Module entfällt dieser Aufwand vollständig. |
| Mitbestimmung | bei PZBDE-Einsatz | Sobald Personalzeit- oder Leistungsdaten erfasst werden, ist der Betriebsrat frühzeitig einzubinden. Hintergrund unter Betriebsrat und MES-Einführung. |
Was Herstellerangabe ist und was Sectorlens-Einordnung. Die Gesamtdauer von drei bis sechs Monaten und die vier Phasen sind Herstellerangabe von gbo datacomp, Stand 2026. Die Rollenverteilung und Kapazitätsbindung sind eine Sectorlens-Einordnung auf Basis von Erfahrungswerten aus MES-Einführungsprojekten im Mittelstand, keine Angabe von gbo datacomp selbst. Eine anbieterunabhängige Aufschlüsselung der Kostenblöcke steht unter MES-Kosten.
gbo datacomp
in 16 Fragen und Antworten
Selbsttragende Antworten für den schnellen Überblick, mit Quelle und Jahr, wo eine Zahl genannt wird.
Was ist gboMES und wer steht dahinter?
gboMES ist die modulare Manufacturing-Execution-System-Suite der gbo datacomp GmbH, einem MES-Hersteller mit Hauptsitz in Augsburg und einem zweiten Standort in Rimbach im Odenwald. Das Unternehmen entstand 2004 aus dem Zusammenschluss der gbo- und datacomp-Sparten, die Firmenwurzeln reichen laut eigener Chronik bis 1982 zurück. Geschäftsführer ist Michael Möller, der zugleich im Vorstand des VDMA-Fachverbands Software und Digitalisierung sitzt (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026).
Was ist der Unterschied zwischen gboMES, bisoftMES und winMES.NET?
gboMES ist der aktuelle Produktname. Laut Firmenchronik von gbo datacomp hieß die Software zunächst bisoft, ab 2008 wurde daraus die Komplettlösung bisoftMES, und 2023 erfolgte die Umbenennung in gboMES mit erweiterten Inhalten und Konnektivität. Für den häufig gesuchten Namen winMES.NET findet sich auf den Herstellerseiten von gbo datacomp keine Entsprechung, es handelt sich nicht um ein aktuelles oder früheres Produkt dieses Anbieters (Herstellerangabe, Firmenchronik gbo-datacomp.de, Stand 2026).
Welche Module umfasst gboMES?
Die Suite gliedert sich laut Hersteller in 14 Module: MES als Kernsystem, MDE (Maschinendatenerfassung), BDE (Betriebsdatenerfassung), KPI, FLS (Fertigungsleitstand), TRA (Tracking und Tracing), WRZ (Werkzeugmanagement), QM (Qualitätsmanagement), PRZ (Prozessdaten), ein Web Dashboard, EMG (Energiemanagement auf Basis von ISO 50001), PZBDE (Personalzeit- und Betriebsdatenerfassung), WebClient 3.0 für mobile Erfassung sowie das Erweiterungsmodul gboAWaX für proaktive Instandhaltung (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Die Module sind einzeln zubuchbar.
Für welche Branchen ist gboMES nach Herstellerangabe ausgelegt?
gbo datacomp nennt auf den eigenen Branchenseiten acht Zielbranchen: Automobilzulieferer, Werkzeug- und Maschinenbau, Kunststoffindustrie, Holzverarbeitung, Steinverarbeitung, die Food-Branche, Medizintechnik sowie Print und Packaging (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/branchen, Stand 2026). Veröffentlichte Referenzprojekte liegen unter anderem aus der Metallverarbeitung, der Automobilzulieferung und der Lebensmittelproduktion vor.
Wie groß ist gbo datacomp und wie viele Kunden nutzen die Software?
gbo datacomp beziffert die eigene Kundenbasis auf der aktuellen Startseite mit mehr als 250 Kunden, mehr als 30 Jahren Projekterfahrung und mehr als 100.000 angebundenen Maschinen (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Eine exakte, extern verifizierbare Mitarbeiterzahl veröffentlicht das Unternehmen auf den eigenen Seiten nicht, weshalb diese Kennzahl hier bewusst nicht genannt wird.
Ist gboMES zertifiziert?
gbo datacomp weist auf der eigenen Website ein Zertifikat nach ISO 9001:2015 für das Qualitätsmanagement des Unternehmens aus, das auf gbo-datacomp.de als PDF hinterlegt ist (Herstellerangabe, Stand 2026). Das Modul EMG für Energiemanagement arbeitet nach Herstellerangabe auf Basis der Norm ISO 50001. Eine öffentlich dokumentierte GxP- oder FDA-21-CFR-Part-11-Aussage für regulierte Fertigung liegt nicht vor und sollte im Erstgespräch geklärt werden.
Welche Schnittstellen unterstützt gboMES?
Auf der MDE-Produktseite nennt gbo datacomp eine allgemeine Protokollliste für die Maschinenanbindung: OPC UA/DA, MQTT, Web-APIs, MTConnect, potentialfreie Kontakte und Sensoren sowie CSV-/TXT-Importe (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/mde-maschinendatenerfassung, Stand 2026). In konkreten Kundenprojekten erfolgte die Anbindung bei Schweiger Fulpmes GmbH über OPC UA und MTConnect, bei Hans Berg GmbH über Siemens-Logo-SPS-Bausteine mit Stammdatenübernahme aus dem ERP-System Infor.com (Herstellerangabe, Anwenderberichte gbo-datacomp.de, 2025). Ob Ihr konkreter Maschinenpark dazugehört, gehört trotzdem ins Erstgespräch.
Eignet sich gboMES eher für kleine Betriebe oder für den Mittelstand?
Die dokumentierten Referenzkunden von gbo datacomp, etwa Hans Berg, Cohline, Schweiger Fulpmes und iSi, sind mittelständische Fertigungsunternehmen, und der Hersteller positioniert die Software selbst mit dem Anspruch, sich der Produktion anzupassen statt umgekehrt (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Für sehr kleine Betriebe ohne eigene IT-Rolle empfiehlt sich vor der Entscheidung zu klären, welche der 14 Module tatsächlich benötigt werden, um die Konfigurationstiefe an die eigene Kapazität anzupassen.
Was kostet die Einführung von gboMES?
gbo datacomp veröffentlicht keine Listenpreise. Die durchschnittliche Einführungsdauer beziffert der Hersteller selbst mit drei bis sechs Monaten in vier Phasen: Analyse und Planung, Systemdesign und Anpassung, Integration und Testlauf sowie Go-Live und Support (Herstellerangabe, FAQ auf gbo-datacomp.de, Stand 2026). Eine strukturierte Einordnung typischer MES-Kostenblöcke unabhängig vom Anbieter steht unter MES-Kosten.
Welche Referenzkunden nennt gbo datacomp öffentlich?
Mit Anwenderberichten dokumentiert sind Hans Berg GmbH (Metallverarbeitung und Automobilzulieferindustrie), Cohline GmbH (Automotive-Zulieferer), Schweiger Fulpmes GmbH (Metalltechnik, Österreich) und iSi GmbH (Food). Zusätzlich nennt gbo datacomp weitere Kunden als Logos, darunter Voss, Uponor, Meto und Bauder, ohne ausführliche Fallstudie (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/referenzen, Stand 2026).
Wie unterscheidet sich gbo datacomp von größeren MES-Anbietern wie Siemens Opcenter oder MPDV?
gbo datacomp ist mit rund 250 dokumentierten Kunden ein deutlich kleinerer, regional in Augsburg verwurzelter Anbieter als Siemens mit seinem mehrschichtigen Opcenter-Portfolio oder MPDV mit über 2.400 Installationen weltweit (Herstellerangabe der jeweiligen Hersteller, Stand 2026). Das zeigt sich auch im Produktzuschnitt: gboMES bietet 14 einzeln kombinierbare Module aus einer Suite statt getrennter Produktlinien für einzelne Branchen. Für Unternehmen, die einen überschaubaren, modular wachsenden Einstieg suchen, ist das ein anderer Ausgangspunkt als ein Konzernportfolio.
Was ist gboAWaX?
gboAWaX ist das jüngste Erweiterungsmodul von gboMES für die proaktive Instandhaltung, das gbo datacomp auf der eigenen Startseite als neue Ergänzung zur MES-Suite vorstellt (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Es baut auf den bereits erfassten Betriebs- und Maschinendaten auf und ist als eigenständige Leistung buchbar, siehe Instandhaltung gboAWaX auf den Herstellerseiten.
Bietet gbo datacomp auch Energiemanagement?
Ja. Das Modul EMG erfasst und stellt laut Hersteller energiebezogene Kennzahlen dar und orientiert sich an der Norm ISO 50001 für die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung einer Organisation (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Für Fertigungsunternehmen mit Energiemanagementpflicht ist das ein Modul, das sich direkt aus den ohnehin erfassten Maschinen- und Betriebsdaten speist.
Werden bei gboMES auch Werkzeuge und Formen verwaltet?
Das Modul WRZ (Werkzeugmanagement) ordnet Werkzeugkosten verursachergerecht zu und unterstützt vorbeugende Wartung sowie die Zustandsüberwachung des Werkzeugbestands, dokumentiert unter anderem an laufenden Produktionsdaten wie Hüben und Schuss (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026). Eine dedizierte Kavitäten- oder Formen-CAD-Verwaltung für den Spritzguss-Werkzeugbau weist der Hersteller auf den öffentlichen Produktseiten nicht gesondert aus, das gehört bei entsprechendem Bedarf als Prüffrage ins Erstgespräch.
Was ist gboMES.AI und was leisten die KI-Agenten?
gboMES.AI ist die 2024 eingeführte KI-Erweiterung der Suite, die smarte KI-Agenten in gboMES integriert, um versteckte Effizienzpotenziale zu heben (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de/ki-mit-gbomes, Stand 2026). Die Agenten arbeiten mit RAG-Wissensdatenbanken für Analyse und Wissensmanagement und übernehmen laut Hersteller Workflows wie Berichtserstellung, Produktionsplanung, Arbeitsanweisungen und Bewertungen. gbo datacomp bietet dazu ein eigenes Leistungspaket aus Beratung, Entwicklung und Go-Live-Begleitung an.
Wie bindet gbo datacomp Maschinen ohne OPC-Schnittstelle an?
Für Maschinen ohne Netzwerkschnittstelle nennt gbo datacomp seit 2021 die Plattform Virtcont 4.0, die laut Unternehmensangabe eine standardisierte Transportebene zwischen Maschinen und der MES-Suite herstellt und auch proprietäre oder ältere Werkzeugmaschinen ohne OPC-Anschluss einbindet (Herstellerangabe, Pressemitteilung gbo-datacomp.de, 2021). Auf der aktuellen MDE-Produktseite ergänzt der Hersteller dafür unter anderem potentialfreie Kontakte, Sensoren sowie CSV-/TXT-Importe als Integrationswege (Herstellerangabe, gbo-datacomp.de, Stand 2026).
gbo datacomp steht auf Ihrer Shortlist.
Unsicher, ob die 14 Module zu groß oder zu klein geschnitten sind?
Ein Anbieterprofil beantwortet, was eine Suite kann. Es beantwortet nicht, ob genau die Module, die Ihnen angeboten werden, zu Ihrem Maschinenpark, Ihrer ERP-Landschaft und Ihrem Budget passen. Genau diese Lücke schließen wir, herstellerneutral und ohne Provision von einem der genannten Anbieter.
Passt gbo datacomp zu Ihrer Fertigung?
URL eingeben, KI analysiert die Fertigung anhand öffentlicher Daten und gleicht sie gegen 64 Kriterien mit dem Anbietermarkt ab. Sie sehen sofort, wo gbo datacomp in Ihrer Shortlist landet und welche Anbieter noch danebengehören.
- Match-Score für gbo datacomp und relevante Alternativen
- Einordnung nach Fertigungsart, Größe und Systemlandschaft
- Kein Formular, keine Registrierung, kein Vertriebsanruf
gboMES im strukturierten Vergleich
Wir übersetzen Ihre Anforderungen in ein Lastenheft aus über 150 Anforderungen und stellen gboMES und zwei bis vier Alternativen unter identischen Bedingungen gegenüber. Der Anbieterdialog wird von uns moderiert, die Angebote werden vergleichbar gemacht.
- Anforderungs-Workshop mit Produktion, IT und Qualität
- Lastenheft aus über 150 Anforderungen statt Modullisten
- Entscheidungsmatrix mit gewichteten Kriterien und Preisvergleich
Zweitmeinung zum gboMES-Angebot
Sie haben ein Angebot für eine Modulkombination von gbo datacomp auf dem Tisch und wollen wissen, ob Zuschnitt, Preis und Annahmen plausibel sind. Wir prüfen es gegen unsere Projekterfahrung aus 50+ Projekten seit 2022, herstellerneutral und ohne Provision.
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