Die Auswahl ist getroffen, der Vertrag unterschrieben. Was jetzt? MES-Einführungen scheitern selten am Produkt und fast immer am Vorgehen. Diese Seite zeigt das bewährte vierphasige Vorgehen, die Rollen, die wirklich gebraucht werden, und fünf Erfolgsfaktoren, die in jedem Projekt entscheidend sind.
Statt Big-Bang in vier kontrollierten Phasen. Jede Phase hat klare Ergebnisse und Erfolgskriterien. Wer in Phase 2 noch in Phase 1 steht, sieht das früh und kann gegensteuern.
Use Cases werden mit dem Anbieter im Detail durchgesprochen. Anpassungen vs. Standard werden entschieden. Customizing wird auf das Minimum reduziert.
System wird konfiguriert, Schnittstellen zu ERP, SCADA und Maschinen gebaut. Erste Maschinen werden in einer Test-Umgebung angebunden.
Erstes Werk geht live. Schichtleitung und Werker werden geschult, Daten fließen, KPIs werden überwacht. Erfolgskriterien werden hart gemessen.
Weitere Werke werden in einem definierten Rhythmus angeschlossen. Lessons Learned aus dem Pilot fließen ein. KPI-Monitoring läuft permanent.
Diese Rollen müssen besetzt sein, idealerweise mit Personen, die mindestens 30 bis 50 Prozent ihrer Arbeitszeit ins Projekt geben können. Nebenher geht es nicht.
Werks- oder Geschaeftsleitung. Beseitigt Hindernisse, sichert Ressourcen, kommuniziert nach oben. Sichtbar im Projekt, nicht nur im Steering Committee.
Hauptamtlich, idealerweise mit Fertigungserfahrung. Steuert das Projekt im Tagesgeschäft, koordiniert Anbieter und interne Stakeholder.
Erfahrener Schichtleiter oder Meister. Bringt die Realität des Shopfloors ins Projekt. Ohne diese Rolle baut man Software an der Produktion vorbei.
Verantwortet Schnittstellen, Sicherheit, Netzwerk und Integration. Brücke zwischen OT und IT. Bei Cloud-MES auch der Cloud-Architekt.
Vor allem in regulierten Branchen unverzichtbar. Stellt sicher, dass Prüfpläne, Audit-Trail und Sperrlogik den Normen entsprechen.
Kümmert sich um Kommunikation, Schulung und Akzeptanz. Häufig unterschätzte Rolle. Ein Werker, der das System nicht versteht, wird es nicht nutzen.
Customizing dauert länger, ist fehleranfälliger und lässt das System nicht mit dem Produkt mitwachsen. Faustregel. 80% Standard, 20% Konfiguration, 0% individueller Code.
Erst ein Werk, eine Linie. Hier lernen, korrigieren, dann skalieren. Big-Bang-Rollouts kosten typischerweise das Doppelte und sind doppelt so unsicher.
Schichtleitende und Werker sind die Hauptanwender. Wer sie nicht in die Konfiguration einbezieht, baut Schatten-IT mit Excel und Zetteln neben dem MES.
Stammdaten müssen sauber sein, bevor das MES live geht. Stücklisten, Arbeitspläne, Materialdaten. Müll rein, Müll raus. 30% des Aufwands sind hier.
Wer OEE +10% verspricht, muss die Messung von Anfang an aufsetzen und monatlich tracken. Sonst wird ein erfolgreiches Projekt im Rückblick zum Verlust.
Der Workspace für die Phase vor der Einführung. Anforderungen, Vergleich, Entscheidung.
Wie kommt man zur richtigen Wahl? Fünf Phasen, acht Kriterien, vier Fehler.
Definition, Kernfunktionen und Zielgruppen.
Was ein erfolgreiches MES-Projekt liefert. 5 bis 15 Prozentpunkte OEE im Jahr.
Eine erfolgreiche Einführung beginnt mit der richtigen Auswahl. Finden Sie in 6 Minuten heraus, welche MES-Systeme zu Ihrer Fertigung passen. Datenbasiert, neutral und ohne Verkaufsdruck.
Match starten →