Eine MES-Entscheidung wirkt 10 bis 15 Jahre. Der Aufwand der Auswahl wird oft unterschätzt, der Aufwand der Einführung danach überschätzt. Auf dieser Seite finden Sie ein bewährtes fünfstufiges Vorgehen, die wichtigsten Kriterien und vier typische Auswahlfehler, die fast jede Auswahl trifft, wenn sie nicht erkannt werden.
Dieses Vorgehen hat sich in Hunderten Projekten bewährt. Wer eine Stufe überspringt, baut sich später Mehrarbeit. Die typische Dauer der gesamten Auswahl beträgt 3 bis 6 Monate.
Welche Module, welche Schnittstellen, welche Compliance, welche Skalierung? Faustregel. 80 Anforderungen reichen, davon 15 bis 20 als Muss-Kriterien gekennzeichnet.
Der Markt umfasst weit mehr als 120 MES-Anbieter. Eine Longlist mit 15 bis 25 Kandidaten ist realistisch und gut behandelbar.
Reduktion auf 4 bis 6 Anbieter, die nicht nur die Muss-Kriterien erfüllen, sondern auch zur Branche passen. Jeweils eine 2- bis 3-stündige Discovery-Demo.
2 bis 3 Finalisten zeigen anhand Ihrer realen Use Cases, wie Sie konkret arbeiten würden. Idealerweise mit eigenem Datensatz. Hier zeigt sich, wer die Branche kennt.
Beste Anbieter werden verhandelt. Pilot in einem Werk, klare Erfolgskriterien, Optionen für Rollout. Keine Big-Bang-Verträge über fünf Jahre.
Jede Phase hat eigene Werkzeuge im Portal. Anforderungs-Katalog, RFI-Generator, Bewertungs-Matrix, Decision-Brief. Plus Audit-Trail über alle Phasen hinweg.
Jedes Auswahlprojekt sollte diese acht Dimensionen explizit gewichten. Wer eine ignoriert, baut sich später eine teure Diskussion.
Welche der Muss-Kriterien werden out-of-the-box erfüllt? Customizing dauert Jahre und bindet Sie an einen Anbieter.
Hat der Anbieter Referenzen in Ihrer Branche? Die ersten 10 Pharma- oder Lebensmittelkunden zahlen das Lehrgeld, nicht der elfte.
SaaS oder On-Prem? Microservices oder Monolith? Eine moderne Architektur entscheidet über Integrations- und Skalierungsfähigkeit für die nächsten 10 Jahre.
OPC UA, REST, MQTT, SAP-Konnektoren. Eine fertige Anbindung an Ihr ERP spart Monate und reduziert Risiko.
Lizenzen sind die kleinste Position. Implementierung, Customizing, Schnittstellen und Betrieb verdoppeln oder vervierfachen den Lizenzpreis.
Hat der Anbieter eigene Beratung oder qualifizierte Partner? Die beste Software scheitert am schlechten Implementierungspartner.
Investiert der Anbieter aktiv in das Produkt? Wie sind die Release-Zyklen? Ein im Markt sterbendes Produkt zieht sie 10 Jahre lang mit.
Werker am Touch-Terminal arbeiten mit dem MES jeden Tag, jede Schicht. Eine schlechte UX wird zum dauerhaften Reibungspunkt.
Ein MES mit allen Modulen, dass keine Ihrer Branche kennt, scheitert. Die Branchenpassung wiegt schwerer als Funktionsbreite. Fragen Sie nach Referenzen, nicht nach Features.
500 Anforderungen ergeben kein Lastenheft, sondern eine Wunschliste. Faustregel. 80 Anforderungen, davon 15 bis 20 Muss-Kriterien. Anders ist die Auswahl nicht steuerbar.
Standard-Demos zeigen, was das Produkt kann, nicht ob es zu Ihnen passt. Lassen Sie Finalisten 2 bis 3 Ihrer realen Use Cases mit Ihren Daten zeigen.
Wer nur Lizenzen vergleicht, verkennt das Kostenbild. Implementierung, Schnittstellen, Betrieb verdoppeln oder vervierfachen den Lizenzpreis. Immer Total Cost of Ownership rechnen.
Der Workspace, der jede dieser Phasen strukturiert. Fünf Phasen, 27 Werkzeuge.
Was nach der Vertragsunterschrift kommt. Phasen, Rollen, Erfolgsfaktoren.
Kompakte Einführung. Funktionen, Zielgruppen, Abgrenzung. Ideal als Auftakt.
Acht Dimensionen im Detail. Wo das MES endet und das ERP beginnt.
Statt mit allen 120 Anbietern zu sprechen, starten Sie mit einer datenbasierten, neutralen Longlist. Unsere Engine erstellt aus Ihrem Unternehmensprofil in 6 Minuten eine erste, fundierte Shortlist.
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