Das Wichtigste in Kürze
- ISO/DIS 22400-2 soll KPI für Manufacturing Operations Management, relevant für MES, einheitlich definieren, beschreiben und interpretieren – systemübergreifend belastbar.
- Ein früherer DIS-Stand umfasste 34 KPI; die aktuelle Edition 2 befindet sich laut ISO noch in Entwicklung. [1]
- Unternehmen müssen Stammdaten, Ereigniszuordnung und KPI-Definitionen prüfen, damit MES-, ERP- und Leitstandswerte fachlich übereinstimmen.
Warum die aktuelle ISO/DIS 22400-2 für KPI in Manufacturing Operations Management zur Pflichtlektüre wird
Wenn MES, ERP und Leitstand dieselbe Kennzahl unterschiedlich ausweisen, liegt das Problem meist in der Definition. Für die Produktionssteuerung ist das kritisch, weil ein MES die Fertigung in Echtzeit lenkt und direkt an die verteilten Systeme der Prozessautomatisierung angebunden ist. [2] Sobald die Datengrundlage unsauber ist, werden Rückmeldungen aus der Linie zwar weiter transportiert, aber fachlich uneinheitlich interpretiert. Genau an dieser Stelle setzt die ISO/DIS 22400-2 an. Wenn Sie die operative Anbindung in Echtzeit weiterdenken, lohnt auch ein Blick auf 5G und MES: Neue Möglichkeiten für die vernetzte Produktion [3].
Die aktuelle Edition 2 befindet sich laut ISO noch in Entwicklung. [1] Ein früherer DIS-Stand beschrieb 34 KPI für Produktion, Qualität, Instandhaltung sowie Lager/Logistik und ordnete sie als Leitlinie für Definition, Beschreibung und Interpretation ein. [4] Für IT- und Produktionsverantwortliche ist das mehr als ein Normthema. Wer KPI für Manufacturing Operations Management, relevant für MES, für OEE-nahe Steuerungslogik, Schichtauswertung oder Qualitätsmonitoring nutzt, braucht eine Definition, die über Systemgrenzen hinweg belastbar bleibt. Das gilt auch dort, wo vernetzte Produktion [3] zusätzliche Datenquellen und kürzere Reaktionszeiten in die MES-Landschaft bringt.
Häufige Fragen
Was regelt die ISO/DIS 22400-2 bei MES-Kennzahlen konkret?
Die Norm soll MES-Kennzahlen einheitlich definieren, beschreiben und interpretieren, damit Werte systemübergreifend vergleichbar sind. Laut Artikel umfasst der Entwurf 34 KPIs aus Produktion, Qualität, Instandhaltung sowie Lager und Logistik. Damit entsteht ein gemeinsamer Rahmen für MES, ERP und Leitstand.
Welche MES-Kennzahlen sind in ISO/DIS 22400-2 enthalten?
Im Artikel ist von 34 KPIs die Rede, die die Bereiche Produktion, Qualität, Instandhaltung sowie Lager/Logistik abdecken. Die Norm soll damit nicht nur produktionsnahe Kennzahlen, sondern auch angrenzende operative Kennzahlen in einen einheitlichen Kontext setzen. Konkrete Einzeldefinitionen sollten allerdings am DIS-Text geprüft werden.
Warum weichen MES-, ERP- und Leitstand-Kennzahlen oft voneinander ab?
Ein häufiger Grund sind unterschiedliche Definitionen derselben Kennzahl in den Systemen. Der Artikel nennt insbesondere Stammdaten, Ereigniszuordnung und KPI-Definitionen als typische Ursachen für Abweichungen. Wenn diese Logik nicht abgestimmt ist, werden Rückmeldungen zwar technisch übertragen, aber fachlich verschieden interpretiert.
Welche Auswirkungen hat ISO 22400-2 auf die Produktionssteuerung?
Für die Produktionssteuerung ist wichtig, dass Kennzahlen wie OEE-nahe Steuerungslogik, Schichtauswertung oder Qualitätsmonitoring auf einer belastbaren Definition beruhen. Die Norm unterstützt laut Artikel eine konsistente Nutzung von Produktionssteuerungs-KPIs über Systemgrenzen hinweg. Das soll helfen, Entscheidungen auf einer fachlich einheitlichen Datengrundlage zu treffen.
Was müssen Unternehmen für ein KPI-Assessment nach ISO/DIS 22400-2 prüfen?
Der Artikel nennt vor allem Stammdaten, die Zuordnung von Ereignissen und die bestehenden KPI-Definitionen als Prüfstellen. Unternehmen sollten außerdem abgleichen, ob Werte aus MES, ERP und Leitstand dieselbe fachliche Bedeutung haben. Daraus lässt sich ableiten, wo Datenmodelle oder Steuerungslogiken angepasst werden müssen.


